Die Taufe eines Kindes ist heute nicht mehr selbstverständlich.
Immer mehr Kinder bleiben Heide, weil die Eltern keine Werte mehr vermitteln. Die Taufe gehört in unserer Familie mit dazu und es trägt dazu bei, dass das Kind im Christlichen Glauben erzogen werden kann. Die Entscheidung mein Kind taufen zu lassen war für mich persönlich eine Selbstverständlichkeit. Unsere Tochter hat mit ihrem Partner jetzt genau so entschieden. Unser Kind soll getauft werden und es soll ein schöner Tag werden für alle die daran teilnehmen.
Die Kirche wurde von den Eltern des Taufkindes geschmückt. Die wunderschöne Predigt des Pfarrer in der darauf hingewiesen wurde, dass es nicht nur schöne Tage im Leben gibt und die Eltern eine schützende Hand über ihre Kinder halten sollen. Auch an die Geschehnisse vom vorhergehenden Tag von Duisburg wurde gedacht.
> "Immer mehr Kinder bleiben Heide, weil die Eltern keine Werte mehr vermitteln"
Auch "Heiden" haben Werte bzw. können diese vermitteln.
Nichtchristen zu unterstellen, sie würden keine Werte haben und diese nicht ihren Kindern vermitteln, ist schon dreist.
> "Die Taufe gehört in unserer Familie mit dazu und es trägt dazu bei, dass das Kind im Christlichen Glauben erzogen werden kann"
Man kann es auch ohne Kindstaufe "im Christlichen Glauben" erziehen.
Die Kindstaufe ist eh umstritten im Christentum und wird von vielen Christen abgelehnt. In der Bibel steht von ihr jedenfalls nichts drin.
Ich persönlich würde es heute auch nicht mehr machen, da ich es unfair gegenüber den Kindern finde, ihnen eine Religion aufzuzwingen, ohne dass sie sich wehren können. Denn man weiß ja nicht, zu was sie sich später mal trotz christlicher Erziehung entscheiden möchten - und dann steht diese Taufe ggf. im Weg.
Na, dann lass' uns mal darüber reden :)
In Deinem Beitrag, Christine, vermisse ich die Person um die sich die Handlung eigentlich dreht: das Kind. Das nämlich hat überhaupt keine Ahnung, was da geschieht.
"Immer mehr Kinder bleiben Heide, weil die Eltern keine Werte mehr vermitteln."
Das Übergießen eines Säuglings mit Wasser hat mit der Vermittlung von Werten nichts zu tun.
"Die Entscheidung mein Kind taufen zu lassen war für mich persönlich eine Selbstverständlichkeit."
Und für das Kind?
"Die Taufe gehört in unserer Familie mit dazu und es trägt dazu bei dass das Kind im Christlichen Glauben erzogen werden kann."
Das kannst Du auch ohne diese Zeremonie. Ich gehe mal davon aus, dass meine Tochter zu denen zählt, denen im Elternhaus Werte vermittelt wurden, die sie befähigt haben die Entscheidung zur eigenen Taufe dann zu bestimmen, wenn sie selbst sich dazu entschlossen hat. Das hat sie dann auch mit 16 Jahren gemacht. Und wir waren mächtig stolz und sehr glücklich an diesem Tag.
Gruß Franz
@Franz es ist richtig, dass jeder für sich alleine entscheiden soll wie er das möchte. Für mich wäre es als Kind schwierig gewesen, wenn ich selbst entscheiden hätte müssen, da meine Mutter katholisch war und mein Vater evangelisch. Du willst keinem Elternteil weh tun und ich war froh, dass mir meine Eltern diese Entscheidung abgenommen hatten.
Gruß Christine
"Die Taufe eines Kindes ist heute nicht mehr selbstverständlich" .... und das finde ich sehr gut! Endlich versteht man, dass der Glaube einem nicht mit 2,3 Wassertröpfchen beigebracht werden kann.
Glaube kann man nicht erben und ist auch nicht übertragbar, zum Glück! Glaube ist ein Prozeß, der nicht manipulierbar ist.
Für mich ist die Taufe eines Babys eine Art Vergewaltigung.
Man kann ein Baby segnen, ja - aber die Entscheidung der Taufe sollte man einem schon selber überlassen!
Meiner Meinung nach, kann ich meinen Kindern durchaus Werte vermitteln, auch ohne das Sie getauft wurden. Denn welche Werte zu vermitteln sind, lasse ich mir sicher nicht von einer Kirche vorschreiben.
Ich bin damals von meinen Eltern evangelisch getauft worden. Mich konnte man ja nicht fragen. Als ich dann zur Konfirmation gehen sollte, habe ich abgelehnt. Bis heute sind mir dadurch keine Nachteile entstanden. Und als ich vor 16 Jahren meinen Mann, der katolisch war, geheiratet habe. Bin ich aus der Kirche ausgetreten, denn er war schon ausgetreten und ich hätte seine Kirchensteuer mitzahlen müssen. So sieht das der Gesetzgeber vor. Das habe ich nicht eingesehen. Also die logische Konsequenz. Aber das alles hat ja nicht mit meinem Glauben an etwas zu tun.
Nach langen Überlegungen wollte ich damals meine Kinder taufen lassen. Drei passende Taufpaten habe ich gefunden. Gar nicht leicht, denn im schlimmsten Fall, sollten diese ja meine Kinder weiter großziehen. Und da muß man schon genau hinschauen. Mein Anruf bei der örtlichen Pfarrerin holte mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Nämlich, dass es nicht darauf ankommt, dass die Paten meine Kinder gut und in meinem Sinne erziehen, sondern das diese Personen auch in der Kirche sind. Zwei meiner Paten waren nicht in diesem Verein. Da ließ die Pfarrerin nicht mit sich reden. Also gab es keine Taufe. Natürlich hätte es die Option gegeben, dass die Paten in die Kirche eintreten und Wochen danach wieder austreten. Nee, ohne mich, denn das ist Verarschung.
Also keine drei neuen Schäfchen für die Gemeinde.
Meine Kinder nehmen am Religionsunterricht teil, der weit gefächert ist. Und ich stelle ihnen frei, am Konfirmationsunterricht teilzunehmen. Eine dann erforderliche Taufe, wäre mit dem neuen Pfarrer genau zu besprechen.
Aber ich akzeptiere, das jeder da seine eigene Meinung hat und auch anders entscheidet. Jeder wie er mag und sich wohl fühlt.
VG
Melanie
> "Zwei meiner Paten waren nicht in diesem Verein. Da ließ die Pfarrerin nicht mit sich reden"
Sowas hat eher mit Sekten-/Vereinsmeierei zu tun als mit Christentum.
Meine Eltern haben uns Kindern die Entscheidung überlassen. Meine Bruder wollte mit 10 ich mit 7 Jahren getauft werden. Mit 18 bin ich wieder aus der Kirche ausgetreten, mein Bruder etwas später. Wir haben schon früh gelernt, eigenverantwortlich zu handeln und zu erkennen, wann uns etwas gut tut und wann nicht. Mein Vater ist nach ca. 30 Jahren Religionsfreiheit mit 57 Jahren wieder in die Kirche eingetreten, weil er sich mit dem Pastor gut unterhalten hat.
Dieses Thema beschäftigte vor einiger Zeit auch meine Familie.Nachdem meine Tochter und mein Schwiegersohn sich entschlossen haben , ihre Tochter zunächst nicht taufen zu lassen, aus den gleichen Gründen, die hier Franz schon erläutert hat. Ich glaube viele Eltern machem sich gar nicht groß Gedanken darüber, was die Taufe für ein Kind bedeutet, sondern sie folgen einfach der Tradition.
Meine Enkelin wird im Oktober kurz vor ihrem 6. Geburtstag getauft. Das basiert aber einzig und alleine auf ihrem eigenen Wunsch. Durch kleine biblische Geschichten im Kindergarten ist ihre Interesse am Christentum geweckt worden und sie geht sogar mit Begeisterung zum Kindergottesdienst, ohne dass sie dazu aufgefordert werden muss.
Bei der Suche nach den Paten, es sollte von beiden Elternteilen jeweils ein Familienmitglied werden,haben sie die gleiche Erfahrung machen müssen , wie Melanie. Ein Pate ist nämlich nicht Mitglied der Kirche und deshalb akzeptiert ihn die Kirche nicht.
> "Meine Enkelin wird im Oktober kurz vor ihrem 6. Geburtstag getauft. Das basiert aber einzig und alleine auf ihrem eigenen Wunsch"
Ob man das bei 6-Jährigen so sagen kann, ist fraglich.
> "Durch kleine biblische Geschichten im Kindergarten ist ihre Interesse am Christentum geweckt worden"
Schlimme Schleichwerbung.
Also, mein Wunsch nach Taufe rührte allein aus dem Wissen, dass es zur Taufe Geschenke gibt. Vom Christentum wusste ich nichts. Aber ich konnte gut Rollschuh laufen.
Wie unterschiedlich die Meinungen und Erfahrungen zur Taufe und zur Kirche sind, kann man hier deutlich erkennen an diesem Forum.
Danke an alle die mir in mein Postfach geschrieben haben und mich mit meiner Meinung bestätigt haben. Man wollten sich nicht öffentlich dazu äußern, da es sonst eine unendliche Lawine geben würde.





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