Großfamilie? Gibt es das noch? -Mehrgenerationenhaus-
Vielleicht gibt es irgendwo noch die Großfamilie. Aber generell ist sie ausgestorben. Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem Krieg stark verändert, sowie auch der Wohnungsbau an sich.
In den neuen Wohnungen, die gebaut wurden, war kein Platz mehr für eine Großfamilie. Großeltern blieben für sich und die neu gegründeten Familien blieben auch für sich.
Viele Kinder wachsen ohne Großeltern auf, und umgedreht haben die älteren Menschen keine Großkinder.
Seit 2006 gibt es ein Projekt, das sich Mehrgenerationenhaus nennt.
Dort sind Kindergarten und Altersheim in einem Haus zusammen. Die Kinder besuchen die Erwachsenen, spielen oder musizieren gemeinsam und nach einigen Stunden trennen sie sich wieder. Auch Schulkinder kommen am Nachmittag und bekommen Hausaufgabenhilfe und Zuspruch.
Mittlerweile gibt es ungefähr 500 Mehrgenerationshäuser im Bundesgebiet. Noch wird dieses Projekt vom Bund unterstützt, aber 2011 läuft diese Förderung aus.
Es wäre schön, wenn das allgemeine Interesse an diesem Projekt wachsen würde, damit mehr Häuser gebaut würden.
Kinder sowohl die Senioren profitieren von dieser Gemeinschaft.
Näheres unter:
http://www.3sat.de/SCRIPTS/send.php?url=/nano/gese...
Weiterveröffentlichungen:
> "ein Projekt, das sich Mehrgenerationenhaus nennt. Dort sind Kindergarten und Altersheim in einem Haus zusammen"
Nett. Mehr aber auch nicht.
Mit Großfamilie oder Familie hat das wenig zu tun, da es sich um Fremde handelt.
Btw, es müssen ja nicht mal alle unter einem Dach leben, und es würde schon reichen, wenn Familie/Verwandtschaft nicht mehr so verstreut leben würde. Oft zwingen aber Not und/oder Staat zum Auseinanderziehen.
> "Wie verabscheuungswürdig ist doch eine Gesellschaft die Ihre Mütter und Väter und Grosseltern nicht achtet"
Oft geht es nicht anders, als das Heim zu nutzen, allein schon weil der Platz fehlt oder manche Pflegebedürftigkeit die privaten Möglichkeiten übersteigt.
Das geht in den seltesten Fällen gut, da spreche ich aus Erfahrung!
Wir wohnen in einem 3-Generationen-Haus bzw. Großfamilie.
Es gibt nur Theater!!!!!
In einem Mehrgenerationenhaus sind aber die Kinder und Erwachsenen nicht den ganzen Tag zusammen.
Das sind wir ja auch nicht. Jeder hat seinen eigenen Eingang und es geht trotzdem nicht gut!
Es ist ständig irgendwas.
...ich selber habe keine große Familie .... aber bei meiner Cousine klappt das wunderbar .... Großeltern ..... Eltern .... Kid´s (3 Jung`s) .... und die Freundin´en sind am Wochende auch da .... und ich manchmal auch :-))
In dem Fall, den sie im Fernsehen gezeigt haben, kümmern sich die Älteren um die Kinder. Und die Kinder gehen ganz selbstverständlich mit ihnen um.
Ausnahmen bestätigen die Regel aber in den meisten Fällen geht es nicht gut.
http://www.ruth-gall.de/
In diesem Projekt sind die Beteiligten nicht verwandt.
Vielleicht ist das ein Unterschied?
Es geht vielleicht auch gut da es sich in Deinem angesprochenen Fall nicht um echte bzw. reale Familien handelt sondern es weitgehend Fremde sind , Irene.
Es ist ja auch das normale Pflegepersonal vorhanden, die das ganze im Auge haben.
Machen wir uns doch nichts vor! Die "Großfamilie" ist out, u. z. mega-out. Wenn mehrere Generationen problemlos unter einem Dach wohnen, dann ist das die Ausnahme. Ich selbst werde meinen Kindern nicht zur Last fallen. Ich gehe ins Altersheim und mache bei der Polonaise mit ...
Aber du kannst dich doch dann im Altersheim mit kleineren Kindern beschäftigen. Der Tag geht doch dann viel besser rum.
Hallo, liebe Irene,
ich kann da nicht mitreden. Ich wohne mit meiner Muse in einem großem Haus.
Wir suchen uns und finden uns..., wenn wir uns finden wollen.
Dein Beitrag ist gut zum Denken und Überdenken!
Werner
Ein Freund von mir, der einzige, den ich so nenne, wohnt in einem kleinen Dorf,
in Nachbarschaft seiner Kinder. Seine Enkelkinder sieht er seit einiger Zeit nicht mehr so häufig, wie er es wünscht. Allein sind Oma u. Opa aber nicht. Sie sind eingebunden in eine Dorfgemeinschaft - gleichsam eine Mehrgenerationen-Gemeinde.
Gleichwohl hat sich im Zusammenleben von Alt und Jung in den vergangenen Jahrzehnten auch in den Dörfern viel verändert. Manches daran ist gut, anderes weniger.
FKT, natürlich ist es schön, im Beisein von Familienmitgliedern beim Sterben begleitet zu werden.
Werner, mein Sohn hat hier im Haus seine eigene Wohnung, mal sehen wir uns, mal nicht. Wir rennen uns nicht gegenseitig die Tür ein. Aber wenn etwas ist, sind wir füreinander da.
Rolf, auch das Dorfleben hat sich mit der Zeit geändert.
Bei einer Großfamilie muß jeder seinen Teil zum Gelingen beitragen. Und jeder sollte sich etwas zurücknehmen können.
Ich bin selber in einem 3- Generationenhaus aufgewachsen und habe alle Vor- und Nachteile erlebt. Was für mich vor 10 Jahren völlig ausgeschlossen war, nämlich in mein Großelternhaus zurückzukehren, werde ich jetzt wagen. Ich brauchte den Abstand und die Bestätigung, etwas Eigenes geschaffen zu haben, aber am Ende sind die Familienbande doch stärker.
Dort sind Kindergarten und Altersheim in einem Haus zusammen.
Das ist so nicht richtig. Folgendes steht auf der Webseite (Hauptseite) der MGH
( http://www.mehrgenerationenhaeuser.de/coremedia/ge... ):
Was ist ein Mehrgenerationenhaus?
Für Menschen verschiedener Altersgruppen bietet ein Mehrgenerationenhaus Raum, sich ungezwungen zu begegnen und gegenseitig von den Kompetenzen des jeweils anderen zu profitieren. Zudem wird es zu einer Dienstleistungsdrehscheibe.
Außerdem befinden sich die MGH in unterschiedlichen Trägerschaften. Hier in Annaberg-Buchholz ist es das CJD.
Dennoch, es wäre schade, wenn dieses Projekt wieder eingestellt werden müsste, weil die finanziellen Mittel fehlen.
Sinn der MGH ist es auch nicht, Großfamilien unter einem Dach zu bringen, sondern die Generationen miteinander anzunähern, so dass diese ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig helfen können.
Projekt Glücksmomente
In Brandenburg haben Verantwortliche ein Seniorenpflegeheim und eine Kindergartentagesstätte zusammengelegt.
Beide Gruppen profitieren vom Zusammensein über einige Stunden.
Am Anfang vom Leben und am Ende vom Leben braucht man Betreuung sprich Kindergarten/Altersheim.
Ist doch schön, wenn eine Generation von der anderen profitieren kann. Und zwar in beiden Richtungen.
Die Gelassenheit des Alters trifft auf die Wißbegierde der Jugend. Herrlich.





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