Auf Achse; im September 2014 war München mein Ziel

Blick auf den Gehweg in Rothenburgs Stadtmauer.
 
Blick über Rothenburgs Dächer
 
Blick auf die St. Jakobskirche.
 
Noch ein Blick auf die St. Jakobskirche.
Seefeld: campingplatz |

Im September 2014 hatte ich mal wieder Lust auf München und mehr gehabt. Nach einiger Planung wurde dann unser Wohnwagengespann startklar gemacht und ( sinnig ) das Gepäck verstaut.

Tag 1

München ist im Prinzip an einem Tag zu erreichen, doch Eile mit Weile, denn Deutschland hat viele schöne Ecken. Außerdem kann es jederzeit zu "Überraschungen" auf der Autobahn kommen. Die Fahrt führte uns auch gut voran, bis wir dann bei Göttingen plötzlich standen und sich nichts mehr bewegte. Etwa einen Kilometer weiter war die Autobahn gesperrt. Dieser Zustand dauerte etwa 70 Minuten. Diese Sperrung stellte erst einmal ein Rätsel da, weil keine Ursache erkennbar gewesen ist. Später in den Nachrichten erfuhr ich dann, daß eine geistig verwirrte Person mit der Polizei in einem an der angrenzenden Autobahn Weizenfeld "Katz und Maus" gespielt hat. Nun ja, auch mal eine ganz neue Ursache, um einen Stau zu erzeugen. Im Lauf des Nachmittages erreichten wir dann unser Tagesziel "Rothenburg ob der Tauber." Eingescheckt auf dem Campingplatz, dann unseren Faltwohnwagen aufgebaut und ne heiße Suppe gekocht. So endete mit hochgelegten Beinen der erste Urlaubstag.

Tag 2

Nach dem Frühstück ( inklusive frischen Brötchen ) stand heute eine Besichtigung von Rothenburg ob der Tauber an. Per Fahrrad fuhren wir von unserem Campingplatz in die Stadtmitte. Allerdings liegt der Campingplatz malerisch gelegen im Taubertal und Rothenburg malerisch gelegen auf einer Anhöhe. Ich denke Positiv: nichts geht über vernünftigen Frühsport mit Klapprädern und 3-Gang Schaltung ! Rothenburg ob der Tauber ist ein schönes mittelalterliche Stadt mit interessanten Läden und einer Stadtmauer. Ein Teil dieser Stadtmauer ist begehbar und bot interessante Perspektiven .
Nach der Umrundung von der Innenstadt Rothenburgs besuchten wir den Weihnachtsmarkt von Käthe Wohlfahrt. Dabei handelt es sich um ein Kaufhaus, in denen ganzjährig auf mehreren Etagen Weihnachtsartikel verkauft werden. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Besuch erinern, der schon einige Jahre her ist. Da schlenderte ich durch ein hochsommerliches Rothenburg und stehe dann in diesem Weihnachtsmarkt. Der Tannenbaum war festlich geschmückt, es rieselte leise der Schnee und als Krönung wurde "Stille Nacht heilige Nacht" gespielt. An diesen damaligen "Schock" gehe ich mich heute noch gerne erinnern. In diesem Weihnachtsmarkt wird alles, aber auch wirklich alles angeboten, um ein besinnliches Weihnachtsfest auszustaffieren. Besonders auffällig ist auch die internationale Ausrichtung. So gibt es Lichterketten auch für das Amerikanische Stromsystem mit 115 Volt. Ein internationaler Versand inklusive Zollformalitäten ist ebenso problemlos möglich. Und aufgrund der internationalen Kundschaft, besonders aus dem asiatischen Raum, ist auch das Verkaufspersonal international, um Sprachprobleme gleich von vornherein zu lösen.
Eine weitere positive Erinnerung aus vergangenen Besuchen waren "Schneebälle". Dabei handelt es sich um Mürbeteiggebäck, was in Streifen geschnitten und dann in Kugelform gebracht wird. Schneebälle gibt es in verschiedenen Varianten und besonders in Rothenburg an allen Ecken. Schneebälle durften auch bei dem heutigen Besuch nicht fehlen. Anschließend deckten wir uns noch in einem Markt mit notwendigen Lebensmitteln ein, bevor die Fahrt mit ( heißgelaufenen ) Bremsen zurück zum Campingplatz führte. Wir erkundeten noch einen Teil des Taubertals und ließen so den Tag ausklingen.

Tag 3

Heute hieß es weiterfahren. Doch bevor es wieder "on the road" geht. Ist doch ein wenig Vorarbeit nötig. Unser Wohnwagen besitzt klappbare Wände. Nachteilig ist die erhöhte Auf- und Abrüstzeit. Im Wohnwagen müssen Möbel umgeklappt und Regale von den Wänden genommen werden. Jedoch ist die Windanfälligkeit ein vielfaches geringer als bei herkömlichen Gespannen, da der Wohnwagen im eingeklappten Zustand nur 1,2 Meter hoch ist. Vom geringeren Spritverbrauch ganz zu schweigen. Noch schnell Sprit gefasst, dann hatte die A 7 uns wieder. Unser Weg führte uns weiter Richtung Süden an Ulm vorbei zum Kreuz Memmingen. Dort bogen wir auf die A 96 Richtung Ost. München war zwar unser Ziel, doch übernachten wollten wir auf dem Campingplatz Pilsensee in Seefeld. München bietet zwar mehrere Innenstadtcampingplätze, doch zur Wiesnzeit sind diese gut frequentiert. Nach einer kleinen Radfahrt, um mal die Gegend zu erkunden ließen wir bei besten Wetter und Blick auf den Pilsensee den Tag entspannt ausklingen.

Tag 4

Ab heute sind wir jeden Tag nach München gefahren. Um nach Münchens Innenstadt zu kommen, radelten wir jeden Tag erst zwei Kilometer zur S-Bahnstation, um dann mit der Bahn innerhalb von vierzig Minuten am Hauptbahnhof anzukommen. Zuerst ging es zur Wiesn. Wochentags hält sich das Geschiebe und Geschubse in Grenzen. Ein Blick vom Riesenrad bestätigte diesen Umstand. Wir schauten uns in Ruhe das Festgelände an, bevor wir Richtung Innenstadt aufbrachen. Nach einem Bummel über den Marienplatz und weiter in Richtung Stachus brachte die S-Bahn uns wieder zurück nach Seefeld. So ließen wir den Tag bei erneut schönsten Sonnenschein mal wieder ausklingen.

Tag 5

Wie auch die Tage davor war München unser Ziel. Diesmal jedoch steuerten wir das Deutsche Museum an. Das Deutsche Museum ist für mich ein Museum der Superlative. In zahlreichen Abteilungen warten tausende Exponate nur darauf entdeckt zu werden. Der Weg ins Museum führte erst einmal an Schiffen in Original und Modell vorbei. Interessant sind besonders die Modelle der Spezialschiffe, die in Europa nur sehr selten zu finden sind. Oder hat schon mal jemand einen Schiff speziell für den Schafstransport in Hamburg gesehen ? Als nächstes war die Automobilabteilung mein Ziel. Hier waren etliche Getriebe, Motoren, Katalysatoren usw. ausgestellt, die anschaulich die Entwicklung der Technik im Lauf der Zeit dokumentieren. Nebenan war gleich die Elektroabteilung, wo ich aber nur kurz reinschaute, da es hier immer wieder knallte. Wenn man als Elektriker bloß simple Stromkabel verlegt, ist es doch sehr imposant, wie mittlerweile moderne Seekabel aufgebaut sind. Weiter ging es zur Luftfahrt. Neben einem kompletten Tragflächensegment eines Airbus 300, kreiste unter der Decke ein alter Doppeldecker. Einträchtig standen hier ein Hubschrauber und ein Starfighter. Auch eine mehrere Stockwerke hohe Rakete fand hier Platz. Der Telekomunikation war ebenso eine Abteilung gewidmet. Ich kann es immer wieder nur betonen; zahlreiche Telefone ob alt mit Kurbel, oder etwas neuer mit Wählscheibe, oder ganz neu mit Display warten auf Entdeckung.

Mein Besuch im Deutschen Museum führte noch durch viele weitere Bereiche. Man muß dieses hervorragende Museum einfach mal selber besuchen. Nach dem Besuch wurde noch ein Bummel durch München gemacht, bevor wir wieder zurück zum Wonwagen ( mit der S-Bahn ) fuhren.

Tag 6

Nach der üblichen Anreise mit der S-Bahn stiegen wir im Münchner Hauptbahnhof um in einen Regionalexpress, der uns heute nach Pasau brachte. Ist doch auch mal was schönes, die Landschaft vom Zug aus zu betrachten. In Passau angekommen führte der Weg entlang der Donau zum zum Dreiflüsseeck. Nach einer Pause liefen wir dann am Inn entlang, um dann die Altstadt zu erkunden. Wir bummelten durch die Gassen, machten etwas Shopping und schauten uns Passau an. Danach erfolgte die Rückfahrt nach München.

Tag 7

Wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht. Der englische Garten war unser Ziel. Es war schon eine Überraschung so ausgedehnte Grünanlagen mitten in der Metropole München zu finden. Nach einem ausgedehnten Spaziergang fuhren wir weiter und statteten der Wiesn einen weiteren Besuch ab. Heut war Samstag und "Italienerwochenende". Der Unterschied zum Besuch in der Woche war beträchtlich. Es herrschte ein dichtes Gedränge und die Festzelte waren dicht umlagert, weil keiner mehr reinkam. Nach etlichem Geschiebe und Gedränge traten wir den Rückweg Richtung Campingplatz an und ließen in Ruhe den Tag, ja was wohl, ausklingen.

Tag 8

Erstes Ziel des Tages war heute der Odeonsplatz in München. Dort fand heute ein Bauernmarkt statt. Aufgebaut war eine Bühne, wo wir erst einem Jodlerchor zuhörten. Danach schlenderten wir über den Markt und waren erstaunt von den reichhaltigen und vielfältigen Köstlichkeiten, die hier auf uns warteten. An 130 Ständen boten sich zahlreiche Möglichkeiten den Bauch vollzuschlagen. Ich probierte einen "Oxenburger." Selten habe ich so lecker gegessen. Allerdings gaben sich auch die Käsereien besonders ( erfolgreich )viel Mühe, um auf sich aufmerksam zu machen. Mir tränten an einem Stand doch glatt die Augen aufgrund einer starken "Geruchsexplosion." Nach diesem sehr sehenswerten Markt fuhren wir weiter zum Tierpark Hellabrunnen. Dort erfreuten wir uns auf dem Rundweg unter anderem an einem schnarchenden Gorilla, Orang Utas, die von oben auf die Leute pinkeln sowie an den ( schlafenden ) Eisbärkindern Nela und Nobby. Nach dem Rundgang durch den Zoo ging es wieder zurück zum Campingplatz.

Tag 9

Heute stand zum wiederholten Mal die Wiesn auf dem Programm. Heute standen auf der Festmeile diverse Bierkutschen mit festlich geschmückten Kalblutpferden. Nach der Mittagspause, wir bekamen sogar einen Sitzplatz, bummelten wir noch durch die Innenstadt und erfreuten uns noch an den Viktualienmarkt. Auch hier gibt es eine reichhaltige kulinarische Auswahl ergänzt durch Blumenläden und Kunstgewerke.

Tag 10

An diesem Tag hieß es Abschied nehmen vom Campingplatz in Seefeld. Es geht zurück in Richtung Heimat. Nach dem Frühstück räumten wir unsere Sachen zusammen. Wie schon erwähnt, dauert dies bei uns etwas länger, da bei uns die Wände runtergeklappt werden. Im Prinzip ist die Strecke von München nach Hannover an einem Tag mit Wohnwagen zu schaffen. Wir jedoch planten einen Zwischenübernachtung ein, da wir im Urlaub und nicht auf der Flucht waren. Unser Weg führte über die A 96 erst in Richtung Memmingen und dann die A 7 immer gen Norden. Spontan entschieden wir uns für eine Übernachtung im Raum Fulda und ließen so den Tag ausklingen.

Tag 11

Ein letztes Mal zusammenpacken, ein letztes Mal ging es wieder "on the road." So erreichten wir gegen Mittag wieder Isernhagen. Nun galt es noch den Wohnwagen abzustellen. Ein weiterer großer Vorteil des Klappwohnwagens ist die Möglichkeit der geschützten Unterbringung in einer normalen Garage. Kurz noch ein paar Sachen eingelagert, dann führte der Weg nach Hause.
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