Ruhiges Jahr für die Feuerwehr Unterthürheim

Unterthürheim: Pfarrstadl | Am 5. Januar fand die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Unterthürheim statt, wie immer im Anschluss an die Versammlung der Soldatenkameradschaft. Vorsitzender Franz Lappler konnte heuer gleich zwei Bürgermeister begrüßen: zweiter Bürgermeister Christian Knapp und der dritte und „Feuerwehr“-Bürgermeister Gerhard Kaltner waren in den Pfarrstadl gekommen. Außerdem besuchten auch die Hausherren Pater Joe und Pfarrer Klaus Ammich, die Verteter der anderen Ortsvereine und die örtlichen Gemeinderäte die Versammlung der Feuerwehr.

Die Berichte waren nach den letztjährigen Neuwahlen für die meisten Vortragenden eine Premiere. Nur Schriftführer Christian Knapp hatte sein Amt behalten und trug gewohnt sachlich und präzise seinen Protokollbericht vor. Kassierer Werner Mayr berichtete über einen soliden Kassenstand. Das Jahr 2014 konnte mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen werden.
Vorstand Franz Lappler blickte auf die Vereinstätigkeiten zurück. Dazu zählten 2014 unter anderem die Maifeier, ein Kameradschaftsabend, die Segnung des neuen MTW, die Floriansmesse, die Teilnahme an kirchlichen Festen und an sonstigen Aktivitäten im Dorfleben. Besonders erwähnte er die Sanierung des Schlauchturmes. Diese war notwendig geworden, da bei Starkregen immer wieder Wasser ins Gebäude drang. Er bedankte sich bei den Helfern und den beteiligten Firmen, die kostenlos Material, Zeit und Gerät zur Verfügung stellten. Dadurch entstanden keine Kosten für die Gemeinde, was die beiden Bürgermeister erfreut zur Kenntnis nahmen.

Die Feuerwehren der Gemeinde Buttenwiesen erhielten 2014 eine Spende von jeweils 500 Euro von der VR-Bank Unteres Zusamtal. Franz Lappler erklärte, das Geld wurde zweckgebunden gespendet. In Unterthürheim wird es für die Jugendarbeit und den Erhalt historischer Vereinsgegenstände eingesetzt werden.

Kommandant Martin Fendt berichtete über ein Jahr mit sehr wenig Einsätzen. Die Feuerwehr Unterthürheim wurde zu keinem einzigen ernsthaften Unglück gerufen. Es waren nur ausgelöste Brandmeldeanlagen, eine unklare Rauchentwicklung und eine versperrte Wohnung darunter. Dafür wurde im vergangenen Jahr sehr viel mehr Zeit in die Ausbildung investiert. So wurden fünf Atemschutzgeräteträger neu ausgebildet, verschiedene Heißausbildungen absolviert und Lehrgänge im Landkreis und an den staatlichen Feuerwehrschulen besucht.

Drei Gruppen legten die Leistungsprüfung „technische Hilfeleistung“ ab und die Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion zusammen mit den Kameraden aus Oberthürheim wurde zur Zufriedenheit aller absolviert.
Auch der Nachwuchs hatte ein ereignisreiches Jahr hinter sich gebracht. Neben zahlreichen Übungen waren die Höhepunkte der Besuch des Zeltlagers und der Go-Kart-Bahn. Drei Jugendliche nahmen an der Truppmannausbildung in Buttenweisen teil. Außerdem absolvierte die Jugendfeuerwehr den Wissenstest. Jugendwart Robert Kraus bedankte sich vor allem bei seinen Jugendlichen und seinem Stellvertreter.

Dank der Gemeinde

Danach ergriff 3. Bürgermeister Gerhard Kaltner das Wort. Er sei ein Feuerwehr-Quereinsteiger und war nach seiner Wahl im Frühjahr sehr erstaunt, mit welcher Begeisterung, Engagement und Herzblut das Feuerwehrwesen in der Gemeinde betrieben wird. Auch der Zeitaufwand, der hinter dem Ehrenamt Feuerwehr stehe, vor allem für die Führungskräfte, sei enorm. Er bedankte sich mit einem „Vergelt's Gott“ im Namen der Gemeinde für die Einsatzbereitschaft, 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag.

Besonderen Dank von Seiten der Gemeinde, des Vereins und des Freistaates Bayern erhielten dann noch zwei Feuerwehrmänner: Karl-Heinz Deisenhofer erhielt das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre, Gerhard Strehler das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst. Karl-Heinz Deisenhofer bekam zusätzlich noch einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt in Bayrisch-Gmain, bezahlt vom Freistaat.

Pfarrer bietet Unterstützung an

Am Schluss ergriff noch Klaus Ammich das Wort. In seiner Zeit in Schwabmünchen hatte er sehr regen Kontakt zur Feuerwehr und wisse daher, was Feuerwehr-Arbeit bedeutet. Auch er dankte für den unermüdlichen Einsatz am Nächsten. Dies ist ein starker Ausdruck der Nächstenliebe, ein grundlegender christlicher Wert. Er bot der Feuerwehr seine Hilfe an wenn diese benötigt wird, zum Beispiel im Bereich der Verarbeitung von belastenden Einsätzen.
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