Von Kolbenfressern und anderen Schäden
Wir kamen im Herbst 1965 aus dem Urlaub zurück, hatten die Kasseler Berge geschafft und kurz vor Seesen ereilte unserem Käfer ein Motorschaden.
Doch zum Glück nahte ein rettender Engel der uns nach Seesen in die Werkstatt schleppte.
Die Untersuchung ergab: Kolbenfresser. Also wurde ein Austauschmotor bestellt und wir mußten in Seesen übernachten. Nach dem alles wieder in Ordnung war konnten wir die Heimreise antreten. Unsere Geldbörse war um einiges leichter geworden.
Anfang Dezember gegen Abend wollte ich von einer Telefonzelle aus telefonieren, wir hatten noch kein eigenes Telefon, da fand ich auf der Ablagefläche eine Geldbörse. Es waren 500 DM darin. Ich nahm die Börse und ging zur Lehrter Polizei. Die Polizisten sahen mich ganz groß an, vielleicht hatten sie nicht erwartet, dass jemand soviel Geld abgibt.
Jedenfalls wurde der Besitzer der Geldbörse ausfindig gemacht, es war Firmengeld, und ich bekam einen Finderlohn.
Sicher, ich hätte das Geld nach dem teuren Urlaub gut gebrauchen können, aber ich konnte es einfach nicht behalten.
Jetzt sehen die Kolbenfresser ganz anders aus, sie sind 16 Jahre und bringen einen Politiker auf das Abstellgleis.
Aber ich denke die CDU kann froh sein, dass es vor der Wahl herausgekommen ist und nicht hinterher. Und außerdem kann man auf so einen Politiker, meiner Meinung nach, gut verzichten. Wie groß der angerichtete Schaden ist werden wir bald erfahren.
Was soll eine christlich-demokratische Partei mit einem Politiker der die unmündigen Töchter seiner Wähler vernaschen könnte?


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