Holzhäuser Wanderer auf dem Kellerwaldsteig unterwegs

  So ganz neu war der weithin bekannte Kellerwaldsteig für die Holzhäuser Wanderfreundinnen und Wanderfreunde im OHGV nicht, denn die bisher bewältigten drei Etappen des Urwaldsteiges im Nationalpark am Edersee gehören ja auch zu diesem 156 Kilometer langen, 2004 vom Deutschen Wanderverband mit einem Qualitätssiegel ausgezeichneten, Rundweg. Ein Rundwanderweg, der den fast 400 Quadratkilometer großen Naturpark Kellerwald "umrundet" und vor allem durch den großen Buchenwaldbestand immer zu einem erholsamen Wandererlebnis wird.
Für die Mai-Wanderung hatte Wanderführerin Ursula Bösser für uns die Etappe
vom Heilbad Bad Zwesten nach Densberg ausgesucht und vorbereitet. Und immerhin 25 Mutige hatten sich "Unter der Linde" eingefunden, um die doch etwas schwere Tagestour (ca. 19 Kilometer und viele Höhenmeter) unter die Füße zu nehmen. Nach der Busanreise gab es ein paar Hinweise
zur Entwicklung des Heilbades und dann erfolgte der Start am Ortsausgang auf der mit einem roten "K" sehr gut ausgeschilderten Strecke in Richtung Ruine Löwenstein. Erst flach aber dann doch aufsteigend erreichten wir durch das Wiesental die teilweise rekonstruierte Burgruine (341 m ü.NN) aus dem 13. Jahrhundert. Während der ersten Rast unterhalb des Turmes ließen es
sich einige nicht nehmen, den steinernen Turm zu besteigen um die Aussicht zu genießen. Etwas erholt und gestärkt ging es abwärts durch das Örtchen Schiffelborn, danach umrundeten wir den Teich an der Freizeitanlage Oberurff.
Anschließend begann ein ewig langer Anstieg über mehrere Kilometer (und das auch noch bei Regen) dem Höhepunkt der Tour (sogar im doppelten Sinne) entgegen, dem höchsten Berg des Kellerwaldes, dem Wüstegarten (675 m ü.NN) mit seinem weithin sichtbaren Kellerwaldturm. Als wir dann endlich auf dem "Keller", wie der Berg im Volksmund auch genannt wird, anlangten, konnten alle wenigstens im Freien ausgiebig rasten und es war auch Zeit, den 25 Meter hohen Turm mit seinen 123 Stufen zu erklimmen. Leider ließ das Wetter keine großen Ausblicke zu, aber dafür konnte man bei dem heftigen Wind auf der Plattform wenigstens das leichte Schwanken des Holzturmes wahrnehmen. Der Turm darf nur von 15 Personen gleichzeitig betreten werden, hat im "Erdgeschoss" eine kleine Schutzhütte und wurde 2004 für die Besucher wieder geöffnet, danach 2009 kurzfristig gesperrt aber 2010 doch wieder freigegeben. Bei guter Sicht soll allerdings eine Rundum-Aussicht sein, die den Blick nördlich auf den Habichtswald und den Herkules auf dem Karlsberg, südlich den Hohen Meißner und sogar den Brocken sowie die Rhön und den Vogelsberg und südwestlich sogar den Großen Feldberg im Taunus und noch weiter westlich den Westerwald, das Rothaargebirge und das Hoch-Sauerland gestattet. Nach der großen Pause wurde es aber Zeit, die restlichen Kilometer zu bewältigen. Nun nur noch abwärts, vorbei an einer Felsenformation mit dem wichtigsten Felsen, der Mausefalle, und unterhalb des Exhelmerstein (hier entstand unser Gruppenfoto) entlang gelangten wir ans Ziel in Densberg, aber nicht ohne vorher doch noch eine leichte Dusche mitzunehmen. Hier wartete schon der Wirt des Landgasthofs Kellerwald auf seine hungrigen und durstigen Gäste. Während der Ruhepause gab es dann auch schon die zur Tradition gewordenen Dankesworte an die Wanderführerin Ursula Bösser (und auch an Wolfgang), diesmal von Waldemar Debus. Auf der Heimfahrt haben einige sogar ein kleines "Nickerchen" gemacht, um die schweren 19 Kilometer zu verdauen….
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