Landeswettkampf des THW in Bremen und Niedersachsen

  Bergen. Eine Gasexplosion bildete am vergangenen Samstag die Grundlage für den Landeswettkampf des THW in Bremen und Niedersachsen auf dem Nato-Truppenübungsgelände in Bergen. Dabei traten insgesamt 150 Einsatzkräfte der Bergungs- und Fachgruppen von acht THW-Ortsverbänden gegeneinander an. Bei der Siegerehrung kürte der THW-Landesbeauftragte Ralph Dunger die Mannschaft des THW-Ortsverbandes Quakenbrück zum Sieger.

Die Explosion eines Flüssiggastanks nach einem Lkw-Unfall bildete das Szenario für den Wettkampf auf dem größten Truppenübungsgelände in Europa. Dabei wurden Häuser beschädigt, Trümmer lagen herum und Menschen mussten gerettet werden. Außerdem wurde die Infrastruktur stark beschädigt, Straßen und Brücken waren versperrt. Neben dem Retten von Personen aus den Häusern und der Instandsetzung der Infrastruktur mussten die Wettkampfmannschaften zunächst anhand von Koordinaten zum Übungsgelände finden. Dort waren bereits die Feuerwehr und die Rettungsorganisationen vor Ort und hatten für die Bewältigung der Übungslage Unterstützung durch das THW angefordert.

Neben dem Präsidenten vom niedersächsischen Landesfeuerwehrverband Hans Graulich und dem Leitenden Branddirektor aus Bremen, Karl-Heinz Knorr, verfolgten auch der niedersächsische Branddirektor Ulf Günter sowie Vertreter vom niedersächsischen und bremischen Landeskommando, vom Deutschen Roten Kreuz Landesverband Bremen, von der Bundespolizeiinspektion Hannover und aus den Landkreisen Verden, Stade und Soltau-Fallingbostel den Wettkampf. „Dies ist der erste Wettkampf seit rund 20 Jahren“, begrüßte der Landesbeauftragte Ralph Dunger die geladenen Gäste. „Vor der Umstrukturierung des THW 1995 gab es Wettkämpfe für die Bergungszüge, die Instandsetzungszüge oder die Fernmeldezüge. Heute messen sowohl die Bergungsgruppen als auch die dazugehörigen Fachgruppen ihre Kräfte, um für ihren Ortsverband den Sieg zu holen.“

In zwei Durchgängen traten jeweils vier Mannschaften gegeneinander an und arbeiteten die Aufgaben ab. Die Bergungsgruppen erhielten dabei identische Aufgaben, während die anwesenden Fachgruppen Anforderungen aus ihren jeweiligen Bereichen bewältigen mussten. Bei einem Geschicklichkeitswettkampf konnten weitere Punkte für das Endergebnis erreicht werden. Dabei musste unter anderem ein Zelt in einem bestimmten Zeitraum aufgebaut und ein Geschicklichkeitstest mit dem Einsatzfahrzeug bestanden werden.

Während der Siegerehrung bedankte sich der Landesbeauftragte Dunger insbesondere bei den Mitgliedern der Fachgruppen Infrastruktur, Elektroversorgung und Logistik Verpflegung, denn „diese haben über ihre Wettkampfaufgaben hinaus die Arbeiten weiter geführt und damit die besondere Motivation der Teilnehmer unter Beweis gestellt.“ Zudem hatte Pyrotechnik der Fachgruppe Sprengen und die realistischen Unfall- und Notfalldarsteller (RUND) vom Deutschen Roten Kreuz für eine wirklichkeitsgetreue Schadensdarstellung gesorgt.

Platzierung der Mannschaften:

1.Quakenbrück mit der Fachgruppe Räumen
2.Hildesheim mit der Fachgruppe Wassergefahren
3.Bremen-Süd mit der Fachgruppe Wassergefahren
4.Aurich mit dem Logistiktrupp Verpflegung
5.Goslar mit der Fachgruppe Infrastruktur
6.Verden mit der Fachgruppe Elektroversorgung
7.Burgdorf mit der Fachgruppe Räumen
8.Kutenholz mit dem Logistiktrupp Materialerhaltung

Text DOKU Team THW
Fotos Pierre Graser
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