Schweriner Zeitung titelt mit "Schweriner Verein ganz vorn dabei"

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Schweriner Volkszeitung

Der Verein die Platte lebt hat wieder einen Preis erhalten, es gab die Ehrung für ein Demokatiefest: „Die Platte lebt“ wurde mit dem bundesweiten Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet. Die Ehrung vorgenommen hat die Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider, Frau Bretschneider teilt mit, politische Thesen reichen nicht aus, um Demokratie zu schaffen. Sieben Projekte sind jetzt als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2014“ ausgezeichnet worden. Darunter auch der Verein „Die Platte lebt“ aus der Landeshauptstadt, der Schweriner Verein hat bereits mehrfach Preise für sein Wirken bekommen wie beispielsweise im vergangenen Jahr den „Regine-Hildebrandt-Preis“.
In Zusammenhang mit der bundesweiten Auszeichnung wurde ein Preisgeld von 200.-€ ausgelobt (!) ist dies nicht Toll? Jetzt stellt sich mir die Frage was ist dem Staat Demokratie und Toleranz wert, 200.- Euro, das kann doch wirklich nur ein Witz sein!
Da im Artikel auch über Geld gesprochen, sollte ich dies hier auch einmal tun. Wer hat den Preis überreicht, die Landtagspräsidentin, geschätztes monatliches Einkommen ca. 10 000 € ! Also Bitte, hätte die Präsidentin nicht mal eine Schippe drauflegen können?
Nun es gab wenigstens eine kleine Feierstunde in Schwerin für Hanne Luhdo Herrn Heiko Lietz, ob es nun noch Schnittchen gab konnte man dem Beitrag der SVZ leider nicht entnehmen. Und irgendwie habe ich auch immer Probleme, wenn unsere ausgezeichneten Mitbürger in Vereinen tätig sind oder teileweise sogar Stadtteilvertreter für Stadtteile sind, und nicht einmal ihren Wohnsitz im betreffenden Stadtteil haben. Ich persönlich finde, dass man am besten einen Stadtteil vertreten kann, wenn auch dort wohnt. Nun auch die Stadt Schwerin, kann das Preisgeld für den lobenswerten Einsatz für Demokratie und Toleranz leider nicht aufstocken, denn die Stadt will gerade 105 000 Euro für weitere Thementoiletten ausgeben. Am Schlachtermarkt zum Beispiel, macht eine goldene Krone auf dem Weg zum Toiletten-Gang deutlich: Hier ist der Gast König. Das stille Örtchen am Bertha-Klingberg-Platz versteht sich hingegen als so genannter „Leselokus“. Ein bereits gut sortiertes Bücherregal vor Ort lädt Besucher ein, sich für den Aufenthalt im Schlossgarten mit der passenden Lektüre auszustatten. Auf diese Weise soll die Verweildauer rund um das Schloss auf angenehme Weise verlängert werden. Nun auf rund 120 000 Euro kommt Frau Bretschneider im Jahr auch locker und befindet sich damit in guter Gesellschaft zu den Kosten für die Thementoiletten.

Thementoiletten in Schwerin

Da sieht man doch wieder was dem Staat und der Stadt, Demokratie und Toleranz wirklich wert sind. Lumpige 200.-€ was, soll’s, Billy Wilder ein amerikanischer Regisseur hat einmal gesagt: „Auszeichnungen und Preise sind wie Hämorrhoiden. Früher oder später bekommt sie jedes Arschloch.
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Torsten Schramke aus Schwerin | 15.04.2015 | 22:11  
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