OHGV-Holzhausen wandert auf der Zweiburgen-Extratour

  Mitte Oktober und bei nebligem, diesigem Wetter waren die Wanderfreundinnen
und Wanderfreunde Holzhausen im OHGV wieder auf der Strecke. Dieses Mal wurde mit der Zweiburgen Extratour schon eine der letzten dieser Extras des Lahn-Dill-Bergland-Pfades unter die Füße genommen.
Wanderführer Wolfgang Bösser, für die Vorbereitung und Führung verantwortlich, hatte sich für den Start am Wanderportal in Großaltenstädten entschieden und so erfolgte die Anreise zum Parkplatz am dortigen Freibad. Ein kurzer Blick auf die Informationstafel, die an jedem Wanderportal auf die Wanderroute und auch Sehenswürdigkeiten hinweist, und der Marsch in Richtung Hohensolms konnte beginnen. Nach kurzer Zeit und stetig ansteigend erreichten wir dann die Evangelische Jugendburg Hohensolms in 440m ü.NN oberhalb des Örtchen Hohensolms, einem der sechs Ortsteile von Hohenahr. Dieses imposante Bauwerk, heute auch Neu-Hohensolms genannt, wurde auf dem sogenannten
Ramsberg um 1350 von den Grafen von Solms erbaut. In den Jahren 1356 und 1363 durch die damalige Reichsstadt Wetzlar teilweise zerstört, wurde sie stets wieder aufgebaut, ehe dann im 16. Jahrhundert ein größerer Ausbau erfolgte und der größte Teil der heutigen Burg entstand. Eine kurze Pause und dann erreichten wir über eine eindrucksvolle Lindenallee das zweite Wanderportal der Tour und viele Wanderer beginnen hier die Rundtour. Nach kurzer Rast ging es abwärts dem nächsten Ziel entgegen. Es folgte noch ein Aufstieg und der Altenberg wurde erreicht. Hier beginnt eigentlich die Historie dieser Gegend, denn hier befand sich früher ebenfalls eine Burg. Um 1323 erstmals erwähnt stand hier in 442 m ü. NN. die Burg Alt-Hohensolms, von der die Grafen von Solms den Handelsverkehr, mehrere Fernhandelswege verliefen unterhalb der Burg, kontrollierten. Da es aber ab und zu auch zu Überfällen auf die Kaufleute durch Solmser Burgmannen kam, gab es oft handfeste Auseinandersetzungen mit der Stadt Wetzlar, in dessen Folge
die Burg zerstört wurde. Da Kaiser Karl IV den Wiederaufbau hier oben verbot, bauten die Solmser zwei Kilometer entfernt die bereits erwähnte und von uns schon besuchte Burg auf dem Ramsberg. Im 19.Jahrhundert ist dann aus den Reststeinen ein großer Aussichtsturm errichtet worden. Und dieser lud uns zur ausgiebigen Mittagsrast ein. Nach der Stärkung aus dem Rucksack bestiegen fast alle den Turm, aber der Nebel rundum verhinderte das Aha-Erlebnis für uns. So gab es also keinen Rundblick und nichts zu sehen. Später ging es auf der Reststrecke auf und ab, vorbei an einigen Windrädern und nach einem weiten Ausblick auf das Wandergebiet, inzwischen hatte nämlich die Sonne den Nebel besiegt, gelangten wir durch ein kleines Bachtal auf die Großaltenstädter Heide.
Von hier wanderten wir über freies Gelände bis kurz vor unser Ziel. An einer Sitzgruppe rasteten wir kurz und fanden einen guten Platz für unser Gruppenfoto mit der Burg Neu-Hohensolms im Hintergrund. Nun ging's weiter noch an Lohmühle vorbei und oberhalb der Pfeffermühle am Hang wieder zum Parkplatz am Freibad. Einige Schritte in den Ort und die Einkehr war erreicht. Kaffee und Kuchen waren der Lohn für die 17 fleißigen Wanderer. Damit endete eine zwar kurze (12 Kilometer), aber sehr schöne Wanderung, für die sich auf der Rückfahrt Reiner Debus im Namen aller beim Verantwortlichen des Tages, Wolfgang Bösser, mit herzlichen Worten bedankte.
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