Ein Wort geht um die Welt

International
Senden: Steinkrug | Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man sich darüber amüsiert, dass die Friesen, ob Ost- oder Westfriesen auch am Abend „Moin“ sagten.
Auf dem Campingplatz in Norddeich, zum Beispiel, auf dem traditionell das Ruhrgebiet in der Überzahl ist, kann man täglich die kläglichen Versuche der Assimilation der Zugereisten hören.
„Mooihn“ knallt es einem überall ziemlich gruselig um die Ohren. Ob beim Abwasch, in der Dusche oder im Campingladen. Jeder Bayer, Schwabe oder Nordrheinwestfale wähnt sich erst dann richtig im Urlaub an der Küste, wenn er nur noch mit MOIN grüßt.
Eine weitere Moin-Hochburg war schon in den frühen 70ern des letzten Jahrhunderts Göttingen. Ob in der Stadt oder auf dem Uni-Campus - MOIN zu jeder Tages- und Nachtzeit. Göttingen war, sozusagen, die erste MOIN-Exklave Ostfrieslands.
Ein wunderbares Wort, von Studenten importiert und für gut befunden.
Inzwischen ist MOIN wie ein Flächenbrand. Radfahrer am Steinhuder Meer grüßen sich mit MOIN, verschlafene Brötchenholer am Deister grüßen sich am Sonntagmorgen mit MOIN und sogar E-Mails beginnen immer öfter mit MOIN.

Dabei streiten sich die Gelehrten ja immer noch, woher das Wort, das übrigens auch in Belgien, Skandinavien und Holland eine gängige Grußformel ist, eigentlich kommt. Hat es was mit „moi“ , also schön, zu tun oder mit „Morgen“ ? Dann wäre es ja ziemlich blöd, jemanden am späten Nachmittag mit „MOIN“ zu begrüßen.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen gehen weiter und die Leute scheren sich nicht drum. Sie sagen, an immer mehr Orten der Welt, immer öfter einfach lächelnd MOIN und das ist doch total schön.
Also: heute schon GEMOINT ? Nur zu !
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.10.2013 | 17:02  
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