Stroganoff & Suzette - Die bekanntesten Namen auf unseren Speisekarten

Crepe Suzette! (Foto: http://www.shutterstock.com/gallery-931402p1.html)

So manch ein berühmtes Gericht auf unseren Speisekarten trägt auch einen berühmten Namen oder zumindest einen Namen, hinter dem eine bestimmte Persönlichkeit stecken muss. Wie es beispielsweise bei dem Carpaccio oder der Birne Helene der Fall ist.

Bekannt sind über 500 Speisen mit klingenden Namen großer Persönlichkeiten oder bekannter Charaktere aus Kunst und Kultur. Gründe dafür gibt es viele: Manche Köche wollte einfach eine Geliebte ehren, manchmal wurde ein Gericht auch hinsichtlich eines besonderen Merkmals, einer Vorliebe oder auch einfach der Ehre halber so benannt. Zweifelsohne ist es aber ein Brauch, der bereits viele Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende zurückreicht und noch heute auf vielen Speisekarten zu finden ist.

Namhafte Gerichte

Hier einige der bekanntesten Gerichtet mit einem besonderen Namen:

Boeuf Stroganoff

Das Gericht aus Rinderfiletstreifen ist der berühmten und einflussreichen russischen Familie Stroganoff gewidmet.

Caesar Salad

Cesare Cardini, ein Italoamerikaner, erfand das Gericht in seinem Restaurant in Tijuana, an der mexikanischen Grenze.

Carpaccio

Rohes Rindfleisch, hauchdünn aufgeschnitten und mit Dressing verfeinert – ein Genuss, genauso wie die Malereien von Vittore Carpaccio.

Crêpe Suzette

Diese flambierten Crêpes mit Orangen-Cointreau-Sauce waren lange Zeit ein Highlight auf jeder Speisekarte und verdanken ihren Namen einer geheimnisvollen Suzette.

Filet Wellington

Bekannt und beliebt ist das Rinderfilet im Blätterteigmantel seit langem. Benannt wurde es nach Arthur Wellesley, jenem Herzog von Wellington, der Napoleon besiegte.

Pfirsich Melba

Das köstliche Dessert widmete Kochkünstler Escoffiers der Opernsängerin Nellie Melba.


Sachertorte

Die weltberühmte Schokoladentorte wurde von Franz Sacher einst erfunden und kann heute noch beim „Sacher“ original verkostet werden.

Waldorfsalat

Dieser Salat aus Sellerie, Äpfeln und Walnüssen wurde 1893 bei der Eröffnung des New Yorker Waldorf Hotels erstmals serviert.

Birne Helene

Dieses französische Dessert erhielt seinen Namen als Referenz an Offenbachs Operette „Die schöne Helene”. Zum Glück wurde damit nicht eine reale Dame geehrt, wäre vielleicht der Vergleich mit einer Birne doch nicht ganz charmant gewesen.


Wie man sieht: Viele dieser Gerichte finden sich nach wie vor auf unseren Speisekarten, erfreuen unsere Gaumen mit Genuss und bringen uns zum Schmunzeln, besonders jetzt, wo wir nun den ein oder anderen Hintergrund der Speisen kennen.

Und apropos Speisekarten: Die sind spätestens seit der französischen Revolution – als die ehemaligen Köche vom Hofe ihre eigenen Restaurants eröffneten – nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie sind das Aushängeschild eines jeden Gastronomiebetriebes, damals wie heute. Schön gestaltet und mit spannenden Gerichten und Texten versehen, werden sie zur Visitenkarte und sogar zur kurzweiligen Lektüre – ihr Wert als Marketingmittel sollte also nicht unterschätzt werden.

Je besser die Speisekarte zu einem Betrieb passt, desto wohlwollender wird sie von den Gästen aufgenommen. Verschiedene Hersteller wie z.B. Uhl (www.uhl-menu.com) bieten eine Fülle an Materialien und Formaten als Basis an, aus denen individuelle Speisekarten gefertigt werden können.
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