28. Klosterhoffest lockt die Massen nach Thierhaupten

An zehn Stationen wurden an Schwenkgrills leckere Steacks zubereitet.
 
An zehn Stationen wurden an Schwenkgrills leckere Steacks zubereitet.

Kunterbuntes Klosterhoffest lockt unter weiß-blauen Himmel die Massen an

Von Claus Braun

Thierhaupten. Großen Zuspruch erntete am 10. Juli 2011 die 28. Auflage des Klosterhoffestes in Thierhaupten. Neben zahlreichen Kunsthandwerkern und Künstlern lockten auch die herzhaften und süßen Köstlichkeiten des veranstaltenden Obst- und Gartenbauvereins viele tausende Besucher in die ehrwürdige Klosteranlage.
Schon kurz nach Eröffnung des traditionsreichen Festes im Innenhof und in den Räumen des ehemaligen Benediktinerklosters strömten die Besuchermaßen aus Nah und Fern. Rund 70 Kunsthandwerker, Künstler und Gärtnereien waren der Einladung des ausrichtenden Obst- und Gartenbauvereins um Vorstand Adolf Bruckbauer gefolgt und bevölkerten mit ihrem buntgemischten und farbenfrohen Angebot die Ausstellungsflächen. Es war auch gestern wieder beeindruckend, wie viele Menschen es gibt, die mit ihren Fertigkeiten und Ideen die Besucher begeisterten. Eine der Besucherinnen war auch Claudia Drachsler aus Thierhaupten, die sich von den kunterbunten Gießkannen von Marianne Franz aus Kühlenthal angetan zeigte. Neben Malen auf Seide wendet Marianne Franz die sogenannte Serviettentechnik auf handelsüblichen grünen Plastikgießkannen an und macht aus nützlichen „Gartenwerkzeug“ schmucke Kunstwerke. Aus dem breiten Angebot entschied sich Claudia Drachsler für das Exemplar mit den bunten Schmetterlingen: „Damit überrasche ich meine 87jährige Mutter“, zog die glücklich wirkende Einkäuferin von dannen.
Ständig umringt von interessierten Blicken war auch Peter Wagner aus Todtenweis, der mit selbst gezimmerten Wildbienenhäusern eine Oase für die Natur bietet. „Meine Wildbienenbehausungen bieten Unterschlupf für blütenbestäubende Wildbienen, blattlausfressenden Insekten, Ohrenzwickern, Marienkäfer, Schmetterlinge, Vögel und gar Fledermäuse“, war Peter Wagner ganztags damit beschäftigt, Aufklärung zu betreiben. Selbstverständlich ist beim Künstler aus dem benachbarten Aichacher Landkreis, dass seine Häuschen aus natürlichen Materialien hergestellt sind und jedes als Unikat im Garten als Blickfang dient.
Voll im „Öko-Trend“ liegt Alice Stempfle aus Friedberg mit ihren handgemachten Naturseifen. Sie verwendet nur pflanzliche Öle und verzichtet gänzlich auf tierische Fette. Die Seifen, die in allen Geschmacks- und Geruchsvariationen – zum Beispiel Kaffee oder Schokolade – zu finden waren werden zudem aus Rücksicht auf den tropischen Regenwald auch ohne Palmöl produziert.
Kulinarisches für den Gaumen hatte Christine Spengler aus Balzhausen mit in den Klosterinnenhof gebracht. „Alles was man aus Früchten machen kann“, lautet ihr Motto. Die sympathische Frau ließ die neugierigen Besucher selbstverständlich von ihren Konfitüren, Marmeladen und Gelles probieren, ebenso von verschiedenen Senfarten oder Balsamico-Essigsorten, die allesamt mit feinen Früchten angereichert waren. Nach dem Geschmackstest war die Kaufentscheidung bei Vielen gleich getroffen.
Bekannt ist das Klosterhoffest in Thierhaupten auch dadurch, dass man den Künstlern bei der Arbeit über die Schultern schauen kann. So gab Korbflechter Lorenz Lindermair aus Pessenburgheim bei Holzheim (Neuburg) wertvolle Tipps, Norbert Reiter aus Baar klopfte heiße Stahlklingen um daraus scharfe Messer zu fertigen oder Armin Müller aus Ellgau zeigte seine Fertigkeiten der Kerbschnitzerei.
Wer sich vom breiten Angebot für Haus- und Garten, Bildern, Figuren und schönen Schmuckstücken für die Frauen satt gesehen hatte, der nahm gerne unter den schattenspenden Großbäumen im Klosterinnenhof Platz. Unter den Klängen von Blasmusik schmeckte der herzhafte delikate Schwenkbraten, der an insgesamt zehn Schwenkgrills zubereitet wurde, oder ein Stück Kuchen oder Torte aus dem rund 200 Stück umfassenden Buffet besonders lecker und lies den Besuch in Thierhaupten unter weiß-blauen Himmel zu einem schönen Tag des vergangenen Wochenendes werden.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 02.01.2012
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