Hornissen am Flieder

Hornisse. Gut zu sehen hier die Ocellen, die drei punktförmigen Zusatzaugen auf der Stirn.

Zwei Hornissen machten sich an unserem Flieder zu schaffen. Sie hatten die Rinde des Busches abgeknabbert und labten sich an dem Saft des Flieders. Das musste natürlich dokumentiert werden ...
Hornissen, mit wissenschaftlichem Namen Vespa crabro, gehören innerhalb der Klasse der Insekten zur Ordnung der Hautflügler, zur Familie der Faltenwespen und zur Unterfamilie der Echten Wespen. Sie sind, auch wenn sie wehrhaft erscheinen (und letztlich auch sind), weit weniger angriffslustig als manche kleinere Wespenarten. Auch die Gefährlichkeit eines Hornissenstichs wird allgemein weit überschätzt ("7 Stiche töten ein Pferd, 3 einen Menschen"). Das Gift der Hornisse weist eine geringere Toxizität als das Gift der Bienen und Wespen auf. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass es schon 500-1000 Hornissenstiche braucht, um einen Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Das gilt natürlich nicht für Allergiker oder Stiche im Mund- und Rachenraum. Letztere können einfach durch die Schwellung lebensgefährlich sein. Dass ein Hornissenstich als schmerzhafter empfunden wird als ein Bienen- oder Wespenstich, liegt daran, dass der Stachel der Hornisse, verglichen mit anderen Insekten, länger ist und einen größeren Durchmesser hat.
Wer also kein Allergiker ist, braucht keine Angst zu haben vor den Hornissen, er kann sich nur an diesen herrlichen Insekten erfreuen. Nur allzu nah an ihr Nest sollte man nicht herangehen, das finden sie nicht wirklich gut. Auch dass ich ihnen so nah auf den Pelz gerückt bin bei den Aufnahmen, fanden sie nicht wirklich witzig. Irgendwann brummten sie um meinen Kopf herum. Ich habe mich dann für einen Augenblick etwas zurückgezogen, bis sie wieder am Flieder saßen, und dann ging es weiter ...

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Kirsten Steuer aus Pattensen am 18.08.2011 um 00:30 Uhr  
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