CDU-Bürgermeisterkandidat will Stadtentwicklungsgesellschaft gründen
Burgdorf. Der Bürgermeisterwahlkampf ist – ein Jahr vor der Wahl – eröffnet: CDU-Kandidat Mirco Zschoch kündigte am verbeim sogenannten Politdinner an, dass er im Falle seiner Wahl als erste Amtshandlung eine Stadtentwicklungsgesellschaft gründen will.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, eine erklärte Pferdeliebhaberin, war eigens dem Berliner Regierungsbetrieb enteilt, um dem Parteifreund daheim im Pferdeland Burgdorf den Wahlkampfsteigbügel zu halten. Ihr Vater, der frühere Ministerpräsident Ernst Albrecht, sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Deneke-Jöhrens glänzten mit Anwesenheit. So konnte sich der in Burgdorf noch weithin unbekannte Versicherungsjurist Zschoch in der familiären Gastlichkeit des Hotelrestaurants Am Försterberg im Lichte prominenter Parteigrößen sonnen und in den Wahlkampfsattel aufschwingen. Zum feinschmäcklerischen Politdinner mit Entenkeule und Knödeln hatte die CDU außer Parteimitgliedern satt auch informationshungrige Multiplikatoren eingeladen, etwa den St.-Pankratius-Pastor Michael Schulze und Brigitte Ahrens, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen die Nutzung der verlängerten Moorstraße als Bus-trasse. Sie durften Zeuge sein, als von der Leyen dem Wahlkämpfer Zschoch als intellektuelle Marschverpflegung drei Ratschläge mit auf den Weg zum angestrebten Rathaus-Chefsessel gab: „Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Seien Sie verlässlich. Machen Sie sich unverzüglich an die Lösung der Probleme, denn die Dinge sind nicht nur, wie sie scheinen, sondern immer auch das, was wir draus machen.“ Zschoch gelobte, die Ärmel hochzukrempeln. Das 8,6-Millionen-Euro-Defizit im Stadthaushalt fürs nächste Jahr und eine Zinsbelastung von 1,7 Millionen Euro im Jahr 2014 seien ihm Verpflichtung, ließ er wissen. „Wir haben ein Ausgabenproblem“, sagte Zschoch. Es gelte, die angehäuften Schulden abzubauen und Geld zu verdienen, etwa mithilfe von Grundstücksverkäufen. Die zu gründende Stadtentwicklungsgesellschaft solle sich professionell um die Entwicklung der Infrastruktur und das kommunale Energiemanagement kümmern. Denn die Bevölkerungszahl müsse wachsen.
Bleiben Sie munter. & Freundlicher Gruß.
Ihr Joachim Dege





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