Flüchtlingsfürsorge oder Hilfe zur Selbsthilfe: Forderungen an uns und an Asylsuchende

Vielen Äußerungen im Leserbrief von Herrn Kroha aus Bad Kösen kann ich zustimmen. Aber - Kulturelle Vielfalt kann!! (nur) ein Gewinn für alle sein, wenn alle von annähernd gleichen Grundwerten überzeugt sind (z.B. Artikel 3 unseres Grundgesetzes)
Dazu sind nicht nur wir, sondern in gleichem Maße Asylsuchende gefordert.
Zahlreiche junge Männer kommen zu uns. Sie wollen hier bleiben, sie wollen ein besseres Leben. Alles verständlich, aber viele davon lassen ihre Familien in den Kriegs/Krisengebieten.
Wer denkt an diese Menschen, wer hilft ihnen?

Ich habe große Schwierigkeiten mit der Propagierung einer "Willkommenskultur". Verbirgt sich dahinter nicht im besten Fall Naivität und/oder Gedankenlosigkeit und im schlimmsten Fall blanker Egoismus?(mehr Ausbildungsplätze denn hiesige Bewerber, mehr Alte denn Junge, leere Dörfer usw. usw.)
Hilfe brauchen die Menschen - aber getreu des Prinzips unseres Sozialsystems: Hilfe zur Selbsthilfe.
Und das heißt nach meiner Überzeugung auch: Ein Großteil der Flüchtlinge muss wieder zurück in ihre Heimat um sich dort um den Aufbau und die zurückgelassenen Menschen kümmern.
Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Lebensbedingungen in den Heimatländern der Asylsuchenden verändern - nicht mit Waffenlieferungen und Bundeswehreinsätzen, sondern mit Entwicklungshilfe.
Wir müssen den Asylsuchenden sagen, dass nicht jeder und jede auf Dauer hierbleiben kann - und wir müssen unsere heutige Hilfe darauf ausrichten.
Es kostet große Überwindung und es erfordert viel Kraft aus einem friedlichen Deutschland mit beneidenswerten Sozialsystemen wieder zurück zu gehen, um in den zerstörten Heimatländern Aufbauhilfe zu leisten.
Aber - es gibt nicht nur unsere Pflicht zu helfen!
Kein Verständnis habe ich für Auseinandersetzungen von Asylbewerbern unterschiedlicher ethnischer Herkunft.
Auch das Zusammenleben auf engstem Raum ist kein Grund für Streitereien.
Flüchtlinge können ihre Behausung und die Umgebung sauber halten. Sie haben die Pflicht, sich ihrem Gastland anzupassen.
Kein Verständnis habe ich für Pöbeleien oder noch schlimmer für Gewalttaten an Flüchtlingen oder vor Asylbewerberunterkünften.
In Bürgerversammlungen muss jede Frau und jeder Mann seine Meinung vertreten können, ohne von anderen Menschen diskriminiert zu werden.
Lilo Blunck aus Naumburg
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
54.260
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.08.2015 | 16:28  
115
conrad hammer aus Abtlöbnitz | 27.01.2016 | 18:46  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.