Laufclub Burgwedel wandert und entdeckt Neues zum Thema "Pferd und Reiten"

Anmutig und akkurat, Heidrun Hafen aus Wettmar auf ihrem Lusitano, Ansatz zur Piaffe
Der LCB/Laufclub Burgwedel war mal wieder mit unendlich vielen Teilnehmern zur obligatorischen, jährlichen Grünkohl-Wanderung unterwegs.
Der Freizeitwart des Vereins, Dieter Ausburg, hörte irgendwann auf zu zählen beim allgemeinen Treff auf dem Schützenplatz und sagte einfach nur noch „so, jetzt geht’s los!“

Am vergangenen Samstag, 9.11.2013, zogen wieder viele, viele Wanderer, ca. 70 Teilnehmer wurden gezählt, zünftig angezogen und mit Rucksäcken ausgestattet, durch die Feldmark und die Wälder rund um Burgwedel. Alle hatten zunächst nur das erste Ziel in Wettmar vor Augen: dort gab es nämlich, nach alter Tradition schon seit vielen Jahren, eine Zwischenstation mit Glühwein-Ausschank.
Karl-Franz und Gerti, das Winzer-Ehepaar und befreundet mit Familie Ausburg, bewirtschaftet im Rheingau die eigenen Weinberge und beköstigt den LCB hier in Burgwedel jedes Jahr auf’s Neue. Dazu gab es, je nach Laune, deftige Schmalzbrote und köstlichen Kuchen. Alles aus eigener Herstellung von emsigen Mitgliedern. Kaum hatte man sich dermaßen gestärkt, war es ein Leichtes, noch ein paar Kilometer zurückzulegen. Allerdings ist der Blick schon auf das nächste Ziel gerichtet: in Engensen, im „Alten Posthof“, wartete Grünkohl satt auf die schon wieder hungrigen Wanderer. Es ist ungeheuerlich, wie viel man essen kann in einer hochmotivierten und stimmungsvollen Gemeinschaft. Aber immerhin wurden insgesamt 12 Kilometer zurückgelegt und -

wenn man nicht nur blind durch die Gegend läuft, kann man herrliche und interessante Dinge erleben. Heute querte eine junge Reiterin auf ihrem Lusitano (sog. Barock-Pferd) unseren Weg. Sie ritt ohne Sattel, nur mit Satteldecke, ohne Trense, nur mit leichtem Strickhalfter versehen und ihr weißer Schäferhund lief bei Fuß (generell sind die Pferde der Barock-Reiter auch im Gelände mit Sattel und Kanadare ausgestattet). Heidrun Hafen aus Wettmar benötigte dieses ganze Zubehör nicht, sie strahlte einfach nur eine große Lebenslust, Heiterkeit, Freude an der Natur und Zufriedenheit aus. Faszinierend waren die Leichtigkeit und die Balance der Reiterin im Einklang mit ihrem Pferd. Vorbildlich und nachahmenswert. Sie entschuldigte sich, als ich meinen kleinen Fotoapparat zückte, dass sie nur Arbeitskleidung trägt und ihr Schimmel nicht ganz sauber geputzt sei. Bei solch purer Lebensfreude sieht man über das alles hinweg und freut sich über die anmutigen Ansätze zum Piaffieren, den unabhängigen Sitz und die unsichtbare Hilfengebung auf dem unebenen Waldboden. Eine bemerkenswerte Begegnung, die im Gedächtnis bleibt.
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