Feierlich wurde der "Bienenkorb" Freier Kindergarten Buttenwiesen eröffnet!

Freies Spiel im Gruppenraum
 
v.l. Fritz Lebold, Pfarrer Maiwald, Sandra Gärtner-Rohrlack, Bürgermeister Beutmüller

Buttenwiesen: ehemalige Synagoge | Strahlende Gesichter, überall gute Laune, kein Wunder: Nach gut einem Jahr Vorbereitungszeit konnte am vergangenen Samstag die Segnung des „Freien Kindergartens Buttenwiesen“ durch Pfarrer Markus Maiwald vollzogen werden. Mit der feierlichen und offiziellen Eröffnung durch den Vorstand der „Waldorf-Initiative Buttenwiesen“ und dem Bürgermeister der Gemeinde Buttenwiesen, Norbert Beutmüller, kann der Freie Kindergarten zum 11. Januar 2010 nun seinen Betrieb aufnehmen.

Anstrengendes Vorbereitungsjahr
Sandra Rohrlack-Gärtner, die 1. Vorsitzende der „Waldorf-Initiative Buttenwiesen“, freute sich über die zahlreichen Gäste, blickte in ihrer kurzen Ansprache auf ein anstrengendes Vorbereitungsjahr mit Höhen und Tiefen zurück und gab schließlich auch noch stolz den Namen des neuen Kindergartens preis: „Bienenkorb“ - Freier Kindergarten Buttenwiesen.
Auch Bürgermeister Norbert Beutmüller war über das erweiterte pädagogische Angebot seiner Gemeinde erfreut. „Wir haben jetzt in der Großgemeinde zwei Kinderkrippen, einen kirchlichen Kindergarten, zwei gemeindeeigene Kindergärten und mit dem Bienenkorb ein weiteres sinnvolles pädagogisches Angebot, aus dem die Eltern aus freier Entscheidung heraus wählen können“. Pfarrer Markus Maiwald aus Meitingen segnete die neuen Räume in der ehemaligen Synagoge Buttenwiesen und hatte auch für jedes Kind den Segen Gottes mitgebracht. Mit seiner Gitarre lud er alle Anwesenden zum Singen und Mitmachen ein.

Geborgenheit und Ruhe
Dem Kindergarten kommt in der Waldorfpädagogik eine große Bedeutung zu. Mit Geborgenheit und Achtsamkeit, Ruhe und Rhythmus sollen die ersten Schritte des Kindes außerhalb der Familie begleitet werden. In der Waldorfpädagogik - frei nach Rudolf Steiner - wird ein ganz besonderes Augenmerk auf die frühkindliche Entwicklung gelegt, insbesondere auf die Bedeutung von Vorbild und Nachahmung, die Pflege der Sinne, die Bewegungs- und Sprachentwicklung und die Bildung der rhythmischen, musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten und Anlagen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, Orientierung in Raum und Zeit über Ordnung, Verlässlichkeit und Rhythmus. Auch eine frühe Grundlagenbildung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aufgrund direkten Erlebens sind Bestandteil des Kindergartentages. Für die fünf Buben, die am Montag den „Bienenkorb“ belagern werden, stehen die Erzieherinnen Eva Bertold und Alexandra Kiederle bereit, wertvolle Unterstützung erfahren sie durch die Kinderpflegerinnen Sabine Schülein und Melitta Wiesenmeier. Ein besonderer Höhepunkt der Einweihungsfeierlichkeiten war der Auftritt der Erzählbühne Biberbach, die mit dem Stück „Sterntaler“ die kleinen und die großen Gäste erfreute. Für die Zuschauer sichtbar erzählte Evelyn Lebold hinter der Bühnenlandschaft und führte die Figuren mit der Hand. Auf verschiedensten Instrumenten wurde sie dabei von ihrem Mann Fritz Lebold-Nagel begleitet, der das Geschehen mit eigenen Kompositionen bereicherte. Durch die besondere Art des Stehpuppenspiels konnten die Zuschauer mühelos in die Bildwelt der Märchen eintauchen. Die klare Gestaltung der Bühne und der Figuren ließ viel Raum für die Fantasie. Auf diesem Wege viel Freude im neuen Kindergarten für Jeremia, Valentin, Johannes, Cem und Atay.

Es sind noch Plätze im neuen Kindergarten frei: Bei Interesse wenden sich die Eltern an den Trägerverein unter www.waldorf-buttenwiesen.de

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 05.02.2010
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Tanja Fackelmann aus Augsburg am 14.01.2010 um 12:00 Uhr  
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