Ampeln in Burgdorf für Fußgänger kürzer schalten
Artikel heute in der HAZ: Der Umbau der Innenstadt kommt später.
Es fehlt das Geld!!
Vor ca. 3 wochen die Nachricht der Stadt Burgdorf: Die Ampeln für Fußgänger werden nicht geändert, da ja ab Frühjahr 2010 der Umbau kommt.
FAZIT: Die Ampeln müssen jetzt sofort kürzer geschaltet werden (Grün sofort nach drücken und nicht wie jetzt teilweise eine Wartezeit von 2-3 Minuten!)
Frage: Wo kommen so schnell die 8 Mio Minus her?
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Kommentare zum Beitrag
Die Ampelschaltungen werden jetzt in der Tat verkürzt, darauf hat der Ausschuss für Umwelt und Verkehr am 12.11.2009 bestanden. Allerdings war die Änderung schon verwaltungsseitig geplant (Straßenbaulastträger war bisher der Bund).
Woher kommen die 8.000.000€ Defizit?
ANTWORT: Einkommensteuer -1,1 Mio, Schlüsselzuweisungen - 2 Mio, Abschreibungen minus Auflösung von Sonderposten (neues kommunales Rechnungssystem) -1,7 Mio. Macht etwa 4,8 Mio.
Verbleiben um die 3 Mio, für die die Stadt selbst verantwortlich ist. Dieser Betrag reduziert sich erheblich durch die Tatsache, dass der Stadtstraßenumbau niemals im Jahr 2010 geschafft werden kann. Etwa 1,3 Mio. können gestrichen werden. Hinzu kommt das Streichen des von der Politik nie gewollten Kreisels B188/B443 (555.000€). Unter Berücksichtigung der nun nicht fließenden Zuschüsse entsteht eine Entlastung von etwa 1 Mio.
Also verbleibt immer noch eine selbst verschuldete Lücke von über 2 Mio.
Wenn wir unsere Schulden nicht immer weiter auf spätere Generationen verlagern wollen, muss der Rotstift jetzt radikal angesetzt werden. Sonst landen wir 2013 bei Verbindlichkeiten in Höhe von 50 Mio.
Wegen meiner ewigen Warnungen bin ich immer belächelt worden. Unsere Kinder werden dereinst nicht lächeln...
Der Artikel aus dem Anzeiger, auf den Beate sich bezieht, findet sich hier: http://bit.ly/JrKsx
@ Kurt: Die Doppik wird für mehr Transparenz im Haushalt sorgen. Die gern geübte Praxis, öffentliche Gebäude vergammeln zu lassen und damit dank unterbleibender Erhaltungsaufwendungen für schöne Haushaltszahlen zu sorgen, sollte damit ein Ende haben. Billiger wird es dadurch natürlich nicht. Insofern teile ich Deine Befürchtung, dass eine bittere Wahrheit auf den Tisch kommt.
@ Paul: Wo soll denn der Rotstift angesetzt werden?
Peter, ich denke, es gibt viele Möglichkeiten.
Die Betriebe bauen Personal ab und verlangen erst einmal Leistung. Die Gemeinden nicht. Die stocken Personal auf und verursachen erst einmal Kosten.
Welche Gemeinde kann sich z.B. 2 Museen leisten? Muss doch auch irgendwo her kommen, der Unterhalt, trotz der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Und so geht das weiter. Wenn man den genauen Durchblick hätte, würde man sicher vom Glauben abfallen.
Da ist auch noch der Spaß mit öffenlichen Bauten (auch Reparaturen).
Warum wird das immer bis zu 30 % und mehr teurer als veranschlagt? Kann da jemand nicht rechnen oder passt man dort nicht auf die Bauausführung auf?
Nimm doch mal das ISEK Projekt. Verursacht doch nur Kosten oder glaubt jemand, der Ackers arbeitet umsonst. Die Ausschüsse sind doch nur abnicker.
Also für mich sind die 8 Mio Minus doch bereits schon längere Zeit absehbar. Warum wurde noch im Herbst über die Innenstadtausbau im Frühjahr 2010 geredet?
Beim ISEK Projekt wird geplant und geplant und falls der Ausbau kommt, plant man nochmals neu, weil bis dahin wieder andere Ideen und Erkenntnisse bekannt sind.
Neue Verkehrserkenntnisse hätte man beim Bau der Umgehungsstraße auch umsetzen müssen: Statt großer Brücken hätten es auch an meisten Stellen auch Kreisel getan! Die wären erheblich billiger gewesen.
Die B188 ist im ganzen Bereich bis Uelzen mit Kreiseln versehen (Meinersen usw.) nur in Burgdorf mußten es Brücken sein. Da hätten einige Mio € gespart werden können. (Vielleicht hätte Burgdorf ja etwas für den Innenausbau vom Bund davon erhalten können :-))
Beate, das funktioniert nicht.
Die Kreisel hätten sicher die Straße billiger gemacht, aber eingespartes Straßenbaugeld vom Bund in Projekte einer Kommune, das funktionert eben nicht.
Außerdem hätte man doch sofort wieder angefangen, zu planen und zu wirtschaften bis das Geld verschwunden ist.
Ja, Kurt ist klar, das war auch eigentlich mehr ironisch gemeint!
Bei manchen Dingen hilft nur noch ein Schuss Ironie.
Übrigens, schau unter Scnappschüsse nach. Ich habe Dir und Bruno mal die Zeitungsseite mit dem Vorschlag der Schloßpatzbebauung eingestellt.
Für Bruno und Beate.
Wirklich furchtbar die Ampelschaltungen. -
Vielen Dank - bin selber ganz angetan von meiner "5 - Schilder-Umbau-Idee" (alles andere kann erst mal in der Planung bleiben). Würde wunderbar zur Kostenklemme passen u. mich wieder zum pot. Kunden Burgdorfer Geschäfte machen, und ich bin sicher, dass man dann auch schon besser Bummeln u. Radfahren könnte!
Na, vielleicht kommen da ja noch die Gegenargumente.


Irene, die 8 Mios waren schon immer da. Man hat nur mit dem kameralistischen Rechensystem immer die Möglichkeit gehabt, alles schön zu rechnen.
Jetzt bei der doppelten Buchführung merkt man, was z.B. Instandhaltung der Gebäude usw. wirklich kostet. Früher hat man umgeschichtet und noch einmal umgeschichtet, bis alles passte. Ich glaube, dass in Wirklichkeit die Schulden noch höher sind. Irgendwann wird man das zugeben müssen.