Goldgräberstimmung lockt bayerische Unternehmen nach Alberta
Reichenbach: Reisinger | Gerhard Reisingers Wallfactory prüft Einstieg auf dem kanadischen Markt / Treffen mit Premierminister Ed Stelmach.
„Enorme Geschäftsmöglichkeiten für innovative bayerische Unternehmen“, so lautete das Fazit von Gerhard Reisinger nach seiner Delegationsreise mit Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel nach Alberta/Kanada. Die 25-köpfige Delegation mit bayerischen Unternehmern, Wissenschaftlern und Vertretern aus der Politik waren in den Städten Edmonton, Fort McMurray und Calgary unterwegs, um vor Ort Einstiegschancen in den kanadischen Markt zu erkunden. Höhepunkt der Reise war für Reisinger ein Treffen mit Premierminister Ed Stelmach.
Neben Unternehmergesprächen im Rahmen des National-Buyers-and-Sellers-Forums standen für Gerhard Reisinger auch Gespräche mit „Clark-Builders“, einem führenden kanadischen Bauunternehmen, sowie Architekten und Projektbaugesellschaften auf der engen Tagesordnung. Schnell wurde deutlich, dass sich durch die aufstrebende Ölsandindustrie in Alberta beste Marktchancen für bayerische Unternehmen ergeben. „Produkte mit dem Prädikat Made in Germany stehen in Kanada hoch im Kurs und bieten beste Einstiegschancen für innovative Unternehmer“, so Reisinger.
Die Wirtschaft in Alberta erlebt durch die aufstrebende Ölsandindustrie gerade eine regelrechte Goldgräberstimmung. Großinvestitionen in die Infrastruktur und Zuwanderung durch Facharbeiter aus der ganzen Welt machen die Märkte für nahezu alle spezialisierten Produzenten interessant. So plant alleine die Provinz Alberta mehrere milliardenschwere Projekte im Bereich der öffentlichen Gebäude und im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Dabei waren gerade die Spezialprodukte aus Gerhard Reisingers Wallfactory mit Sitz in Reichenbach von besonderem Interesse. Die kanadischen Firmen interessierten sich vor allem für seine innovative Klimadecke „easyclima“, welche ein Energieeinsparpotential von bis zu 18 Prozent verspricht. Zudem waren die schallgeschützten Kabinen „soundprotect room“ sehr gefragt für den möglichen Ausbau von Büros in den Ölsandfeldern von Fort McMurray.
Höhepunkt der Delegationsreise war schließlich ein Treffen mit Albertas Premierminister Ed Stelmach und Ontarios Wirtschaftsministerin Sandra Pupatello im Rahmen eines Empfangs in Edmonton. Wirtschaftsministerin Katja Hessel dankte dabei für die offene Aufnahme ihrer Delegation und unterstrich die engen Verbindungen des Freistaats Bayern zur Provinz Alberta. Gerhard Reisinger machte deutlich, dass er nun angesichts der wachsenden Märkte die Kontakte mit den kanadischen Unternehmen ausbaut und den Einstieg in mehreren Varianten prüfen werde. Möglich sei sowohl eine Kooperation für einen Technologietransfer als auch ein Joint Venture im Rahmen eines größeren Bauprojekts. Reisinger: „Wir erhalten in den nächsten Wochen Ausschreibungen und Pläne der Unternehmen und werden dann zur Entscheidung kommen, wie wir mit unserer Wallfactory in Kanada weiter Geschäfte machen.“


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