Zum 100. Geburtstag der Wienbredeschule in Werne, wurde allen interessierten etwas ganz besonders geboten. Bei der Ausstellung "Schule Anno dazumal" im örtlichen Museum in Zusammenarbeit mit der Schule hat die Klasse 4 eine Schulstunde Anno 1910 nachgestellt.
Es gab viel zu lachen als die Kinder ganz gesittet mit dem Finger auf den Lippen in Zweierreihen ins Klassenzimmer marschierten.
Als nach jeder Antwort, das uns älteren noch bekannte "Fräulein Lehrerin" folgte. Sie kicherten ganz verhalten, als sie ihre Hände zur Sauberkeit Kontrolle vorzeigen mussten.
Die Berta, musste in die Ecke, weil sie mit der Linken Hand geschrieben hat. Und so folgte noch so manche Regel die heute belächelt wird.
Es hat allen viel Spaß gemacht.
Werne gibt sich viel mühe auch den Kindern das Museum nahe zu bringen.
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Tolle Sache !!! Ich kenne ähnliche und auch sehr erfolgreiche Aktionen in unserem Kreismuseum in Peine. Den Schülern macht es immer viel Spaß und sie sind (meistens) froh, dass sie nicht damals zur Schule haben gehen müssen ... ;o))
Das stimmt - aber meiner Meinung steht die Strafe ganz am Ende und wenn dann muss sie angemessen sein und nicht willkürlich wie es früher war.
Der Respekt ist auf der Strecke geblieben und das sind nicht allein die Kinder schuld.
Wie du schon richtig sagst es ist ein weites Thema...
Die gängige "Bestrafung" bei den Lehrern meines Sohnes ist das "Vordietürstellen" - die Kinder (13 -14 Jahre alt) haben es sich inzwischen zum "Sport" gemacht, möglichst zahlreich, möglichst oft und möglichst gleichzeitig rausgeschickt zu werden ... Draussen lernt man scheinbar mehr (für's Leben) ... ;o)
Wir mussten früher auch schon mal raus, aber dann keine halben Sachen: Einzeln und direkt an der Tür stehen bleiben und die Klinke runter drücken ... hat ´sich keiner drum gerissen ;o)
Glücklicherweise waren Rohrstock und Lineal bei meinen Lehrern nicht mehr in Gebrauch ... hätte sicher mehrfach kosten dürfen ... ;o)
Wenn das "Fräulein Lehrerin" geheiratet hat , musste sie aus dem Schuldienst ausscheiden, da sie dann ja einen Mann hatte der sie versorgen konnte.
Bis zum 1. Weltkrieg hatter die Kirche die Aufsicht über die Schulen, deshalb musste der Herr Hauptlehrer am Sonntag die Orgel spielen. Daher las ich bei einem Lehrer auf dem Grabstein: "Er schlug die Orgel und die Kinder".
Es gab in Bayern sehr lange katholische Bekenntnisschulen.
Ludwig Josef Eglinger
Eine wunderbare Idee den Kindern ein Museum nahe zu bringen.
Danke für die Fotos.
"Schule - anno dazumal" - insgesamt ein tolles Thema, viele interessante Details müssten festgehalten werden und würden ganze Bücher füllen.
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