Bauchredner Sascha Grammel begeisterte Jena

Kristin Hecklau


Der aus dem Fernsehen bekannte Bauchredner Sascha Grammel war am Donnerstag den 26.03.1015 in der ausverkauften Sparkassenarena Jena zu Gast. Sein lässiger, verschmitzter Charme und die lustigen Puppen lockten Besucher jeden Alters in die Halle. Obwohl er mit vielen Preisen geehrt wurde, ist er der liebenswerte Junge von nebenan geblieben.
Punkt 20.00 Uhr verdunkelte sich die Arena. Unter tosendem Beifall betrat der Berliner Sascha Grammel die Bühne. Er trug eine schwarze Stoffhose, einen schwarzen Wrack und ein T–Shirt mit dem Motto der Show „Keine Anhung“. Mit seinen Scherzen am Beginn zog er jeden Besucher gleich auf seine Seite. Die blonden Haare von ihm sehen aus wie ein frischer Wischmop, das breite Lächeln ist ansteckend.
Auf der Bühne erkennt der Zuschauer mehrere bunte Häuser. In jedem wohnt laut Aussage von Sascha Grammel eine seiner bekannten Figuren.

Frederic Freiherr von Furchensumpf
Frederic, ein fasanenartiger Adler, eröffnete die Show. Als Zorro mit schwarzer Maske und Cowboyhut verkleidet, ließ er mit seinem losem, frechem Mundwerk kein gutes Haar an Sascha Grammel. Er benannte ihn als Mädchen, weil er einen Lidstrich aufgetragen hatte. Dieses Thema kam in den folgenden Szenen der Show immer wieder auf. Ein lustiger Spruch folgte dem nächsten, so dass die Lachmuskeln ordentlich strapaziert wurden. Am Abend vorher hatte Frederic beim Pokern verloren. Nun musste er seine Wettschuld einlösen. Aller lautstarker Protest von ihm nützte nichts. Er wurde in einem gelben Anzug auf einem Einrad auf die Bühne gescheucht. In der einen Hand hielt er eine Flasche Wein, in der anderen einen Teller mit Tassen. Sascha Grammel trug eine schwarze Mütze und eine Sonnenbrille. Es erklang Rapmusik. Frederic jonglierte gekonnt mit dem Teller. Am Ende hatten sich die Fäden verknotet, so dass die Tassen in der Luft hingen. Die Halle hatte Tränen vor Lachen in den Augen.



Außer Rüdiger
Nach dem gelungenem Auftakt folgte die gelbe Socke Außer Rüdiger. Ihre riesigen Glubschaugen und eine niedliche Stimme machen sie liebenswert. Mit ihr erklärte Sascha Grammel lässig die hohe Kunst des Bauchredens. Als er ihr Bilder zeigte, erkannte sie eine Nikolaussocke. Diese wurde von Außer Rüdiger sofort als Mama benannt. Großes Gelächter in der Halle.

Josie
Der absolute Liebling der Zuschauer war die kleine Schildkröte Josie. Ihre großen treuherzigen Augen, die je nach Stimmung schauen, sind herzallerliebst. An diesem Abend hatte sie sich besonders fein gemacht. Sie trug ein weißes Hochzeitskleid und einen Schleier auf den Kopf. Sascha Grammel wollte wissen, was Josie vor hat. Sie erklärte mit ihrer niedlichen, naiven Art, dass Frederic mit ihr Fallschirm springen möchte. Sie verstand zuerst gar nicht, warum das Kleid dafür nicht geeignet ist. Sascha Grammel erklärte ihr, was Hochzeit überhaupt bedeutet. Dabei gab es wie immer lustige Pointen. Dann stellte Josie bedrückt fest, dass sie keinen einzigen Freund hat. Sie war beim Speed-Dating dafür war sie aber zu langsam. Traurig stellt die kleine fest, dass es hier nirgends Schildkröten gibt. Dicke Tränen kullern und sie wird von allen bedauert. Sascha Grammel zündete eine Kerze an. In diesem romantischem Augenblick hat jeder Besucher eine Träne in den Augen und möchte die kleine Josie einfach in den Arm nehmen.

Herr Schröder und Ursula
Die Pause von dreißig Minuten nutzten viele Gäste um sich die Bühne von Nahem anzusehen und Fotos zu machen.
Dann ging es weiter mit dem Außerirdischen Herr Schröder und der Sternschnuppe Ursula. Exakt, Ursula, ein kräftiger Atemzug mit einem lang werdenden Hals sind das Markenzeichen des Herrn Schröder. Vor ihnen hat das blaue Huhn Platz gefunden. Zuerst blieb Herr Schröder stumm. Auch als Sascha Grammel mit den auf dem Kopf befindlichen Antennen spielte, gab es keine Reaktion. Erst beim Schlager „Für Dich, soll´s rote Rosen regnen“ stimmte er in den Gesang mit ein, das Huhn wippte im Takt dazu. Sascha Grammel erfuhr von ihm, wie praktisch es ist, drei Arme zu besitzen. Nach einem kräftigen Niesanfall des Herrn Schröder war das Huhn mit einem lauten Knall verschwunden. Auch diese Figuren brachten die Leute zum lachen.
Das blaue Huhn
Als nächster Programmpunkt kam das blaue Huhn auf die Bühne. Jenes hat keinen Text, nur die Augen bewegten sich immer hin und her. Der Gag bestand darin, dass Sascha Grammel beim Aufbau des Notenständers Probleme hatte. Im folgenden bewegte sich dieser wie von Geisterhand auf der Bühne. Im Anschluss sang das Huhn mit piepsiger Stimme ein wenig verständliches Lied.

Professor Hacke
„Im Dienste der Wissenschaft“ sein berühmtester Ausspruch, so kennt jeder den leicht vertrottelten Professor Doktor Peter Hacke, mit einem Hamburger auf dem Kopf. Er ist seiner Ansicht nach ein berühmter Ernährungswissenschaftler und Ökotropholge. Über das Hacke – Peter - Prinzip „Wer mehr ist, als er trinken kann, kann öfter auf die Toilette, als er muss“, hat er ein Buch geschrieben.
Eines Morgens stand er im Bad und entdeckte eine Flüssigkeit. Sie hat keine Kalorien, macht die Haut glatt, ist nass, fördert die Verdauung, enthält keine Laktose, Zucker oder Konservierungsstoffe. Wer es zu sich nimmt, wird leistungsfähig und munter. Weiterhin sind darin nur natürliche Aromen enthalten, es ist Wasser. Großes Gelächter erklang in der Arena. Vor ihm auf dem Tisch standen vier Flaschen, in den Farben orange, grün, bunt gestreift und hellblau. Sascha Grammel war neugierig und trank aus jeder Flasche auf eigene Gefahr. Seine Stimme veränderte sich je nach Farbe in die Figuren der Show. Großes Gelächter und Applaus für diesen gelungenen Gag.

Abschluss der Show
Zum Abschluss der gelungenen Show verlass Sascha Grammel einen Brief von Josie. In diesem dankte die Kleine für ihre schöne Kindheit. Sie forderte ihn auf, in die schwarze Kiste zu schauen. Dann erinnerte sie Sascha Grammel an den roten Ball und das schwarze Tuch. Mit diesen beiden Sachen zeigte er sein Talent als Zauberer. Während der Show jonglierte er schon mit drei Bällen. Zum Abschluss verrieb er den Brief in seinen Händen und es regnet Glitzer. Staunende Augen überall und Beifall ertönt in der Halle.



Fazit
In seinem Programm „Keine Anhung“ zeigte Sascha Grammel sein vielseitiges Talent. Er vereinte das Puppenspiel, Bauchreden, Comedy und Zauberei zu einer einzigartigen Show. Die Zuschauer der Sparkassenarena in Jena verabschiedeten Sascha Grammel mit stehenden Applaus. Ihm war es fast ein wenig unangenehm.
Dieser Abend wird bei den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.
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