CDU-Landesregierung spart, kommunale Bildungsstandorte haben das Nachsehen
Trotz Messerstecherei im vorletzten Jahr mit einem schwervertetzten Jugendlichen vor dem Schulzentrum Burgdorf Südstadt sowie Problemen andererorts wurden die Stellen an Schulpsychologen in Niedersachsen konsequent abgebaut. Zum Zeitpunkt der konkreten Auseinandersetzung war damals die zuständige Stelle aus der Region gerade erkrankt, ein Schulpsychologe aus dem weiteren Umfeld konnte später hinzugezogen werden.
Die vorrangig notwendigen Beratungslehrerstellen vor Ort sind nach wie vor über eine nicht akzeptable regionale Zuteilung auszubilden. Nachwuchskräfte können somit im Hinblick auf einen konkreten Bedarf z. B. wegen Pensionierung oder Standortwechsel bereits ausgebildeter Fachkräfte kurzfristig nicht nachqualifiziert werden. In Burgdorf, an einer Schule mit über 1000 Schülern ist wegen der regionalen Quotenregelung heute kein Beratungslehrer als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler und Eltern verfügbar.
Trotz bereits zusammengelegter Zuständigkeiten der Außenstellen der Landesschulbehörde, die in Burgdorf derzeitig für alle Grund-, Haupt- und Realschulen in Burgdorf, einschließlich z. B. der Gesamtschule in Lehrte-Hämelerwald zuständig ist, wird weiter Raubbau in Sachen Bildung und Betreuung in Niedersachsen betrieben. Dabei hat gerade die Außenstelle der Landesschulbehörde in Burgdorf immer wieder als dankbare und helfende Anlaufstelle für die Kommunikation und Moderation für schulische Belange gegenüber Schule und Elterngremien der Schulen und dem Stadtelternrat sowie als 'vor Ort Betrachter' fungiert und steht dabei akut auf der Streichliste der Landesregierung.
In Punkto Bildung sind es leider noch die Vorgaben dieser CDU-Landesregierung, die als Ergebnis z. B. im bundesweiten Vergleich mit den zukünftig gesetzlich verpflichtenden Angeboten an Krippenplätzen bereits seit langem auf dem letzten Platz mit der roten Laterne im Bundesvergleich liegt.
Ein Sparkurs in Sachen Bildung schürt nur die mit zuletzt mehr als 64 % bekundete Unzufriedenheit zum Thema Bildung in Niedersachsen. Die SPD in Burgdorf bezieht eindeutig Position gegen diesen Trend des Raubbaus bildungsrelevanter Stellen! „Wir haben in der Region wegen der Streichungen mit dem Zugewinn der Berufsschule aus Lehrte gewonnen. Wir wollen das nicht mit einer Streichung einer Außenstelle der Landesschulbehörde in Burgdorf oder gar Lehrerstellen eingestehen wollen. Das Gleiche gilt im Sinne eines Ausbaus an Beratungslehrern vor Ort und die Rückfühung von Stellen an Schulpsychologen auf die regionalen Notwendigkeiten. Die Landesregierung spart an der falschen Stelle!“ Horst Ruser, Pressesprecher der SPD in Burgdorf. (Horst Ruser)
> "den zukünftig gesetzlich verpflichtenden Angeboten an Krippenplätzen"
Wenn man diesen Kram u.ä. finanziert - finanzieren muss! - bleibt weniger Geld für andere Sachen - so auch Schulpsychologen / Beratungslehrer u.v.m.
Und wenn man die oben erwähnte Messerstecherei betrachtet, scheint der durchlaufene Kindergarten da nicht viel gebracht zu haben, während der Mangel an Fachpersonal an den Schulen fatal sein kann.
Hallo Andreas und vielen Dank für den Kommentar. Gesetz ist Gesetz, was in diesem Fall weitreichende Finanzierungsfolgen hat. Was das Sparen betrifft, ist gerade das der Knackpunkt. Diskussionen um einen Millionen schweren Umbau des Landtags in Hannover kann ich dann garnicht mehr verstehen... (Horst Ruser)
Alle halten die Hand auf!
Alle haben ihre Wünsche, die finanziert werden sollen!
Alles müsste auf den Prüfstand!
"Gesetz ist Gesetz" sollte nicht als Ausrede herhalten, denn diese Gesetze sind menschgemacht und keine Naturgesetze!
Und wenn man oben von 1000 Schülern liest, für die es keine Fachkraft gibt, die vielleicht so viel kostet wie drei, vier Krippenplätze im selben Ort, muss man nicht in der Ferne schweifen und anderen die Millionen neiden.
Keine Ausrede, nur eine Feststellung - sicher muss es weitreichende Reformen geben, weil Wirtschaften um jeden Preis tatsächlich seine Grenzen hat. Aber diese Reform ist quasi eine Weltanschauung. Die SPD hat seine Position dazu.
Aus Burgdorf schweifen wir bezüglich der Millionen nicht in die Ferne, definieren nur den Ort der Verantwortung für die Defizite bezogen auf die Mangelsituation Beratungslehrer - nämlich das niedersächsische Kultusministerium! (Horst Ruser)
Ich bezog mich auf den Einwurf der Millionen für den Landtag.
Ich bezog mich auf den Einwurf der Millionen für den Landtag.



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