Vortrag der Landesvorsitzenden der FU Niedersachsen Ute Krüger-Pöppelwiehe auf Einladung der Frauen Union Burgdorf

Claudia Meissner, Vorsitzende der Frauen Union Burgdorf
Frauen in der Politik – manchmal muss Frau sich nur trauen!

Dieses Thema hatte sich der neue Vorstand der Frauen Union (FU) Burgdorf für seine erste Veranstaltung vorgenommen.

„Frauen haben eine andere Sichtweise auf die Dinge als Männer! Das ist auch sehr gut so!“, stellte die neue Vorsitzender der FU, Claudia Meißner, in ihrer Einleitungsrede fest.
Aber wie ist denn das reale Verhältnis, z.B. im Burgdorfer Rat von Männern und Frauen.
33 Ratsmitglieder, 25 Männer, 8 Frauen….Warum ist das so?
Frauen zweifeln oft zu sehr, weil sie selbst sehr hohe Erwartungen an sich selbst und an ihre
Arbeit stellen. Familie, Beruf, Freizeit – alles muss organisiert werden und Frau setzt dann andere Prioritäten als Mann.

Über 40 Gäste verfolgten dann interessiert dem Beitrag des ersten Gastes, Frau Ute Krüger-Pöppelwiehe, Landesvorsitzende der FU Niedersachsen.
Sie warb in ihrem Redebeitrag dafür, dass Frauen nicht soviel an ihrer Qualifikation zweifeln sollten, sondern einfach mal „machen“ sollten. Sie forderte die männlichen Politiker auf, Frauen verstärkt anzusprechen und ihnen eine Chance zu geben, gerade in der Kommunalpolitik präsent zu sein. Denn gerade in diesem politischen Zweig identifizieren sich die Bürger sehr mit der Person des Politikers, mit dessen Authentizität.

„Leider ist das Verhältnis Frauen / Männer in der CDU Fraktion auch nicht so doll“, gestand der zweite, von der Frauen Union, geladene Gast, Mirco Zschoch, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Aber wir sind sehr bemüht und arbeiten weiter verstärkt, in Zusammenarbeit mit der FU, an der Verbesserung!“

Der Landtagsabgeordnete, Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, stellte fest, dass Frauen sich wohl auch von diesem „oft ziemlich aggressiven Geschäft“ abschrecken ließen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Burgdorf, Frau Petra Pape, bemerkte, dass gerade vor Wahlen Mentorenprogramme angeboten würden, sich auch Interessentinnen dafür melden, aber sich dann leider doch oft am Ende gegen die Kommunalpolitik entscheiden würden..

Selbst die stellvertretende Bürgermeisterin, Simone Heller, weiß sich in der „Werbung“ neuer Politikerinnen keinen Rat mehr. „Ich kenne viele tolle Frauen, mit denen man intensiv politisch debattieren kann, aber in die Politik wollen sie nicht einsteigen“.

Robert Apel, Mitglied des CDU Vorstands, merkte an, dass Frauen sich eher andere Gebiete der Einflussnahme suchen würden, da sie die Parteiarbeit als unattraktiv und wenig befriedigend empfinden.

Einig waren sich auch die Landesvorsitzende, der Vorsitzende der CDA, Matthias Rickel und die Vorsitzende der FU Burgdorf, dass leider auch sehr oft weibliche Kolleginnen ihren motivierten Geschlechtsgenossinnen „Steine in den Weg legen“….

Nach diesen Redebeiträgen fand eine rege Diskussion mit dem interessierten Publikum statt, sodass die Frauen Union diese erste Veranstaltung im Johnny B als „sehr gelungen“ bewerten konnte.
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