Standing Ovations in Ramlingen.
Unser Konzert im "eigenen Wohnzimmer" war ein Riesenerfolg!
Ausverkauftes Haus, alle Stühle besetzt, gutgelauntes Publikum - das Konzert konnte um 16 Uhr pünktlich beginnen.
Das Moderationsteam, Lina&Frieda, die rammelschen Dorftratschen, hatten in ihren gepackten Koffern viel gute Laune, kernige Sprüche und allerhand Wissenswertes über die angesteuerten Länder parat. Und das alles, wie man sie kennt, in Plattdeutsch.
Gestartet wurde die Reise mit “Über den Wolken“, einem Hit von Reinhard Mey. Das erste Ziel hieß London. Lina outete sich als Fan von Prinz Charles, Frieda (die Frau für Kultur), wollte dann doch eher was musikalisches um die Ohren haben. Nach einem Medley bekannter Beatles-Songs ging es auch gleich weiter nach Spanien.
Hier wollten die Damen unbedingt den spanischen Adel kennenlernen und den “Ramlinger“ unters Volk bringen. Nach “ Eviva Espana“ ging es quer durch Europa, Richtung Osten, nach Tschechien. Die erste Polka des Abends lag auf dem Notenpult. Titel: “Annafest-Polka“.
Die Reisezeit in die nächsten Länder war kurz. “Wiener Praterleben“ stand für Österreich, die
“Fischerin vom Bodensee“ musste für die Schweiz herhalten.
Das der Wirt des Landgasthofes Voltmer, Heiner Köhne, ein passionierter Jäger ist, weiß wohl jeder in Ramlingen. Doch die Story von dem Hasen, der sich selbst umbringt, um dem Koch das Raussuchen der Schrotkugeln zu ersparen, wollte wohl keiner im Saal den beiden Tratschen wirklich glauben. “Der Jäger aus Kurpfalz“ passte jedenfalls zum Thema.
Bevor es in die Pause ging, wurde noch kurz ein Abstecher in die Heimat unseres Dirigenten, Hugo Loosveld, gemacht. Lina steht ja so auf Andre Rieu und seiner tollen Frisur, obwohl sie arge Schwierigkeiten hatte, den Namen richtig auszusprechen. Kurzum, Hugo nahm das Mikrofon zur Hand, und sang höchstpersönlich in seiner Muttersprache, natürlich begleitet vom Musikzug, von den “Tulpen aus Amsterdam“. Das Publikum war begeistert und belohnte uns mit einem riesigen Applaus.
Eine ganz andere Musikrichtung sollte das nächste Reiseziel bieten. Das Egerland, eine Region im Westen Tschechiens, wurde besucht. Lina schwärmt ja sooo von Ernst Mosch und seinen Egerländern. “Sooo tolle Musik und sooo tolle Musiker“, Lina war gar nicht zu beruhigen. Das konnten wir nicht auf uns sitzen lassen. Ohne lange zu überlegen, holte sich Hugo nicht nur das Mikro, sondern auch zur Verstärkung unseren Posaunisten Kalle Blume und nach einem kuzren “…drei vier“ ging es los. “Drei weiße Birken“, zweistimmig gesungen, begleitet von einer gut aufgelegten Blaskapelle, war fast besser als das Original. Das Publikum war begeistert. So ganz e(E)rnst war diese Einlage allerdings nicht gemeint.
Griechenland war das nächste musikalische Ziel. “Du Fieda, stell dir vor, wir in einer Taverne, die dunklen feurigen Augen der Griechen feuern uns an, wenn wir uns am Sirtaki versuchen, was meinste?“ Darauf Frieda: “Wenn die Kultur nicht zu kurz kommt??!!“ Klar, das der “Griechische Wein“ dabei nicht fehlen darf.
Das war dann auch fast schon die letzte Station unserer musikalischen Europatour. Bevor in Bayern noch die “Hohe Tannen“ bespielt wurden, ging es zurück nach Niedersachsen. “Endlich wieder in Ramlingen“, so der Seufzer der Rammelschen Ladys. Beide waren glücklich wieder in der Heimat zu sein. Endlich wieder “Ramlinger“, der geliebte Hausarzt und die Pastorin wieder in unmittelbarer Nähe. Der “Ramlinger“ wurde sofort serviert. Und wie hieß wohl das letzte Stück im Programm? Na klar, das Niedersachsenlied. Mit der Unterstützung des Publikums hatten wir Musiker einen Riesenspaß an diesem Stück. Ohne Zugaben wurden wir jedoch nicht entlassen. Mit einem “Sag Dankeschön mit roten Rosen“ verabschiedeten wir uns von den Zuhörern. Was dann folgte war suuuper: Standing Ovations. Ein Riesenapplaus. Es war einfach toll.
Die Mühen der letzten Wochen, das Klotzen für das Konzert, haben sich gelohnt.
Danke an das Publikum. Ihr ward klasse.
Übrigens, die Gäste mit der weitesten Anreise kamen von der Insel Spiekeroog. Extra für das Konzert machten sich Heinrich Zabel mit seiner Sieglinde auf den Weg ins gemütliche Ramlingen. Nach dem Konzert, in gemütlicher Runde bei der "Nachlese", bekamen wir von Heinrich Zabel jede Menge Lob (ein wenig Tadel) und viele gute Wünsche für die Zukunft mit auf den Weg. Eine Überraschung hatte Heinrich auch noch für uns. Im Namen der Spiekerooger Blasmuckern überreichte er unserem Musikzugführer Gerhard Hogreve eine Polka in Form eines Notensatzes. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür! Diese langjährige Freundschaft mit den "Spiekeroogern" verbindet uns nicht nur musikalisch.
Auf diesem Wege einen herzlichen Gruß an die Insel-Combo.



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