Sieg bei der Europameisterschaft in Polen: David Zentarra der neue König von Europa

David Zentarra bejubelt die EM-Krone
Vor gerade einmal acht Wochen war David Zentarra kaum mehr als ein Häufchen Elend, als ihn die Diagnose eines Fußbruchs ereilte. Die Teilnahme an der Europameisterschaft schien in weite Ferne gerückt. Jetzt ist der 23-jährige Hagener der neue Federfußball-König von Europa. Nachdem er in den vorangegangenen beiden Turniertagen sowohl im Doppel mit Sven Walter vom TV Lipperode als auch im Mixed-Doppel zusammen mit seiner Vereinskameradin Sarah Walter vom FFC Hagen jeweils EM-Silber holte, setzte er sich zum Abschluss der Europameisterschaften in der polnischen Kleinstadt Pustków-Osiedle die kontinentale Krone im Einzel auf. In einem begeisternden Endspiel entzauberte er dabei den Topfavoriten und Abonnement-Europameister Gabor Toth aus Ungarn mit 21:15, 21:17.
Trotz der enormen Belastung an den vorangegangenen beiden Tagen mit jeweils fünf Spielen, ließ David Zentarra gleich in der ersten Partie gegen den Polen Ciukut beim 21:3, 21:2 keinen Zweifel daran, dass er bei der Titelvergabe ein ganz gewichtiges Wörtchen mitreden wollte. Im zweiten Spiel hielt er den Slowaken Sebastian Költö 21:15, 21:14 auf Distanz, um sich dann durch einen 21:12, 21:16 über den Italiener Frederico Vegni die Halbfinalteilnahme zu sichern. In der Runde der letzten vier warf der zweimalige WM-Dritte dann den finnischen Routinier Pekka Marjameki mit 21:5, 21:13 aus dem Rennen, so dass es zum erwarteten Traumfinale mit Serien-Europameister Gabor Toth kam.
Der Ungarn war seit zehn Jahren in Europa ungeschlagen geblieben – nur zweimal verließ er gegen einen Europäer als Verlierer das Parkett. Und zwar bei den letzten beiden Weltmeisterschaften in China und Vietnam, wo er jeweils im Spiel um Platz 3 an David Zentarra scheiterte. Entsprechend optimistisch hatte Letzterer vor der EM proklamiert, Toth auch endlich mal auf europäischen Boden schlagen zu wollen.
Und dass hier keineswegs der Wunsch der Vater des Gedanken war, zeigte schon der Blitzstart, den der Hagener im ersten Satz des EM-Finales hinlegte. Mit 9:2 lag er zur Mitte des Satzes vorn und hatte damit den Widerstand des Magyaren gebrochen. Mit 21:15 waren hier die Fronten klar abgesteckt.
Im Zweiten Durchgang spielte Zentarra abermals wie entfesselt auf und ging 11:3 in Führung, ehe Toth noch einmal zurückschlug. Beim Stande von 11:13 schien es, als ob Toth die Partie noch drehen konnte, doch nach einer Auszeit fand David Zentarra zurück in die Spur und sicherte sich mit 21:17 auch den zweiten Satz und damit den ersten Europameister-Titel für Deutschland überhaupt im Einzel.
Weniger Glück hatte Sarah Walter. Die deutsche Einzelmeisterin siegte in der Vorrunde zunächst 21:9, 21:14 gegen die Polin Sylvia Miozga. Im zweiten Spiel landete sie beim 21:10, 9:21, 21:18 einen Überraschungscoup gegen die favorisierte Hungarian Open Siegerin Viktoria Bagos aus der Slowakei. Durch einen 21:7, 21:13 Sieg über die Italienerin Mattioli zog Sarah Walter schließlich als Gruppensiegerin souverän in das Halbfinale ein. Hier behielt die Ungarin Alexandra Mile mit 21:15, 21:16 die Oberhand. Als Trost blieb der Hagenerin ein 21:13, 21:15 Erfolg im Spiel um Platz 3 gegen die Polin Lydka Kadzielowa . Damit sicherte sich Sarah Walter die Bronzemedaille und zugleich ihr zweites Edelmetall nach der Silbermedaille im Mixed-Doppel.
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