„Baum des Jahres“ schmückt Recyclinghof Frauenstetten

(von links nach rechts) Bürgermeister Norbert Beutmüller, Gerhard Steger (AELF Wertingen), Helga Grenzebach (Baumschule Grenzebach), Manfred Richter (Forstdienststelle Buttenwiesen) und Stefan Binswanger (Forstbeauftragter der Gemeinde Buttenwiesen).

Die Elsbeere ist ein attraktiver und nützlicher Baum

Am Recyclinghof Frauenstetten wird derzeit ein Grüngürtel angepflanzt, der aus verschiedenen heimischen Baumarten besteht. Darunter befindet sich auch die Elsbeere, der „Baum des Jahres 2011“.

Mit ihrer gemeinsamen Aktion wollen die Gemeinde Buttenwiesen und die Forstdienststelle Buttenwiesen auf den Variantenreichtum und den Nutzen heimischer Baumarten hinweisen. Die Elsbeere ist hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel: Der seltene und fast unbekannte Baum besitzt ein edles Holz in einem rötlichen Ton, das von Schreinern und Drechslern sehr geschätzt wird. Die Nachfrage in Deutschland übertrifft bei weitem die heimische Produktion. Die ca. 2 cm großen Früchte schmecken süßsauer und sind eine Delikatesse. Aus ihnen lassen sich Kompott, Marmelade, Fruchtsäfte und Schnaps herstellen.

Bei Vögeln ist die Elsbeere als Nahrungsquelle beliebt. Die weißen Blüten sind vor allem für Bienen sehr interessant.

Auch Spaziergänger haben ihre Freude an dem attraktiven Baum, dessen Blätter sich im Herbst wunderbar gelb und rot verfärben. Die Elsbeere wird bis zum 25 Meter hoch. Ihre zackigen Blätter erinnern etwas an Ahornblätter. Anders als beim Ahorn sind sie nicht gegenständig, sondern spiralig am Zweig verteilt. Die Rinde reißt bei ca. 30-jährigen Bäumen in vielförmige graue Schuppen auf.

Die Elsbeere ist wärmeliebend und hitzeverträglich. Angesichts des Klimawandels eignet sie sich vorzüglich für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Ein besserer Repräsentant für das diesjährige von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Wälder 2011“ ist nicht vorstellbar. Mit ihrer vielfältigen Attraktivität erfüllt sie alle Ansprüche, die an eine zukunftsfähige Bewirtschaftung der Wälder gestellt werden müssen.

Förster Manfred Richter betont noch einen weiteren Vorteil: „Die frühere Fichtenkultur am Recyclinghof Frauenstetten wurde ein Opfer des Borkenkäfers. Die Elsbeere findet hier dagegen zusammen mit anderen heimischen Baumarten wie Wildkirsche und Hainbuche (Baum des Jahres 1996) den idealen Standort vor.“

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Moni G. aus Buttenwiesen am 15.04.2011 um 09:35 Uhr  
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