Johannespassion von Heinrich Schütz mit Kammerchor St. Georg Nördlingen am 13.4. um 18 Uhr in Ebermergen

Wann? 13.04.2014 18:00 Uhr

Wo? St. Peter und Paul Kirche Ebermergen, Kirchgäßle, 86655 Harburg (Schwaben) DE
Kammerchor St. Georg
 
Jakob Kreß, Bass (Foto: privat)
Harburg (Schwaben): St. Peter und Paul Kirche Ebermergen |

Die Johannespassion von Heinrich Schütz steht im Mittelpunkt eines Chorkonzertes zur Passion mit dem Kammerchor St. Georg Nördlingen am Palmsonntag, 13. April um 18 Uhr in der St.-Peter-und-Paul-Kirche Ebermergen. Als Solisten wirken mit: Martin Reuter, Tenor (Evangelist) und Jakob Kreß, Bass (Jesus). Die anderen solistischen Rollen werden von Mitgliedern des Chores übernommen. Die Leitung hat KMD Udo Knauer, der Eintritt ist frei.

Die Passionen von Schütz


„Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heylandes Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannem“, so lautet der vollständige Titel der um 1666 entstandenen Passion. Sie stellt zusammen mit den andern beiden Passionen von Heinrich Schütz den Höhepunkt - und auch vorläufigen Schlusspunkt – der Entwicklung der „responsorialen Passion“ dar. Ihre Wurzel hat diese Kompositionsform in der gesungenen Evangelienlesung, die in Gottesdiensten an hohen Feiertagen besonders kunstvoll ausgestaltet und auf mehrere Personen verteilt war.
Ohne Instrumentale Begleitung komponiert, beschränkt sich die Vertonung allein auf den Bibeltext. Der Evangelist, traditionsgemäß ein Solist in mittlerer Stimmlage, trägt die Hauptlast. Alle anderen handelnden Personen werden von weiteren Solisten, ganze Gruppen (Hohenpriester, Kriegsknechte, Volk u. a.) vom Chor dargestellt. Umrahmt wird der Passionstext lediglich von einer einleitenden Motette und von einer abschließenden Choralmotette zum Passionslied „O hilf, Christe, Gottes Sohn“. Trotz sparsamer Mittel entsteht im Vortrag der Solisten eine ungeheure Dichte und Dramatik, und jede der vielen, oft kurzen Chorsätze sind vollendete Kunstwerke musikalischer Textausdeutung.

Die Mitwirkenden


Der Kammerchor St. Georg, gegründet 1995 von Udo Knauer, dem Kantor der Nördlinger St. Georgskirche, besteht aus rund 30 versierten Sängerinnen und Sängern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, vornehmlich a-cappella Chormusik von der Renaissance bis in die Gegenwart auf hohem Niveau zu musizieren und in jährlich zwei Projekten an die Öffentlichkeit zu treten. Außerdem gestaltet der Chor auch das gottesdienstliche Leben in St. Georg musikalisch mit.

Martin Reuter, der die Partie des Evangelisten übernimmt, erhielt seine musikalische Ausbildung im Windsbacher Knabenchor. Auch neben dem anschließenden Theologiestudium erhielt er noch mehrere Semester lang Gesangsunterrichet. Seit 2008 ist der Pfarrer in Nördlingen. Sein Hobby, das Singen, übt er vornehmlich mit dem Vokalensemble „Vokativ“ aus, mit dem er auch schon öfter im Ries aufgetreten ist.

Der junge Bass-Bariton Jakob Kreß begann 2007 während seiner Schulzeit am Oettinger Gymnasium eine Gesangsausbildung als Gastschüler an der Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl. Während eines 2011 begonnenen Studiums der Mathematik und Physik in Erlangen wurde er von Kammersänger und Sibrand Basa unterrichtet. Seit 2012 studiert er Gesang bei Prof. Dr. Jan Hammar an der Hochschule für Musik Nürnberg. Er ist - neben solistischen und Ensembleprojekten bei Basa - auch bereits in einigen Opernproduktionen der Hochschule und des Staatstheaters Nürnberg solistisch eingebunden.

Und außerdem...


Neben der Johannespassion erklingen weitere Chorwerke zur Passion aus dem 16. und 17. Jahrhundert, sowie die erst vor wenigen Jahren entstandene Komposition „Lamentations“ des 1981 geborenen australischen Komponisten Steven Hodgson, der meditativ und eindringlich zugleich einen Vers aus den Klageliedern Jeremias vertont hat. Außerdem noch die bekannte Motette zu Psalm 22 „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu hören. Den liturgischen Teil übernimmt Pfarrerin Sabine Schneider.
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