Frauen Union Burgdorf besucht "Neben An Markt" und "Kochgalerie"

Claudia Meißner, Vorsitzende der Frauen Union Burgdorf, Hanna Hograefe, Chefin der "Kochgalerie"
 
Heike Beger, Chefin des "Neben An Marktes", Hanna Hograefe, Chefin der "Kochgalerie"
Die Frauen Union Burgdorf, Mitglieder der CDU Burgdorf, Landtagsabgeordnete Dr.Hans-Joachim Denecke-Jöhrens und Armin Pollehn, Mittelstandvereinigung, besuchten den Burgdorfer „Neben An Markt“ am Depenauer Weg und die „Kochgalerie“ um sich über die Problematiken der Selbständigkeit zu informieren.

Was ist der „Neben An Markt“? Heike Beger!

Seit eineinhalb Jahren betreibt die ehemalige Schlecker Filialleiterin Heike Beger in Eigenregie den Lebensmittelmarkt „Neben An Markt“, im Depenauer Weg.

In der ehemaligen Schleckerfiliale bietet sie ein gutes Sortiment der täglichen Bedarfswaren an. Als der Schleckermarkt schloss tat Frau Beger einen mutigen Schritt und krempelte mit ihrem Mann die Ärmel hoch. In hoher Eigenleistung gestalteten sie den Laden neu. Von dem ehemaligen blau in einem freundlichen Grün Ton, erstrahlt der Laden jetzt in einem neuen Glanz.

Besonders einzigartig ist sicherlich die große Kundennähe. Hier werden Ross und Reiter noch beim Namen genannt. Zudem finden hier vor allem auch die Senioren Unterstützung . Heike Beger bringt die Waren auch schon mal nach Hause, wenn Krankheit oder Immobilität geben sind und die Kunden in der Nähe sind.

Zusammen mit zwei ehemaligen Kolleginnen des Schleckermarktes hat sie zusätzlich den Bäckerstand übernommen. Nur in enger und zuverlässiger Zusammenarbeit ist es überhaupt möglich diesen Kundenservice zu bieten.
In sehr viel Eigenarbeit und unter finanziellem Druck betreiben die Damen ihren Markt. Dennoch geht Heike Beger in einem hohen Maß an Motivation die Sache an. Denn sie hat den doppelten Zeit und Arbeitsaufwand wie vorher. Die Erfahrung als Filialleiterin kommt ihr deshalb zu gute.

So muss sich der Aufwand auch lohnen. Z.Zt. fehlt z.B. noch ein gewerblicher Kühlschrank. Hier ist wieder eine Investition nötig. Denn langlebige, energiesparende Geräte für den Gastronomischen Bereich sind entsprechend kostenaufwendig. Das Geld muss noch erwirtschaftet werden.

Heike Beger hat für die Zukunft noch weitere Ideen: Z.B. könnte ein Marktbetreiber hier einmal die Woche frisches Obst und Gemüse anbieten, um diese noch fehlende Produktpalette zu ergänzen.

Was ist die „Kochgalerie“? Hanna Hograefe!

Die „Kochgalerie“ befindet sich in den Räumlichkeiten des Bäckers, neben dem „Neben An Markt“.

Seit Anfang April bietet Hanna Hograefe hier täglich frisches und hausgemachtes Essen an. Die Zutaten kauft sie jeden Tag frisch ein. Das Menü wechselt täglich und kostet zwischen 6,- und 8,- Euro. „Kochen wie bei Muddern“! Z.B. von Senfei und Kartoffeln, bunter Salat oder auch Schweineschnitzel mit Pfifferlingen und Kartoffeln.
Die Gerichte können dort vor Ort gegessen werden, oder auch zum Mitnehmen vorbereitet werden.

Der Name „Kochgalerie“ kommt nicht von ungefähr: Hanna Hograefe verkauft auch ihre kreativen Bilder. Die großen, farbenprächtigen und fansievollen Bilder machen gleich gute Laune und geben dem Laden den zusätzlichen Flair.

Auch bei Hanna Horgaefe geht ohne viel Eigeninitiative und Power nichts. Auch hier fehlt z.B. noch ein für die Gastronomie tauglicher und professioneller Heißluftofen. Damit sich das Geschäft überhaupt auszahlt, müsste sie täglich mindestens 50 Essen verkaufen. Das ist z.Zt. noch nicht erreicht. Gerne würde sie auch einen Lieferdienst für ihr Essen anbieten. Für das Fahrzeug, das sie dann brauchen würde,fehlt aber das Geld und ein zusätzlicher Mitarbeiter.

Ein hohes Maß an Zeit, professionelles Handwerkszeug, hohe Eigenmotivation und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind ein wichtiges Gerüst, um mit Mut den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Dazu hat Armin Pollehn (CDU Mittelstandsvereinigung) das Schlusswort:

„ Das grundsätzliche Problem bei fast jeder Selbstständigkeit in der Anfangsphase sind hohe Kosten und wenig Umsätze. Bis regelmäßig oder genügend Einnahmen fließen, ist es meist ein langer Weg. Gerade dann, wenn man in sogenannten gesättigten Märkten tätig ist. Das heißt, es gibt viele und starke Wettbewerber. Dann muss für das eigene Produkt oder die Dienstleistung eine Nische gefunden werden, nämlich das tun, was die anderen nicht tun (können). Darüber hinaus sind eine gute Qualität des Angebots, eine hohe Serviceorientierung und ein gutes Marketing zu entwickeln.“
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