Im Namen des Volkes? Auf Beschluss des Deutschen Bundestages!

Schwerin: Großer Dreesch | Seit dem 23.9.2013 begangen im Stadtteil Neu Zippendorf an der Straße nach Consrade/Plate Bauarbeiter mit zuerst nicht wirklich erkennbaren Baumaßnahmen an den so genannten Tunnelwohnungen. Eins eine der gefragtesten Wohnungen zu DDR Zeiten. Anfang dachten die Bewohner, dass es sich um Sanierungsmaßnahmen handeln würde und die Fugen erneuert werden sollen. Schnell konnte man erkennen, das die Verbindung der beiden Blöcke aus der Perleberger Straße und der Wittenberger Straße. Diese Verbindung bestand ja aus den Zimmern, die Tunnelwohnung genannt wurden, weil sie nur ab der ersten Etage vorhanden waren und so einen Tunnel bzw. Durchgang zum Innenhof bildeten. Bei den Wohnungen die diese Tunnelzimmer hatten handelte es sich um 2- 2 1/2 halbe Zimmerwohnungen. Der Sinn dieser Bauweise lag wohl daran möglichst viel Wohnraum zu schaffen.
Worin nun der Nutzen liegt, wenn man diese 4 Tunnelzimmer zurückbaut, wird wohl ein Geheimnis der Wohnungsverwaltung bleiben. Vermutlich lässt sich mit dem Beschluss des Bundestages noch gut verdienen, denn ein Schild das etwas verspätet aufgestellt wurde, verkündet das die Maßnahme nicht nur auf Beschluss den Bundestages erfolgt, sondern auch noch gefördert wird. So kann man davon ausgehen, dass mit dem Rückbau diese 4 Zimmer noch Geld für die Schweriner Wohnungsgesellschaft übrig bleibt. Sonst würde ja ein Rückbau wenig Sinn machen, wenn dadurch nur Kosten entstehen. Fraglich ist natürlich inwieweit dieser Beschluss des Bundestages greift und welche Rückbaumaßnahmen denn durch diesen Beschluss überhaupt abgedeckt sind?
Im Stadtteil III jetzt genannt Mueßer-Holz vielen etliche Wohnblöcke dieser mehr als fragwürdigen Förderung zum Opfer. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass es sich gerade bei diesen Wohnungen um die letztgebauten Wohnungen aus dem DDR Wohnungsbauprogramm handelte. Also diese Wohnungen wesentlich jüngeren Baujahres waren, als die aus den andern Bauabschnitten.
Die Tragik dieser Abrissarbeiten liegt darin, dass sich Wohnungsbaugesellschaften mit dem Abriss sanieren können und der Zerstörung von sozialem Wohnraum, der Abrissbirne geopfert wird.
Die derartige Zerstörungen ohne Sinn und Verstand sind, dürfte auch der Bundesregierung durchaus bekannt sein. Vermutlich dienen diese Maßnahmen dazu die Mieten künstlich auf einem gewisses Niveau zu halten. Dass dies der falsche Weg sein dürfte, wird sich schon in geraumer Zeit bemerkbar machen, denn immer mehr Menschen werden auf Unterstützung bei der Miete angewiesen sein, die dann vom Staat getragen werden müssen. Somit sägt der Staat an einem Ast auf dem er auf der falschen Seite sitzt. Natürlich muss alles seine Ordnung haben und ein neuer Beschluss im Bundestag wird für ein gigantisches soziales Wohnungsbauprogramm sorgen.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.10.2013 | 17:24  
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