OHGV-Holzhausen wandert zum achten Mal auf dem Rheinsteig

  Die Busabfahrt um 7:00 Uhr, ein sicheres Zeichen, dass die nächste Etappe des Rheinsteiges auf dem Jahreswanderplan der Holzhäuser Wanderfreundinnen und Wanderfreunde im OHGV stand. Und wie immer in den letzten Jahren hatten wieder Judith und Frank Dittel sowie Sabine und Ralph Venohr die Vorbereitung und Führung übernommen. Da auch der Wettergott mitspielte, stand der 22 Kilometer langen Wanderung nach der Anreise nach Koblenz, die 7. Etappe endete dort, nichts mehr im Wege. Nach dem Ausschütteln der Beine, die Anreise wird ja nun von Etappe zu Etappe immer länger, begann unsere 8. Etappe oben an der
Festung Ehrenbreitstein. Diese gewaltige Festungsanlage, um das Jahr 1000 entstanden, ist heute die größte erhaltene in Europa und galt über viele Jahrhunderte als uneinnehmbar. Im Jahr 1799 hungerten aber die Franzosen die Verteidiger aus, nahmen die Festung ein und sprengten sie 1801. Mit großem Aufwand bauten die Preußen aber die Festung als Teil der Feste Koblenz wieder auf. Unser erstes Ziel war der neue Aussichtspunkt, der 2011 anlässlich der Bundesgartenschau hoch über dem Plateau vor der Festung errichtet wurde. Er ist sicher einer der markantesten Standorte am Rhein, kann man doch neben dem Rheintal auch in das Moseltal blicken und hat auf Koblenz mit dem Deutschen Eck einen attraktiven Postkartenblick, der aber für uns an diesem Tag noch durch den Frühnebel etwas getrübt war. Von hier erreichten wir den Wanderweg und über die Niederberger Höhe ging es abwärts nach Urbar. Gleich dahinter kamen wir in das Mallendarer Bachtal und danach stiegen alle bergan bis zum Freibad. Danach folgte der Abstieg im urigen Wambachtal bis zu einem Kloster in Vallendar, einem Kneipp- und Luftkurort. Links neben dem Kloster am Hang entlang gelangten wir zum Rathausplatz, auf dem viele schöne Fachwerkhäuser mit Schnitzereien und vor allem die "Traube", das wohl älteste Haus Vallendars zu bewundern waren. Gut, dass hier eine Rast geplant war, so konnten wir uns aus dem Rucksack stärken und erholen, die Häuser bestaunen und auch unser Gruppenfoto entstand hier.
Gleich zu Beginn der etwas längeren Reststrecke musste erst wieder kräftig an Höhe gewonnen werden, ehe das Restaurant "Wüstenhof" (bekannt geworden durch das Gedicht "Heideröslein, das Goethe hier oben schrieb) erreicht wurde. Für uns gab es hier im Biergarten bei schönstem Sonnenschein eine Zusatzrast. Weiter führte der Steig abwärts vorbei an der Schnatzenmühle und danach hoch über den Galgenberg und wieder über Serpentinen steil hinab ins Großbachtal
nahe Bendorf. Von dort liefen wir ins Wenigerbachtal und später zum Römerturm auf dem Pulverberg. Über eine weitere Serpentine stiegen wir anschließend ins Brexbachtal hinunter und hinter einem Viadukt erklommen wir über eine weitere Serpentine die Osterhöhe. Noch schnell den Burgberg umrundet und schon kamen wir hinunter zur Burg Sayn. Hier waren wir schon fast am Ende der Tour und deshalb ging es ohne großes Verweilen am Sayner Schloss vorbei hinein in das Städtchen, wo für die erschöpften Wanderer im Restaurant "Lindenhof" Plätze reserviert waren und sich alle nach diesen großen Anstrengungen (insgesamt 779 Höhenmeter Anstieg und dazu noch 806 Höhenmeter Abstieg) erholen und stärken konnten. Was Wunder, dass die Heimfahrt recht ruhig verlief, aber natürlich nicht ohne die Dankesworte durch Reiner Debus an Dittels und Venohrs für die
gelungene Wanderung. Einziger Wermutstropfen für diesen Tag war die Beteiligung von nur 32 Teilnehmern, denn der eingesetzte Bus war nur zur Hälfte besetzt.
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