Hilfe für Ulrike und andere!

Wann? 30.10.2013 16:00 Uhr bis 30.10.2013 21:00 Uhr

Wo? Dorfgemeinschaftshaus, Hauptstraße 67, 56370 Allendorf DE
Die Typisierungsaktion findet zusammen mit derm DRK statt.
 
Schon ein Fingerhut voll Blut genügt, um sich typisieren zulassen.
Allendorf: Dorfgemeinschaftshaus |

Leukämie - 11 000 Mal pro Jahr wird allein in Deutschland diese Diagnose gestellt. Mal ist es ein berühmter Fußballer, mal der Sohn eines Vereinskameraden, mal der Bekannte eines Freundes. Dieses Mal bekam die 48-Jährige Ulrike aus dem Einrich diese Diagnose, die ihr Leben und das ihrer Familie komplett auf den Kopf gestellt hat. Denn Ulrike braucht eine Stammzelltransplantation. Ihre einzige Chance auf Heilung ist die Stammzellspende eines Menschen, der die gleichen Gewebemerkmale hat wie sie. Deshalb planen das DRK und die Stefan-Morsch-Stiftung nun gemeinsam eine Typisierungsaktion am Mittwoch, 30. Oktober, 16 bis 21 Uhr, in Allendorf.

Es ist erst wenige Tage her, dass Ulrike wegen einer Kleinigkeit zum Arzt ging. Routinemäßig wurde auch ihr Blut untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Ulrike an Blutkrebs leidet. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, kann nur noch eine Stammzelltransplantation helfen. Durch sie wird dem Patienten ein neues blutbildendes System übertragen. Die Chancen für einen an Leukämie erkrankten Patienten, innerhalb der eigenen Familie einen passenden Spender zu finden, sind aber recht gering: „Nur bei etwa 30 Prozent der Erkrankten erweist sich ein naher Verwandter als geeigneter Spender“, erklärt Andrea Djifroudi, Sprecherin der Stefan-Morsch-Stiftung. Deshalb wird dann - manchmal weltweit - nach einem genetischen Zwilling gefahndet. In den Knochenmark-und Stammzellspenderdateien wie der Stefan-Morsch-Stiftung sind zwar fast 20 Millionen Menschen registriert und trotzdem ist es immer noch ein Glücksfall, wenn sich für einen Patienten ein passender Spender findet. Je mehr Menschen als Spender registriert sind, desto größer die Chancen, dass ein passender Spender gefunden werden kann.

„Wir wollen mit diesem Aufruf nicht nur Ulrike helfen. Es geht darum, dass viele Menschen eine Chance im Kampf gegen den Blutkrebs bekommen“, so Alexander Schmidt, Kreisbereitschaftsleiter des DRK. Deshalb arbeiten bei diesem Hilfsaufruf das DRK und die Stefan-Morsch-Stiftung Hand in Hand. Die Typisierung findet im Rahmen einer Blutspendeaktion statt: Denn nicht nur eine Stammzell- bzw. Knochenmarkspende kann Leben retten. Auch Blutspender helfen Krebspatienten, etwa die schwierige Zeit vor und nach einer Transplantation zu überleben. Emil Morsch, Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, erklärt: „Viele Leukämiepatienten bekommen nach einer Stammzelltransplantation noch Blutprodukte zur Unterstützung der Therapie. Aber schon vorher sind Blutkonserven nötig –um die Wartezeit zu überbrücken, bis ein Lebensrettender Stammzellspender gefunden wird.“
Die Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld hat 1986 als erste Spenderdatei Deutschlands begonnen, eine Datei aufzubauen, in der sich Stammzellspender registrieren lassen können. Die gemeinnützige Stiftung bietet die Typisierungen für die jungen Spender kostenlos an. Denn die wichtigste Zielgruppe sind junge Menschen, die sich vielleicht noch im Studium oder in der Ausbildung befinden. Menschen, die sich ihr Leben, ihre Familie noch aufbauen wollen und trotzdem bereit sind, sich für einen wildfremden Menschen zu engagieren. Nichtsdestotrotz entstehen der Stiftung bei der Analyse der Gewebeproben Kosten von mehr als 50 Euro pro Spender. Die Krankenkassen beteiligen sich daran nicht. So trägt die Stefan-Morsch-Stiftung die komplette Finanzierung für die Registrierung der Spender eines solchen Aufrufs. Wer sich also aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht als Stammzellspender registrieren lassen kann oder kein Blut spenden möchte, hat die Möglichkeit, durch eine Geldspende die Typisierung eines geeigneten Spenders zu finanzieren und somit diese Last von den Schultern der Stiftung zu nehmen.
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