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Maria Beyer
Allerorten im Ries sind noch Bruchstücke von Sagen erhalten, die vom vorhandensein des Riessees und seinem Ablauf in die Donauebene verkünden.
Ehe die Stadt Nördlingen erbaut wurde, war der ganze weite Kessel von einem großen Wasser überschwemmt. Mit Einbäumen konnte es gut befahren werden. An den Ufern des Sees hausten nämlich zahlreiche Fischer, die fleißig ihrem Gewerbe nachgingen. Wenn sie mit reicher Beute etwa am...
Unterhalb Harburg, gegen Ebermergen, erhebt sich nicht weit von der Wörnitz ein Felsen steil empor und führt, seiner langen Lage und Gestalt nach, den aufmerksamen Wanderer sogleich die Vermutung, daß hier einst eine Burg gestanden haben möge. Er forscht unter den benachbarten Landleuten und findet wirklich die Sage von einem hier gestandenen Schlosse; ja es heißt der Ort wohl auch gerade "Burgstall" oder "Burgstel". Hinter...
Bei os do hoißt ma d`Wörnitz, Wenz,
en dera schwemma geara Gäns
ond en dr schöana Sommerszeit
do schwemma in dr Wenz o Leit,
dia neba Gäns und neba Enta
Erholung in deam Wasser fenda.
Ond eppas, was no d`Hauptsach isch -
en dr Wenz, do schwemma Fisch...
Schleia, Karpfa, Hecht ond Zander
schwemma denna omanander.
Barma, Doanaheckl, Brachsa,
Aitla, Aal od Nasa wachsa
en dr Wenz ond Tremmer Weller
mit Köpf so groaß...
Am Schalter eines Bahnhofes im Schwäbischen verlangte eine Frau zwei Fahrkarten und noch dazu eine für den halben Fahrpreis für ihren Buben, weil sie einmal in die Regierungshauptstadt fahren wollte. Der Bahnbeamte guckte den Jugen an und meinte: "Für den Buben müssen Sie auch eine volle Karte lösen, der hat ja schon lange Hosen an!" Worauf die Frau sagte: "So, noch dr Hosaläng mueß ma` bei ui d`Fahrkarta koffa, No gebet Se...
Es muß im Dreißigjährigen Krieg gewesen sein. Da hütete ein Schäfer die Herde seines Herrn in den Wörnitzwiesen bei Harburg. Als er wieder einmal vom Nahen eines feindlichen Heere hörte, suchte er mit seinen Schafen in einer Höhle Zuflucht. Steilauf ragt dort eine Felswand, und in halber Höhe tun sich darin dunkle Tore auf, ein größeres und ein kleineres. Viel Platz fand der Schäfer darinnen nicht, und noch weniger gefiel es...
Unterhalb des Schloßberges in Harburg liegt die "Höll"; der Stadtteil soll, schenkt man dem Volksbund Glauben, seinen Namen deshalb erhalten haben, weil der Satan einst hier Wohnung genommen hat. Und das ist so vorgekommen:
Im nahen Kloster Kaysersheim lebte zu Beginn des 13. Jahrhunderts ein frommer Mönch, der gelobt hatte, nie mehr in seinem Leben die Schwelle des Klosters zu überschreiten. Er wollte nur noch Gott...
Im 1. Weltkrieg bekamen die Soldaten von unserem damaligen Bürgermeister unseres Städtchens Harburg, Weihnachtspakete an die Front geschickt. Sie bedankten sich dann mit einer Feldpostkarte.