Mogelpackungen - versteckte Preiserhöhungen!!
Seitdem die Hersteller ihre Packungsgrößen variable gestalten dürfen, fällt immer mehr auf, dass hier indirekte Preiserhöhungen stattfinden.
Aufgefallen ist das vor allen Dingen z.B. bei WASA Knäcke (verdeckte Erhöhung über 34 %).
Für weitere Informationen:
Die Verbraucherzentrale führt eine Liste über diese Mogelpackungen:
http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteErnaehrung/Mogelpackung%20Preiserh%C3%B6hung%20Liste.pdf
Ärgerlich, ja.
Aber kein Mogeln, wenn die Angaben draufstehen.
Und die Vergleichspreise (auf Kilo oder 100g usw.) bleiben davon ja unberührt.
Dass eine Tafel Schokolade immer 100 gr. hat, ist nicht "gottgewollt".
Beim Metzger oder an der Käsetheke darfs ja auch gern mal ein bisschen mehr sein. ;-)
Dass die Hersteller sich bei vielen Produkten auf Packungsgrößen geeinigt hatten, war für den Käufer komfortabel.
Ich habe mir schon vor einigen Jahren (seit die Kilopreisangabe am Regal Pflicht ist) angewöhnt, im Zweifelsfall den "Beipackzettel" zu lesen.
Und klar ist das mühsam, da die Preisschilder den Kilopreis fast unleserlich klein ausweisen. (Ich brauche eine Lesebrille.) Und genau das wäre für mich eine Beschwerde an die Verbraucherzentrale wert.
... auch die Pharmaindustrie schlägt bereits zu:
Die Packungsgrößen N2 / N3 enthalten teilweise (je nach Hersteller) nicht mehr die gewohnte Anzahl von 50 / 100 Tabletten, sondern nur noch 49 / 98.
Dies ist besonders ärgerlich da der Arzt der eine solche Packungsgröße (N2/N3) verordnet nicht einmal weiss wieviel Tabletten er überhaupt verschrieben hat.
Hallo Klaus Dieter, verweise dazu auf die Internetseite:
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article407...
Je nach Packungsgrößen (50 und 100), können bei kleineren Packungen woh andere Preise abgerechnet werden!
Das Problem beim Einkauf von den neuen Packungsmengen ist, dass die Größe der Verpackung sich nicht geändert hat, nur die Inhaltsmenge (z.B. Schlemmerfilet von Iglo)!
Der Inhalt steht doch deutlich auf den Packungen drauf.
Mich ärgert da eher die luschige Zutatenliste, auf der nicht mal alles draufstehen muss - und wenn, nicht mal mit genauen Mengenangaben.
Das ist erlaubtes Verschweigen und Mogeln.
Beate, der Artikel zum Link ist sehr interessant. Auch mein Apotheker hat zufällig immer keine N3 (100er) Packung mehr vorrätig und gibt stattdessen 5 x 20er Packung aus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Das Problem der Kassenpatienten bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist jedoch, dass auf den Rezepten lediglich nur noch der Wirkstoff und die Packungsgröße, z.B. N3, steht und nicht mehr der Hersteller/Produktname. Ein Arzt konte bisher davon ausgehen, dass in N3 Packungen auch 100 Tabletten sind und somit seine Therapie überwachen. Durch die ledigliche Verschreibung von Wirkstoffen und den Rabattzirkus der Krankenkassen mit den Herstellern ist bei der Ausstellung eines Rezeptes ungewiss ob nun 98 oder 100 Tabletten verschrieben worden sind. - In den meisten Fällen wird dies unwesentlich sein, jedoch bei hochpreisigen und suchtfördernden Wirkstoffen kann dies zur Gefährdung von Menschen an Leib und Leben führen.
Das Problem das der Pharmaindustrie hier alle Möglichkeiten offen steht zu manipulieren. Und die Politik steht daneben und tut nichts. Die Lobby ist einfach zu mächtig.
> "die wollen den Gewohnheitskäufer bewusst übervorteilen"
Und wenn wir Gewohnheitskäufer uns übervorteilen lassen, sind wir doch selbst schuld. Für jeden anderen Mist recherchieren wir endlos im Internet oder wälzen Kataloge, aber einen Blick hier und dort beim Lebensmittelkauf bekommen wir nicht hin?!
> "Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Lebensmittelkäufe Gewohnheitskäufe sind"
Ja, eben. Und deshalb kann man uns ausnutzen, wenn man seine Gewohnheiten nicht auch mal ändert. Und wie gesagt - bei anderen Produkten klappt es doch auch mit dem Informieren, Draufgucken und Rechnen ;)
> "Eine einheitliche Menge im Verkauf war logisch und ist logisch. Alles andere ist Betrug"
Diese einheitlichen Mengen gab es aber auch vor Änderung nicht für alles - da musste man auch schon selbst nachschauen.
Ich sehe auch kein Problem darin, auf das Preisschild zu schauen, um den Kilopreis o.ä. vergleichen zu können - und ebenso nicht darin, auf die Packung zu schauen, um zu sehen, welche Menge drin ist.
Betrug ist es nur, wenn da mit falschen Angaben getrickst wird.
> "Es klappt aber nicht mit dem Nachschauen und Rechnen bei "automatisierten" Gewohnheitskäufen. Das wäre so als wenn sie einem Autofahrer der "automatisch" schaltet ohne Nachzudenken bei jedem Schaltvorgang vorschreiben wollen nachzuschauen und nachzudenken was er denn jetzt genau als nächstes macht."
Das musste man sich auch erst antrainieren - und man muss es ändern, wenn man ein anderes Fahrzeug mit anderer Technik bedienen will.
> "Ausserdem fehlt dem Kunden die umfassende Kenntniss aller vergleichbaren Lebensmittel in anderen Geschäften mit deren Packungsgrössen und Preisen um einen "rationalen" Einkauf zu tätigen."
Das ging dem Kunden auch schon vor der Liberalisierung der Packungsgrößen so und auch jetzt noch, was die Preise betrifft.
Und der Anbieter kann nicht nur Preise durch Verringerung des Inhalts erhöhen, sondern ganz einfach durch Preiserhöhung. Da haben wir dann das gleiche Problem in Grün.
Wir Kunden sind nicht blöd, aber faul.




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