CDU Frauen Union informiert über Frauen und Kinder in Nepal
Viele Burgdorfer kennen sie vom Weihnachtsmarkt oder von den Basaren der CDU Frauenunion im Frühjahr und Herbst. Dort präsentiert Inge Busch Ware aus Nepal, deren Erlös für das von ihr gegründete Kinderhaus „Kiran“ bestimmt ist, das nur Mädchen aufnimmt. „Mädchen“, sagt Inge Busch, „sind in Nepal besonders benachteiligt.“ Im Kinderschutzbund Burgdorf hielt Inge Busch einen Vortrag zum Thema „Situation der Frauen und Kinder in Nepal“. Eingeladen hatte Astrid Moßmann, Vorsitzende der Frauen Union.
Rund 20 Personen, darunter auch Bürgermeisterkandidat Mirco Zschoch, waren erschienen, um Dias von Nepal zu sehen, sich religiöse Feste erläutern zu lassen und Fragen zur Situation der Kinder und Frauen zu stellen. Die Referentin zeigte den Anwesenden Bilder von einem fröhlichen Frauenfest, bei dem die Frauen fasten, tanzen und singen und um ein langes Leben für ihren Ehemann bitten. Denn für viele Ehefrauen ist der Mann die einzige Existenzsicherung. Im Nepal gibt es in vielen Dörfern keine Toiletten und Männer sowie Frauen waschen sich öffentlich am Fluss, auch bei kalten Temperaturen. 80 Prozent der Mädchen besuchen keine Schule, zum einen weil sie eine gesellschaftlich niedrigere Stellen haben, zum anderen weil ihre Familien der Meinung sind, dass sich eine Ausbildung nicht lohne. Nach der Heirat verlassen sie ihre Ursprungsfamilie und dienen der Familie des Mannes. Inge Busch erzählte die Geschichte der kastenlosen Mädchen Premika und Sunita, die halb verhungert im Kinderhaus aufgenommen wurden, da der überforderte Vater ihnen nicht genug zu essen gab. Der Vater gehörte zu den Kastenlosen, die arbeitslos sind und noch nicht einmal als Hausangestellte arbeiten dürfen, da das Haus sonst in ritueller Hinsicht verunreinigt würde.
Im November 1998 eröffnete Inge Busch in Kathmandu das Kinderhaus für Mädchen. Es bot zunächst Platz für sechs Kinder, die Halbwaisen sind oder ihre Eltern verloren haben. Die Kinder erhielten zum ersten Mal in ihrem Leben regelmäßiges Essen, durften die Schule besuchen und wurden liebevoll betreut. „Heute“, teilte Inge Busch ihren Zuhörern mit, „beherbergen wir 22 Mädchen, die sich gut in ihr neues Leben eingewöhnt haben und in der Schule erfolgreich sind.“ Das Kinderhaus sowie der gegründete Verein finanzieren sich ausschließlich aus Spenden. Die Referentin reist daher regelmäßig nach Nepal, um dort Kinderkleidung für das Kinderhaus abzugeben und kleine Teppiche, Elefanten, Schmuck, Glasperlen sowie Decken für Basare und Weihnachtsmärkte mit nach Deutschland zu nehmen. Die Kirchhorsterin hat über das Kinderhaus und ihr Leben in Nepal ein Buch geschrieben mit dem Titel „Ein Koffer in Kathmandu“. Wer sich über die Arbeit des Kinderhauses informieren möchte, findet Infos im Internet unter www.kiran-kinderhaus.de. Mit den Spenden werden Nahrung, Kleidung, Schulausbildung sowie medizinische Versorgung finanziert. Spendenkonto: Hannoversche Volksbank, Konto: 48 84 807 700, BLZ: 251 900 01


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