Hektische Buxtehuder Wasserballer werfen Punkte über Bord

Ja, der Wasserball ist schneller geworden. Ja, die neuen Regeln sollen das Spiel um den Ball körperloser machen. Doch manchmal hilft die Besinnung auf alte Tugenden, um über den Kampf unbemerkt unter Wasser letztendlich als Sieger dem Wasser zu entsteigen.

Altona dreht mit aller Härte die Partie


Diese Erkenntnis mussten die Wasserballer des Buxtehuder Schwimm-Clubs (BSC) aus der Wilhelmsburger Wasserballhalle mit nach Hause nehmen, als sie in der Hamburger Stadtliga beim Altonaer TSV (ATSV) mit 8:10 (2:1, 3:2, 1:2, 2:5) verloren. Innerhalb von nur drei Minuten glitt den Buxtehuder Männern der Sieg förmlich aus den Händen. Wie vor zwei Wochen gegen Poseidon Hamburg beherrschten die Blau-Gelben den Gastgeber in den ersten beiden Vierteln. Aus einer starken Abwehr heraus gelang eine 6:3-Führung. Nichts schien der BSC-Sieben zu erschüttern. Auch die zahlreichen Zeitstrafen gegen die Estestädter meisterte das Team von Trainer Mark Pape mit Bravour.

Zum Ende des dritten Viertels riss für die Fans am Beckenrand scheinbar aus unerklärlichen Gründen der Faden im Buxtehuder Spielsystem. Des Rätsels Lösung spielte sich mehr unter Wasser ab und betraf die plötzliche kraftvolle Spielweise der Hamburger. Ungeschickt ließen sich die unerfahrenen jüngeren Buxtehuder Spieler wegen der ruppigen Art des ATSV zu sichtbaren Revanchefouls verleiten. Der BSC verlor jegliche Ordnung. Viel zu hektisch wurde der Ball gespielt und zeitig verloren. „Jeder war nur noch mit sich selbst beschäftigt“, bemerkte BSC-Torjäger Patrick Duschek selbstkritisch an. Der 23-Jährige konnte wegen Schulterproblemen auch nicht wie gewohnt mit vollem Körpereinsatz gegen die kämpferischen Altonaer Hausherren gegenhalten.

Der Unterwasserkampf ging für den ATSV mit fünf Toren in kurzer Folge auf. Die folgenden Treffer von Mannschaftskapitän Markus Waetjen und dem A-Jugendlichen Torben Lemmel verlangsamten lediglich den unnötigen Untergang.

Das BSC-Team: Alexander Tobaben, Patrick Duschek (3 Tore), Simon Ecks (2), Torben Lemmel (2), Markus Waetjen (1), Markus Durstewitz, Kati Czekalla, Christian Kaschinski, Dennis Becker, Daniel Müller, André Lenz und Olav Janssen.

Ihr nächstes Spiel in der Hamburger Stadtliga haben die Buxtehuder Wasserballer am 5. Mai beim Winsener SV
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