Von Heuchelei und deren Kürzel KZ

Man weiß ja mittlerweile, wie Politiker und regierungstreue Medienmacher sich verrenken, um uns Volk die gegenwärtige Welt zu erklären. Jeder aber, der seine Augen, seine Ohren oder gar andere Quellen benutzt für die Befriedigung seines Informationsbedarfs und sich danach anders aufgeklärt fühlt und sich darüber auch noch öffentlich äußert, der wird umgehend als rechter Feuerstifter und Volksverhetzer gebrandmarkt. Bloß: wer will denn wohin alle diese Leute einsperren (Volksverhetzung ist ja ein zu ahndender Straftatbestand)? Wo doch die KZ lange deaktiviert sind. In Bützow oder Stammheim oder Fuhlsbüttel? Dort ist reserviert für kriminelle Flüchtlinge. Wohin also mit dem halben aufsässigen Volk? Abwählen, wie Brecht es einmal einer Regierung empfahl? Oder doch die KZ reanimieren…? – Damit mich niemand falsch versteht: Mir ist wohlbekannt, welch historisch grausamer Fluch über dieser Abkürzung liegt, ebenso, welcher Entmenschlichung es bedurfte, um den Ruf der KZ in die Welt zu tragen. Und es waren christliche Deutsche, die diesen Ruf erzeugten, keine Muslime. Deswegen ist eine brachiale Formulierung durchaus angebracht, um manchen hierzulande aufzuwecken. Dass dies nötig ist, zeigt der Schriftsteller Akif Pirinçci, der auch das Kürzel KZ verwendete, mit katastrophalen Folgen für seine Person; sein Totalboykott verdeutlicht uns die panische Angst, die uns Deutschen befällt, sowie das hektische Irrläufer - tum, dass umgehend einsetzt, wenn wir an unsere Vergangenheit erinnert werden. Erwischt es da etwa den einen oder anderen CDU-Atheisten auf dem falschen Fuß? Von der SPD mag ich gar nicht reden, sie hat durch ihre Politik des Verrats und des Zauderns Hitler mit in den Sattel gehoben. Und all jenen Medien- und Verlagsleuten, die Pirinçci kaltstellen und sich dadurch an seiner physischen Existenz vergehen, heucheln sich selbst eine Haltung vor, die sie wahrscheinlich gar nicht haben. Das dürfen sie. Aber nicht ihr Heucheln öffentlich auf uns zu übertragen versuchen – das
sollten sie lassen. Weil sie es aber dennoch tun und dabei Deutschland in den Dreck reiten, was natürlich nicht die Kapitalraffer, sondern Mittel- und Unterschicht ausbaden – deswegen gibt es die AfD. Im Osten ist sie stärker als im Westen. Der Grund: die Immobilie DDR ist einverleibt worden in den Goldsack der Reichen, ihre Menschen dagegen, wertloser Ballast, wurden in die Gosse geworfen. Da sind sie jetzt und wehren sich endlich. Wie wird man ihrer Herr? Wobei wir wieder beim Kürzel KZ wären … Gelegentlich frage ich einen Sympathisanten der AfD: Was wird sein, wenn eines Tags diese Partei womöglich in Deutschland regiert? Keine Partei kann das Land ohne prosperierende Ökonomie regieren – wozu es Kapital braucht; gerade aber die jetzigen Kapitaleigner lassen über ihre Medien-Vasallen ausrichten, man möge die AfD nicht, sie sei rechtsextremistisch und man habe aus der Geschichte gelernt. Das eben ist die Heuchelei; nicht wenige nennen das Zusammenspiel zwischen Kapital und Medien daher Lügenpresse (das Kapital lernt nichts außer Profit). Welche Alternative hätte Deutschland tatsächlich, wenn diese Partei regierte? Welche ehemalige weiße Rasse wollte Herr Höcke denn neu weißen? Es ist doch keine mehr vorhanden und ich glaube, das ist gut so, allein schon wegen gewisser Kriegsgelüste. Will er eine neue züchten? Was macht er dann mit den Millionen „Bastarden“? Wobei wir erneut beim Kürzel KZ wären… Außerdem könnte sein und Frau Petrys Reich nichts anderes als eine Diktatur werden. Irgendwann werden die Menschen hinter diesen Schwindel kommen. Warum also dieser Umweg, weshalb richtet sich ihr Zorn nicht gleich gegen die wirklichen Elendsmacher? Weil im dekadenten, untergehenden Abendland jeder, der raffiniert und skrupellos genug, rafft, was er kann; selbst die Linken werden zu Freischwimmern zwischen den Fettaugen der Fleischtöpfe der Macht – und Kommunisten glaubt keiner mehr. Woran sie selbst nicht schuldlos sind. Zwar haben jene noch immer nicht den Stein der Weisen gefunden, doch sind sie im Besitz einer wissenschaftlich fundierten Weltanschauung, des Marxismus; der schwächelte zu Wendezeiten (war halt ein Versuch) an den Zweifeln der Voreiligen, Geblendeten, ist heute jedoch wieder auf dem Vormarsch, denn Wahrheiten sind auf Dauer nicht verhandelbar. Wenn wir uns doch ihm, dem Marxismus, dem upgedateten, nennen wir ihn Marxismus 3.0, zuwendeten! Dann hätten wir für alle Betrogenen auf der Welt eine Richtschnur an der Hand, eine geistige Orientierung für organisierten und vernetzten Kampf gegen das mörderische Kapital, das in den Händen weniger Irrer verantwortlich ist für das Elend. Daniela Dahn hat ein neues Büchlein publiziert, welches heißt: Emanzipiert euch! Erst wenn wir uns von der vermeintlichen Allmacht des Kapitals und seinen Helfern emanzipieren, das heißt befreien, wird sich der Trugschluss in Luft auflösen, wir, die Angehörigen verschiedenster sozialer Schichten, müssten uns fortwährend gegenseitig die Schädel einschlagen für ein vorteilhafteres Leben. Der Beginn unserer Emanzipation wären Massendemonstrationen mit Willensbekundungen gegen die Privatisierung des
Gesundheitswesens – zum Beispiel, ein erstes solches. Populistisches Gedöns dagegen mag sich gut anhören, löst aber kaum ein Problem: Holt die Alten und die Kranken aus den Kriegsgebieten, schickt die jungen Starken, die bei uns herumlungern, zurück, dass sie ihr Land befreien und aufbauen, danach sind wir alle wieder los; – soll ja gar nicht! – Die deutsche Wirtschaft braucht die Jungen, die billigen Malocher, für ihren Profit, nachdem es ihr gelungen ist, fortpflanzungsfähige einheimische Familien fast auszurotten. Wie sagt Pirinçci noch so schön wie schlecht? Die deutsche Gesellschaft verschwult. Was soll’s, der Wirtschaft nützt es. Ihre Ökonomie tötet, wie der Papst sagt, sie ist unser Feind, nicht die Menschen anderer Kulturen, trotz jene sich, mehr als uns lieb, anders gebärden.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.02.2016 | 17:33  
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