Wird die Offene Ganztagsschule (OGS) von Herrn Baxmann bewusst an die Wand gefahren?
Dieser Eindruck entsteht z.Z., wenn man sich in die aktuelle Lage einklinkt. Wie in manch anderen Dingen auch, wird kurz vor der Umsetzung einer politischen Vorlage die erschreckende bisherige Untätigkeit der Stadt Burgdorf bekannt.
Den Schulen liegen von Seiten der Stadt nur die Aufforderungen vor, bis Ende September verbindlich zu erklären, ob sie die Einführung einer OGS wünschen. Mit dieser Aufforderung müssten aber auch zeitnah die Verwirklichungsmöglichkeiten der Stadt an die Schulen versandt werden. Wenn nicht, driften doch zwangsläufig die Diskussionen auseinander, weil niemand mit aktuellen Zahlen arbeiten kann.
Jetzt läuft einem die Zeit davon und es kommen hitzige Diskussionen auf, die damit enden, dass man den „Quatsch“ (Originalton Baxmann) auch sein lassen könnte. Nun fragt man sich, ob der nötige Ernst der Sache noch vorhanden ist?
Klärungsbedarf, z.B. bezüglich der finanzieller Umsetzbarkeit, besteht bei allen Schulen. Sicherlich ist die Weststadt mit der Hortversorgung sehr gut gestellt. Was passiert jedoch mit einer Vielzahl von Eltern, die sich eine Hortbetreuung nicht leisten können?
Für den Fall, dass aus Geldmangel die OGS nur an ausgesuchten Standorten eingeführt wird, müssen bestehende Schulgrenzen aufgelöst werden, damit jede Familie grundsätzlich die Möglichkeit hat, das Kind ganztägig betreuen zu lassen.
Jedes Mal, wenn eine neue Pisastudie vorliegt, geht ein Schrei durch die Bevölkerung nach mehr und gerechterer Bildung. Integration von nicht nur ausländischen sondern auch von lernschwachen Schülern erreichen wir aber nur, wenn kostenlose Unterstützung angeboten wird. Eine OGS wäre ein richtiger Ansatzpunkt. Dafür sollte an anderer Stelle gespart werden – auch wenn es Herrn Baxmann und der gesamten Verwaltung schwer fällt!


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