Pressemitteilung des Ortsvorstehers von Sorgensen

Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger will Flüchtlinge schützen
 
In Prüfung befindlicher Standort für Flüchtlingsunterkünfte "Hauptstrasse Sorgensen"
Burgdorf: Hauptstrasse Sorgensen L-311 | Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Burgdorf,
sehr geehrtes Planungsteam für Flüchtlingsunterkünfte,

als Ortsvorsteher bitte ich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Sorgensen, die Fläche für Flüchtlingsunterkünfte „Hauptstrasse“ Sorgensen aus der Prüfung zu nehmen, oder hilfsweise erst Ende 2018 weiter zu verfolgen.


Begründung:

Durch schriftliche Mitteilung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStV), zeichnet sich eine grundhafte Sanierung (Vollausbau) der Hauptstraße in Sorgensen ab. Die Baumaßnahme soll 2016 beginnen.

- Der straßenbegleitende Gehweg wird grunderneuert und auf die notwendige Breite von 2,50m gesetzt, damit der Gehweg mit „Radfahrer frei“ ausgeschildert werden kann.

- Der straßenbegleitende Gehweg soll in den Gemeindestraßeneinmündungen auf gleichem Niveau (ohne Absenkung) verlaufen, die Gemeindestraßen sind entsprechend in Bitumen zu fassen.

- Vier Bushaltestellen sind blinden- und behindertengerecht auszubauen und anzugleichen.

- In der gesamten Ortsdurchfahrt soll auf der Richtungsfahrbahn Burgdorf ein Radfahrschutzstreifen markiert werden.

- Am Ortsausgang Burgdorf soll eine bauliche Hilfe zum Queren der Radfahrer vom Schutzstreifen auf den benutzungspflichtigen Radweg nach Burgdorf entstehen.

- Über die Erneuerung der Versorgungsleitungen in der Ortsdurchfahrt liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. Der verantwortliche Mitarbeiter der NLStV spricht aufgrund des Umfangs der Baumaßnahme von einer Bauzeit, die sich bis ins Jahr 2018 erstrecken wird.

Durch den Vollausbau der Hauptstrasse werden die Flüchtlinge, die nach einer langen Odyssee unter vielen Entbehrungen, physisch und psychisch extrem beansprucht hier eintreffen, weiterhin unnötigen hohen Belastungen ausgesetzt. Standorte für Flüchtlingsunterkünfte müssen nach unserem Befinden so ausgewählt werden, dass die Menschen von Verkehrs- und Baulärm sowie hohen Abgasbelastungen weitestgehend geschützt sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie wieder zu Kräften kommen und die nötige Ausgeglichenheit finden sowie aktiv am Integrationsprozess teilnehmen. Am Standort „Hauptstrasse“ Sorgensen sind solche Bedingungen nicht gegeben. Ferner fehlt eine sichere Überquerungsmöglichkeit der Hauptstrasse in Höhe des zu errichtenden Flüchtlingsheims. Auf dem hinteren Teil des Grundstücks, welches für die Flüchtlingsunterkünfte vorgesehen ist, befinden sich mehrere Regenrückhaltebecken, die eine große Gefahr für Kinder darstellen. Dieser Bereich müsste umzäunt werden.

Die Sorgenser Bürgerinnen und Bürger sind weltoffene Menschen und stehen den Flüchtlingen sicher offen und hilfsbereit gegenüber. Es wäre jedoch fatal, wenn die Landesbehörde unter diesen Voraussetzungen die Sanierungsmaßnahmen erneut zurückstellt. Sicherlich bieten sich andere in Burgdorf befindliche Flächen an, wo derartige zusätzliche Herausforderungen nicht vorherrschen.

Ich bitte alle Beteiligten, die geschilderten Umstände in den Entscheidungsprozess „Pro oder Contra Hauptstrasse Sorgensen“ einfließen zu lassen und unserem Vorschlag zu folgen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schwerdtfeger
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4 Kommentare
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Christine Gross aus Burgdorf | 21.02.2016 | 09:18  
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Dirk Schwerdtfeger aus Burgdorf | 22.02.2016 | 12:10  
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Christine Gross aus Burgdorf | 22.02.2016 | 14:12  
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Dirk Schwerdtfeger aus Burgdorf | 22.02.2016 | 14:56  
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