Lilien

  Es wird Zeit sich um sommerblühende Blumenzwiebeln zu bemühen, heute möchte ich Lilien vorstellen, da die Discounter die „einfachen“ gerade zu einem absoluten Schnäppchenpreis anbieten.
Der botanische Name ist schon in der Antike bekannt gewesen und wird als "Blume" schlechthin gedeutet.
Die Lilie gilt als das Symbol der Unschuld und Reinheit. Wie die Rose gehört sie zu den Edelpflanzen von denen sich die Menschen angezogen fühlen. Erst den großen Lilienzüchter - allen voran dem Amerikaner Jan de Graaf - gelang es durch vielfältige Kreuzungen - die Ansprüche der Naturformen soweit zu reduzieren, dass sie unproblematisch im Garten zu kultivieren sind.. So ist es heute möglich viele Lilien unter normalen Gartenbedingungen bei guter Pflege im Garten zu halten.
Kühle, trockene Füße, heißer Kopf – die Standardformel für die Pflanzplätze.
Die vielen Züchtungen und Kreuzungen der verschiedenen Arten haben zu einem kaum zu überschauenden Angebot geführt.
Es gibt über 2000 sogenannte Gartenlilien vorwiegend asiatische und orientalische Hybriden.
Fotos 1 bis 10
Sehr dankbar im Garten sind auch die Trompetenlilien, Lilium regale
Foto 11, 12

Lilium auratum

, Foto 13
Endemisch ist diese Art in Japan und dort hauptsächlich auf der Insel Honshu, wo sie zwischen Sträuchern und auf Grasland wächst. Teilweise gedeiht diese Lilie auch auf sehr mageren Boden und in Vulkanasche.
Im Garten bevorzugt diese Art einen warmen, halbschattigen Standort in gut drainiertem saurem Erdreich.

Lilium tigrum, L. lancifolium

Foto 14
Eine "Einsteigerlilie", da sie fast mit jeder Gartensituation vorlieb nimmt, ausgenommen Staunässe.
In ihrer Heimat Ostasien bevorzugt sie lehmige, grasige Standorte.
Mit einer Höhe von 40 bis 100 cm gehört sie nicht zu den Riesen im Lilienbeet, aber die Sorte Red Flavour fällt aufgrund ihren leuchtenden Blütenfarbe sofort ins Auge.

Lilium leichtlinii,

Foto 15
Eine gute Drainage vorausgesetzt, gedeiht diese Lilie in fast allen Gartenlagen.

Eine komplexe Kreuzung zwischen Lilium regale und den Orient-Hybriden ist die Sorte Gizmo, mit cremweißen Blüten und einem betörenden Duft. Foto 16

Lilium nepalense

, gehört dann schon zu den „Primaballerinen! Im Lilienbeet. Nicht 100% frosthart und gleichmäßige Feuchtigkeit im Sommer, aber Trockenheit im Winter. Foto 17

Unproblematischer ist Lilium pumilum, eine zierliche Lilie aus dem Nordosten Asiens, die nur 40 bis 50 cm hoch wird. Foto 18

Lilium rosthornii

, aus China mag gern im Schatten hoher Bäume stehen. Foto 19

Lilium speciosum var. Album


In China, auf Formosa und einigen japanischen Inseln ist diese Art heimisch, dort kommt sie auf feuchten Stellen am Waldrand oder auf Lichtungen vor. Besonders apart sind die leicht gerüschten, „gehämmerten“ Blütenblätter. Foto 20

Lilium speciosum var. rubrum „Uchida“

hat ihre Geschichte
Franz von Siebold brachte die Arte 1830 mit nach Europa.
Den größten Anteil an der Einführung in die Gärten trägt jedoch der japanische Bauer und Gärtner Hirotaka Uchida.
Er selektierte Lilium speciosum nicht nur nach ausgeprägter Blütenfarbe und -größe, sondern legte besonderen Wert auf krankheitsresistente Pflanzen. Diese wurden auf ein spezielles Feld aufgepflanzt und immer weiter ausgelesen.
Im und kurz nach dem 2. Weltkrieg waren Blumenfelder in Japan unerwünscht, teilweise sogar verboten. Die Familie Uchida mochte sich aber nicht von "ihren" Lilien trennen und retteten einen Teil ihres Bestandes über die Jahre.
Um 1950 verkaufte die Familie Uchida einen Teil ihrer besten Auslese, mit leicht duftenden, karminrot-weißen Blüten mit karmesinroten Papillen, krankheitsresistent, sehr gesund und sehr gut winterhart.
1956 wurde diese Auslese als Lilium speciosum var. rubrum „Uchida“ offiziell registriert als Ehrung für Hirotaka Uchida Foto 21

Lilium superbum

Aus Nordamerika stammt diese Art, die sich über Stolonen langsam ausbreitet. Foto 22

Lilium tsingtauense

braucht gleichmäßige Bodenfeuchte und liebt halbschattige Standorte und die Gehäuseschnecken(Cepaea nemoralis) lieben die Blütenblätter. Foto 23

Orientpet-Hybriden

Die Kreuzung von Trompeten-Lilien mit den orientalischen Lilien hat eine neue Dimension bei den Lilien begründet:
Eine robuste Lilie mit starken, hohen Blütenstängeln an denen eine Vielzahl von Blüten erscheinen.
Unbedingt auf sehr gute Düngung achten!
„Conca d’or“ (Tal des Goldes) will immer hoch hinaus, 2 m ist der Schnitt. Da darf man das Aufbinden nicht vergessen. Foto 24
Ebenso „Leslie Woodriff“ Foto 25 , „African Queen“ Foto 26, „Agostini“ Foto 27, „LeVern Friemann“ Foto 28. „Prescott“ Foto 29, „Pretty Woman“ Foto 30, „Purple Prince“ Foto 31, „Tartano“ Foto 32, Kreuzungen der Orientpet-Hybriden mit L. longiflorum “Bell Song”, Foto 33 und „Prince Promise“ Foto 34

Alle diese Sorten duften sehr angenehm.

Zu erwähnen ist noch Lilium martagon als Waldrandpflanze, die es auch schon in recht vielen Sorten gibt.
Foto 35, 36
Die weiße Form, Foto 37, die Varietät „cattaniae“ Foto 38 und die Sorte „Arabian Nights“, Foto 39

.. und der größte Feind der Lilien, das Lilienhähnchen. Wunderhübsch der Käfer, die Raupen aber extrem gefräßig. Foto 40
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Karin Wagner-Lehmann aus Rockenhausen | 23.02.2015 | 07:40  
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