Heimischer Autor widmet sich altem Götterkult – Thomas Backus auf den Spuren der Großen Alten
Sie kamen vor unendlichen Zeiten von den Sternen, um über die Erde zu herrschen. Die Großen Alten. Sie wurden gestürzt von den Älteren Göttern, die ihrem frevlerischen Tun Einhalt gebieten wollten, aber sie waren so mächtig, dass sie nicht endgültig von der Erde gefegt werden konnten. Nun liegen sie schlafend unter dem Meer und warten auf ihre Erweckung. Denn sie wollen wieder herrschen...
Der Mythos der Großen Alten, auch genannt der Cthulhu-Mythos, ist das literarische Erbe von Howard Phillipps Lovecraft, einem Träumer aus Providence, New England. Er veröffentlichte in den 30er Jahren vor allen Dingen Kurzgeschichten in sogenannten Pulp-Magazinen wie Weird Tales und gilt heute als einer der einflussreichsten Horrorautoren neben Edgar Allan Poe.
Schon zu seinen Lebzeiten ermutigte Lovecrafts Autoren wie Robert Bloch (der die Romanvorlage von Hitchcocks „Psycho“ schrieb), Robert E. Howard (dem Erfinder von „Conan“) Ramsey Campbell, Brian Lumley und viele andere, mit ihren Geschichten diesen Mythos zu bereichern.
Auch der Schönstädter Autor Thomas Backus folgte „Cthulhus Ruf“.
Bereits 2009 brachte der Verlag Torsten Low in Zusammenarbeit mit den Geschichtenweber (einer Autorengruppe, der auch Thomas Backus angehört) eine Storysammlung „Auf den Spuren H. P. Lovecrafts“ heraus. Sie trug den Titel „Metamorphosen“, da sich alle Geschichten mit einer unheimlichen Verwandlung befassten.
Thomas Backus steuerte zu dem Buch seine Geschichte „Die versunkene Stadt“ bei, in der sich ein Archäologie Professor und sein Assistent auf die Suche nach Atlantis begeben – und dabei den Hinweisen in den Geschichten eines gewissen Lovecrafts nach der versunken Stadt R’lyeh folgen. Sie vermuten, dass der sich auf Aufzeichnungen bezieht, die mittlerweile verschollen sind ... dabei hätten sie aber bedenken sollten, dass in dieser versunkenen Stadt der finstere Gott Cthulhu schlafend auf seine Erweckung wartet.
„Die versunkene Stadt“ enthält etliche Anspielungen auf Lovecrafts Geschichten. Unter anderem auf„Cthulhus Ruf“, „Dagon“ und nicht zuletzt „Schatten über Insmmouth“.
„Metamorphosen“ erzielte den 4. Platz beim Vincent Preis und beim Phantastik Preis (DPP) sogar den 2. Platz in der Rubrik Beste Anthologie / Beste Storysammlung.
So war es recht schnell klar, dass es eine Fortsetzung eben sollte. Und so wandelten die Geschichtenweber wieder „Auf den Spuren H. P. Lovecrafts“. Der Arbeitstitel des Buches lautete: „Sie finden das Grauen“. Und so war es auch. Archäologen, Studenten, ältere Damen, Kinder, Mütter ... sie alle finden etwas, das sie nicht gesucht haben – das Grauen.
Der endgültige Titel des Buches lautete dann „Die Klabauterkatze ... und andere Fundstücke des Grauen.“ Die Titelgeschichte stammt von dem Perry Rhodan-Autor Arndt Ellmer, der sich schon vorher im „Dämonen-Land“ literarisch mit den Großen Alten befasste und auch schon in Wolfgang Hohlbeins Serie „Der Hexer von Salem“ mitgeschrieben hat.
In Thomas Backus‘ Geschichte „Bausteine aus Le(h)m“ kauft eine Mutter auf einem Flohmarkt seltsame Bauklötze für ihren Sohn. Eingeweihte erkennen bei dem Verkäufer den „Innsmouth-Look“, und irgendwie wird recht bald klar, dass die Geschichte nicht gut ausgehen kann... Im positiven Sinne. Das Ende ist einfach fantastisch!
Diesmal ist der Schönstädter nicht nur Autor, sondern auch Herausgeber. Er hatte somit maßgeblichen Einfluss auf den Inhalt des Buches.
Gut gemacht, Thomas! Das Buch präsentiert 17 wahnwitzige Horror- Geschichten vom Feinsten von 15 talentierten Autoren. Von der ersten bis zu letzten Seite ein gruseliges Lesevergnügen! Ich bin schon mal gespannt auf den nächsten Band, denn dass die Reihe fortgesetzt wird, hoffe ich doch sehr!





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