Storch und Eule in die Kinderstube geschaut
Heute hat der Uetzer Naturschutzbeauftragte Erhard Zander zusammen mit dem NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze e.V. wieder die jährliche Führung zur Kinderstube der Hänigser Weißstörche und Schleiereulen durchgeführt. Etwa 50 Erwachsene und Kinder waren gekommen, um aus der Nähe von einem kompetenten Fachmann viel Interessantes zu diesen und anderen Vogelarten zu erfahren.
Bei Bäckermeister Laube konnte per Monitor und Kamera direkt und live in das Nest auf dem alten Bäckereischornstein geschaut werden, in dem drei junge Weißstörche ungeduldig auf die futtersuchenden Altstörche warteten. Das Federkleid ist jetzt schon so weit gediehen, dass die Jungen auch bei den momentan doch eher niedrigen Temperaturen immer länger allein gelassen werden.
Anschließend ging es zu Landwirt Hecht, in dessen Scheune der NABU vor Jahren schon eine große Kiste hinter einem Einflugloch am Giebel angebracht hatte. Trotz des sehr strengen letzten Winters hat hier ein Pärchen Schleiereulen überlebt und erfolgreich gebrütet. Auch hier sind drei Junge geschlüpft, von denen Herr Zander zwei Junge der Brutkiste entnahm. Einige der Kinder konnten sogar diese Jungen selbst in die Hand nehmen oder streicheln. Da Vögel nicht riechen können und die nachtaktiven Euleneltern irgendwo in der Nähe dösend den Tag verbringen, werden sie vermutlich gar nicht bemerken, was da mit ihren Jungen geschah.
Anhand von weiterem Anschauungsmaterial, wie Federn und Gewölle, wurden viele weitere Informationen vermittelt, welche von den Kindern wissbegierig aufgenommen wurden. So war zum Beispiel zu erfahren, dass eine von Ihm in Hänigsen beringte Schleiereule Weltrekord geflogen ist. Sie wurde bereits 1 Jahr später im 1.863 km entfernten Cartagena in Südspanien wieder eingefangen. Das war der bis dahin am weitesten entfernte Wiederfund einer Schleiereule. Erstaunlich, da Schleiereulen ja keine Zugvögel sind.
Die Zeit verging jedenfalls im Fluge und so konnten selbst ein paar Regentropfen die Teilnehmer nicht stören.




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