Weiße Segel in dänischer Südsee
Die Segel hoch und volle Fahrt voraus, so hieß es an einem der letzten Frühlingswochenenden für 10 Segler der Segelsparte des Sport- und Schützenvereins in Schillerslage. Zwei Mannschaften mit jeweils 3 Personen und eine Crew mit 4 Mann übernahmen drei Yachten vom Yacht- und Charterzentrum in Heiligenhafen. Eine Bavaria 31, eine Hanse 37 und eine Benetau 43 starteten zu einer 3-tägigen Flottille hinaus auf die Ostsee.
Dirk Bracht, Hartmut Conrad, Timo Scheffler und Johannes Reuter, hatten in mehrwöchiger Vorbereitung einen Erlebnis- und Ausbildungstörn für drei Yachten geplant und organisiert. An mehreren Abenden wurden die Crewmitglieder in das Verhalten auf See und die Sicherheitsregeln eingewiesen. So vorbereitet und mit genügend Proviant versehen, führte die erste Tagesreise von Heiligenhafen nach Marstal in Dänemark. Bei anfänglicher Flaute hatten die Gruppe ausführlich Gelegenheit das possierliche Spiel einer Reihe von Schweinswalen um unsere Yachten herum zu beobachten. Doch mit aufkommendem Wind wurde unsere Fahrt zunehmend rasanter und wir erreichten Marstal noch kurz vor Sonnenuntergang. Die Pla-nung sah vor, dass jeden Abend in einem Hafen festgemacht wird. Um dennoch den Eindruck einer Nachtfahrt zu vermitteln, starteten wir von Marstal früh um 3.00 Uhr in nordwest-liche Richtung längs der Insel Aero. In der nur 15 m breiten und ca. 5 m tiefen Fahrwasser-straße war seemännisches Können gefragt. Die unbeleuchteten Tonnen mussten per GPS-Navigation, Radar und dann schließlich per Handscheinwerfer ausgemacht werden. Eine weitere Herausforderung war gegen 6 bis 7 Windstärken in den Als-Fjord zu gelangen. Bei der ruhigeren Fahrt durch den Sonderborg-Sund wurde wir für die Strapazen des Tages be-lohnt. Eindrucksvoll und krönender Abschluss des Tages war die Passage unter der Hebe-brücke von Sonderburg hindurch zum südlich gelegenen Yachthafen. Am Abend nahmen wir Abschied von unserer dritten Crew, die am nächsten und übernächsten Tag in Richtung Flensburg aufgebrochen ist, da sie einen Verlängerungstag gebucht hatte. Wir, die Blue Lady sowie die Stella Maris setzten unseren Törn in Richtung Süden zum Yachthafen Orth auf Fehmarn fort. Nach 10-stündiger Fahrt, bei der wir zwischenzeitlich bis 7 Knoten erreich-ten, ließen wir den Tag in gemütlicher Runde im „Piratennest“ feuchtfröhlich ausklingen. Am nächsten Morgen hieß es „klar Schiff machen“, um dann abschließend durch die Fehmarn-sundbrücke und von dort Richtung Heiligenhafen zu segeln. Pünktlich gegen 16.00 Uhr leg-ten beide Yachten vollgetankt in den ausgewiesenen Liegeplätzen an. Nach einer gründ-lichen Übergabe der Yachten an unseren Vercharterer, trafen wir uns abschließend zu einem gemeinsamen Kaffee am Pier und starteten wieder Richtung Heimat. Leider gingen diese ereignisreichen Tage viel zu schnell vorbei. Aus diesem Grund werden wir in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Planungen für die Törns in 2011 einsteigen.




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