Moderiert wurde der Abend von Reisingers Marketing-Chef Jörg Gabes, der bereits bei der Eröffnung feststellte: „2009 begann Gerhard Reisinger mit der Planung seiner Betriebserweiterung. Eine mutige Investition, in Zeiten, wo andere Unternehmen Produktionen ins Ausland verlagerten oder über die große Krise klagten.“ Diesen Mut und Unternehmerweitblick bescheinigten Reisinger auch die Festredner des Abends, der zunächst mit der Segnung der neuen Produktionsstätte durch Monsignore Martin Neumeier begann, musikalisch begleitet von Gospelklängen der Gruppe Freedom aus Walderbach. Mit Silberfontänen wurde schließlich das Kommando gegeben für den Start des Vier-Gänge-Menüs, für das extra Starkoch Ron Aschemann mit seinem Team engagiert wurde, begleitet von Dinnermusik von Lehrern der Landkreismusikschule.
Zwischen den Gängen traten die Festredner auf die großzügige Bühne, die das Herzstück der zum Festsaal umfunktionierten Produktionshalle war. Wirtschaftsminister Martin Zeil stellte in seiner Rede fest, dass ihm vor allem die Grundphilosophie des Unternehmens Reisinger imponiere, auf exzellente Mitarbeiter und Innovationen zu setzen: „In der Krise antizyklisch zu investieren, das zeugt von unternehmerischen Weitblick.“ Mit dem neuen Klimadeckensystem reagiere man auf dem Bedarf am Markt, auf dem die Energiewende derzeit einen wichtigen Trend markiere. Franz Pestenhofer machte in seinem Grußwort deutlich, dass er als Bürgermeister besonders stolz sei, einen Unternehmer wie Gerhard Reisinger am Ort zu haben: „Es ist schon bemerkenswert, wie aus einer kleinen Garagenfirma ein Unternehmen gewachsen ist, welches jetzt auch international agiert.“ Es freue ihm immer wieder, wenn er von Gerhard Reisinger auch mitten in der Nacht einen Anruf bekomme, nur um ihm mitzuteilen, dass er sich in Kürze mit einem Bauunternehmer in Kanada trifft.
Architekt Josef Weininger ließ die turbulente Zeit der Umbauphase revuepassieren und sparte dabei nicht mit Anekdoten um darzustellen, wie Reisinger die beteiligten Baufirmen zu Höchstleistungen antrieb: „Da kam es schon mal vor, dass er mit hochrotem Kopf über die Baustelle hetzte und wer sich nicht rechtzeitig in Sicherheit brachte, der bekam den ganzen Ärger ab, auch wenn er nichts dafür konnte. Und wenn es wieder mal nicht schnell genug ging, dann legte der Gerhard Reisinger sogar selber mit Hand an.“ Ein besonderes Geschenk hatte Weininger auch noch im Gepäck. Er übergab eine Originalabschrift der Luther-Bibel aus dem Jahr 1761 an den Firmenchef. Moderator Jörg Gabes kommentierte süffisant: „Mich als evangelischen Mitarbeiter freut es ganz besonders, dass du als erzkatholischer Mensch ausgerechnet eine lutherische Bibel geschenkt bekommst.“
Von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz sprach Präsident Franz Prebeck über den Unternehmer Reisinger, der Leute vor allem deswegen begeistern könne, weil er auch von sich selber begeistert ist. Nur einmal habe es mit einem Reisinger-Projekt nicht geklappt, als er 2010 als Landrat kandidierte. „Damals haben dich die Leute einfach nicht verstanden, dass du einen Arbeitsplan für den Landkreis aufgestellt hast, statt Zusagen und Versprechungen zu machen.“ Das Letzte Wort vor dem Gastgeber hatte schließlich Alexander Legowsi vom Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH), der für den Abend eigens aus Berlin angereist war. „Sie verkörpern in Reinkultur, was das Prinzip Handwerk ausmacht: Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit, Orientierung am Gemeinwohl, Engagement für die Region, Vertrauen herstellen und bewahren und den Mensch in den Mittelpunkt stellen“, so Legowski. Reisinger erreiche damit Wertschöpfung durch Wertschätzung, was den Kunden angeht, die Mitarbeiter sowie die Produkte und Dienstleistungen.
Sichtlich ergriffen von den Lobesreden trat der Gastgeber Gerhard Reisinger schließlich selbst ans Rednerpult und rang zunächst um die richtigen Worte: „Gegen Feinde kann man sich wehren, nicht aber gegen Lob, ich habe aber gelernt, Lob zu ertragen.“ Kurz schilderte Reisinger die Entwicklung seines Unternehmens, mit dem er vor 21 Jahren als Garagenfirma begann. Meilensteine waren 1994 der Bau der ersten Lagerhalle mit Bürokomplex, 1998 der Gang ins Internet als einer der ersten Ostbayerischen Handwerksbetriebe, 2006 die Auszeichnung „Arbeiten wie die Besten“, die Gründung der Wallfactory im Jahr 2009 und der Bayerische Exportpreis im selben Jahr und schließlich 2010 die Gründung der Reisinger Marketing Consulting, die Beratungsleistungen für kleine- und mittelständische Unternehmen erbringt, um ebenfalls erfolgreich auf dem Markt zu agieren. Reisinger ging dabei auch auf Menschen ein, die ihn geprägt haben: „Mein Lehrer an der Meisterschule Rudolf Masel hat mir zur Selbständigkeit fünf Dinge mit auf dem Weg gegeben, die man braucht: Können, Fleiß, Ehrgeiz, Glück und Gottvertrauen. Und ich ergänze gern noch einen sechsten Punkt: Risikobereitschaft. Denn sonst würde man sich nicht Selbständig machen.“ Reisinger machte auch deutlich, dass es neben den Erfolgen auch einmal Schattenseiten gäbe, mit dem Kampf um so manchen Auftrag, damit die Mitarbeiter den nächsten Lohn bekommen und die unendliche Bürokratie mit Banken und Behörden, die oft wertvolle Zeit kosten. Für Reisinger habe sich nun mit der Betriebserweiterung ein persönlicher Jugendtraum erfüllt, dessen Investition jedoch nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wurde, denn der Mitarbeiter stehe im Vordergrund und sei das wichtigste Kapital des Unternehmens: „Ihr tragt den Namen Reisinger nicht nur auf der Arbeitskleidung, sondern auch im Herzen.“ Abschließend holte Gerhard Reisinger seine Familie auf die Bühne um den Menschen zu danken, die den Menschen Reisinger ausmachen. „Der größte Dank gilt meiner Frau Gisela, mit der ich seit 25 Jahren verheiratet bin und die mit mir auch in der Selbständigkeit durch Dick und Dünn gegangen ist. Sie ist mein ruhender Pol und hinter einem erfolgreichen Unternehmer steckt immer eine starke Frau“. Mit 25 roten Rosen für Gisela Reisinger und einem gesungenen „Happy-Bithday“ von allen Gästen für Tochter Constanze, die am Festabend ihren Geburtstag feierte, ließ man den „offiziellen Teil“ pünktlich vor dem Dessert beschließen.
Bis in die frühen Morgenstunden wurde in der festlich ausgestatteten Halle mit Musik von den „Fisherman’s Friends“ weiter gefeiert und viele Gäste nutzen die Netzwerkparty für gute Gespräche und um neue Kontakte zu knüpfen. Als Mitternachtsimbiss gab es noch standesgemäß – jedoch auf edlem Geschirr – eine feine Currywurst, „schließlich feiert hier ein Handwerksbetrieb“, kommentierte Moderator Jörg Gabes.
Die Betriebserweiterung:
Über drei Millionen Euro wurden in den Ausbau des Unternehmens investiert. Vor allem in modernste Produktionsmaschinen, um künftig Spezialprodukte wie die Klimadecken, das patentierte Schnellbauwandsystem und die Schallschutzkabinen komplett im eigenen Werk vorproduzieren zu können. Weitere Maschinen werden diese Tage noch in die Produktionsstraße eingebaut, mit denen selbst ausgefallenste Architekturen verwirklicht werden können.
Charity:
Bereits bei der Einladung hatte Gerhard Reisinger seine Gäste darum gebeten, keine Geschenke mitzubringen sondern stattdessen Spenden für zwei Projekte zu geben, die dem Hause besonders am Herzen liegen: Zum einen die Stiftung KreBeKi, zu deren Gründungsvätern Gerhard Reisinger zählt, und zum anderen für den Neubau des Johannes-Hospiz in Pentling, um die Lücke in der Versorgung todkranker Menschen in der Oberpfalz und in Niederbayern zu schließen.
Zitate des Abends:
„Die Wirtschaftskrise war mir wurscht, ich habe sie nicht verursacht!“ – Gerhard Reisinger
„Gerhard Reisinger hat seine eigene Art, dem Handwerk bei der Jugend ein erfolgreiches Image zu verpassen: Er parkt seinen 7er BMW mitten am Schulhof. Besser kann man zumindest den Jungs nicht demonstrieren, was man im Handwerk erreichen kann.“ – Alexander Legowski
Weitere Bilder unter:
http://www.reisinger-innenausbau.de
Produktinfos zu Klimadecken, Trennwandsystemen, Schallschutzkabinen:
http://www.wallfactory.eu










