Offener Brief an den Bischof von Erfurt und das Domkapitel zu Köln

EIN OFFENER BRIEF AN DEN BISCHOF VON ERFURT UND AN DAS DOMKAPITEL ZU KÖLN.

Bischöfliches Ordinariat
Herr Bischof Dr. Ulrich Neymeyer
Herrmannsplatz 9

99084 Erfurt

Zum Verhalten der christlichen Kirchen EIN OFFENER BRIEF

Sehr geehrter Bischof Dr. Ulrich Neymeyer,

als praktizierende Christen und zugegebenermaßen Nichtkatholiken, jedoch Menschen, die Jesus Christus lieben und als Herrn und Heiland angenommen haben, sind wir der Frage nachgegangen, ob das Verhalten der katholischen sowie der evangelisch-lutherischen und der freikirchlichen Kirchen noch im Einklang mit der Nachfolge Christi stehen. Uns sind Verhaltensmerkmale aufgefallen, die einer christlichen Kirche unwürdig sind. In der Nachfolge Christi hat weder Jesus Christus noch einer der Nachfolger sich in einer derart ablehnenden Haltung gegenüber seinen Mitmenschen gezeigt.

Viele Menschen erfahren großes Leid in diesem Land. Ausgelöst durch eine entfesselte und fehlgeleitete Willkommenskultur für fremde Menschen, die unsere Kultur nicht kennen, nicht schätzen und auch durch ihren Glauben meinen, unsere Kultur und Mitmenschen unterdrücken zu können. Leid erfahren haben die Frauen in Köln durch Vergewaltigung, Raub und Diebstahl. Leid erfahren Kinder und Jugendliche in Schulen mit überwiegendem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund durch Unterdrückung und körperlicher Gewalt. Leid erfahren junge Mädchen, die unter „religiöser“ Körperverstümmelung leiden müssen und/oder zwangsverheiratet werden. Es geschehen täglich Brutalitäten und Ungerechtigkeiten in unserem Land, die wir als Volk gar nicht kannten.

Nun gibt es Menschen, die sich dagegen wehren und friedlich auf die Straße gehen und dagegen protestieren und ihren Schmerz und ihre Trauer zum Ausdruck bringen, weil es ihr verfassungsmäßiges Recht ist. In allen westlichen, demokratischen Ländern gibt es Demonstrationsrechte, man könnte sagen, ein internationales Recht der Demokratien auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit als Demonstrationsrecht. Also ein demokratiegeleitetes Menschenrecht.

Wir haben gesehen, dass während Menschen ihrem verfassungsmäßigen Menschenrecht auf Demonstration nachgingen, Ihnen das Licht der Kirche versagt wurde. Wer, wenn nicht wir Christen sind das Licht der Welt, und sollen gesehen werden, so wie es Jesus in Matthäus 5, Vers 4 sagt. Wir sollen als unsträfliche, lautere und untadelige Gotteskinder inmitten von einem verdrehten und verkehrten Geschlecht, als Licht in dieser Welt scheinen, wie es in Philipper 2, Vers 15 heißt. Und Sie machen das Licht aus. Das ist genau das Gegenteil, was die Bibel aussagt.

Wir als Christen haben eine ständige Verpflichtung an diese Menschen eine Zuflucht zu sein und nicht ein Richter und Moralprediger denen zu sein, die ihrem Recht auf Freiheit ihrer Meinung Ausdruck verleihen.

Jesus sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.» Das ist das erste und größte Gebot. Ein anderes aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
(Matthäus 22, 37-40). Nicht nur an einem dieser Verse hängt das Wort Gottes und die Propheten, sondern an beiden, so Jesus. Wer das eine tut und das andere vernachlässigt, der ist einer, der nur zu seinem eigenen Vorteil spricht.

Immer wieder hört man in dieser Zeit, dass wir als Christen doch unsere Nächstenliebe zu erkennen geben sollen. Doch ist dieses Argument für uns gemeint, Nächstenliebe an Migranten zu üben, statt an unseren Landsleuten. Sie leiden unter der Ungleichbehand-lung und machen ihrem Unmut Luft. Nach der Genfer Konvention dürfen Migranten nicht schlechter gestellt werden, als Einheimische. Nach der Genfer Konvention haben sich aber Migranten auch den Gesetzen des Zufluchtslandes vollends zu unterwerfen. Das eine ist das Recht und das andere die Pflicht. Wenn nun auf die Pflicht aufmerksam gemacht wird, dann sind auf einmal alle Pflichtbewussten „Nazis“? Jesus spricht auch von einer Pflicht. Nämlich seinem Herrn und Gott nahe zu sein, Ihn mit allem was man hat zu lieben und danach seinen Nächsten, wie sich selbst.

Wenn Menschen an derzeitiger Ungerechtigkeit leiden, wie z. B. SGB II Empfänger, die alles offenlegen müssen, ihr sauer verdientes Erspartes erst aufbrauchen müssen, damit sie die Transferleistungen erhalten und sehen, dass Migranten kommen, die gleiche Leistung erhalten, das neueste Smartphone besitzen, von Vodafone Tarife geschenkt bekommen, Vollversorgung in Aufnahmeeinrichtungen erhalten und zusätzlich zu den Tafeln gehen und den einheimischen Bedürftigen den Platz streitig machen, für sie noch Hotelplätze vom Staat zur Verfügung gestellt bekommen in Hotel, in die Einheimische Sozialhilfeempfänger nur staunend von außen vorbei gehen können, wie sehr muss man Gott dann missachten, um seinem eigenen Nächsten das Licht zu verwehren? Und wenn sie ehrlich sind macht die Bibel auch einen Unterschied zwischen Einheimischen und Fremdlingen, die den Herrn nicht kennen.

Wir wünschen uns, dass ihnen ein Licht aufgeht in dieser dunklen Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

Reimund und Katrin Dittmann
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.02.2016 | 17:52  
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