Noch mehr aus Hannover… Und noch eine Erfolgsgeschichte…
In den letzten Tagen konnten wir viele Beiträge über Hannover lesen. Anlass für mich in Schubladen und Erinnerungen zu wühlen. Zum Vorschein kamen alte Anstecknadeln und die Erinnerung daran, dass es in meiner Kindheit – im Frühjahr – immer eine Zeit gab, in der mein Vater abwesend war. Er war nämlich in Hannover – auf der Messe.
Seit die Export-Messe 1947 das erste Mal stattfand, schrieb sie Erfolgsgeschichte. 1949, also nur zwei Jahre nach der Gründung beklagten sich bereits Unternehmen, dass die Messehallen nur beschränkt Platz böten und Aussteller abgewiesen werden mussten. Daraufhin wurde die Messe geteilt, jedoch bereits 1954 zugunsten der Vielfalt wieder zusammengelegt.
Innerhalb der Deutschen Industriemesse nahm die Bürotechnologie schnell immer mehr Raum ein. An klobige Rechenmaschinen und Kommunikationsgeräte aus den 60iger Jahren kann ich mich auch noch gut erinnern. Die Büromaschinenhalle hieß damals wegen der ratternden Kartenleser und Kettenraddrucker auch „Hölle 17“. Wer hätte sich damals schon Handys und Computer vorstellen können?
Als Teil der Hannover Messe erhielt die CeBIT, damals noch „Centrum der Büro- und Informationstechnik“, ein eigenes Gebäude, das neue Maßstäbe setzte. Mit 70.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde die Halle 1984 als weltgrößte Messehalle sogar ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Der Besucherandrang war in den 80iger Jahren so groß, dass einmal die Eintrittskarten ausgingen, als an einem Tag 80.000 Besucher auf das Gelände strömten. Unter dem Namen „Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation“ CeBIT wurde dieser Bereich dann 1986 selbständig. Aber erst ab 1996 bekam hier auch das Thema Internet eine Bedeutung. Kaum zu glauben, zu dieser Zeit kostete eine E-Mail noch zehn Pfennig (!) und der Internetbesuch wurde im Minutentakt abgerechnet.
Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte war rasant – wie es wohl in fünfzig Jahren aussieht?



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