Meilen gehen, bevor ich schlafen kann (Robert Frost) für Helmut Schmidt
Des Waldes dunkel zieht mich an,
doch muß zu meinem Wort ich stehn...
und Meilen gehen,
bevor ich schlafen kann.
Original:
The woods are lovely, dark, and deep.
But I have promises to keep,
and miles to go before I sleep,
and miles to go before I sleep
(Bekannt auch aus dem Film: Telefon)
(1922 Robert Frost) 4-facher Pulitzer Preisträger
geboren 26.03.1874 in San Francisco gestorben 29.1.1963 in Boston.
Dieser kleine Vers gehört zu den Liebslingsgedichten von Helmut Schmidt
er assoziiert damit Pflichterfüllung.
Wie sieht es heute damit aus, mit der Pflichterfüllung. In erster Linie fordern doch viele erst einmal ihre Rechte ein, bevor es an die Pflicht geht.
Gedichtbände
A Boy’s Will. 1913
North of Boston. 1914
Mountain Interval. 1916
New Hampshire. 1923
West-running Brook. 1928
A Further Range. 1936
A Witness Tree. 1942
Steeple Bush 1947
In the Clearing. 1962
Desert Place.
Dramatische Texte
A masque of reason. 1945
A masque of mercy. 1947
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Apropos Pflicht oder Recht, sogar unser Außenminister kennt nur das Recht, daß man das doch noch sagen darf in Deutschland. Ach nähme er sich doch das Recht zu schweigen. Von der Pflicht als Bundesminister ehrlich zu sein, ganz zu schweigen.
Helmut Schmidt war mal mein Boß à la KTv&zG. Was soll ich sagen, die zwei nehmen sich da nichts und waren/sind dabei wie FJS.
Hm, die anderen beiden mag ich nicht so.
Also kein Gerechter unter Gerechten? Wäre schade, wenn ich meine Meinung revidieren müßte, jetzt in meinem Alter;-))
Keine Pflichten eingehen, ja das ist wohl der große Tenor. Ist zu anstrengend.
Warum etwas mit Anstrengung bekommen, wenn man es auch leichter haben kann.
Mir wurde schon einige Male nachgesagt, ich würde es mir zu leicht machen.
Da kann ich nur lachen. Wenn andere das durchgemacht hätten, was ich durchgemacht habe, wer weiß... aber egal, Schwamm drüber.
Teja, das liegt nur daran, daß, wenn man etwas älter ist, ja auch schon mehr im Gehirn verankert ist. Da ist es schwer, für Neues einen geeigneten Platz zu finden. Es sei denn, man schafft Platz für Neues und mistet mal aus. Aber das ist leichter gesagt als getan.
"lach" ich glaube das geht vielen so.
Meinem Mann ging das so, mein Sohn überlegt jetzt schon dreimal, bevor er etwas wirklich wegwirft;-)), und ich bringe erst mal die Sachen in den Keller und dann warte ich ab.
Ich esse Frühstück, und dann brauche ich ca. 6 Stunden nichts mehr. Ist aber auch unterschiedlich, falls ich mit dem Rad unterwegs bin, muß ich schon eine Kleinigkeit vorher essen. Aber sonst, hält sich das in Grenzen.
Manche müssen immer ihre warme Mahlzeit haben, die sind so unflexibel.
Alles was recht ist, mit einem Glas Rot- oder Weißwein bekomme ich keine 1,53 Promille;-)).
Das Glas war wohl recht groß;-)).
Klar, es kommt auf die tägliche Verfassung an. Ich habe mich auch schon mal vertan und "etwas" mehr getrunken als ich gedurft hätte. Aber ich bin ja auch nur ein kleines Licht hier auf Erden und werfe keinen großen Schatten, wie manche Andere.
Wobei wir wieder bei der Pflicht wären. Welche Verpflichtung habe ich, wenn ich welchen Posten bekleide? Kann ich mich dann einfach so euphorisch gehen lassen, oder kann ich in meinem Ärger einem Kind kräftige Schläge ins Gesicht oder in meinem Zimmer auf den nackten Pöter geben?
So was wie "Die Unschuldigen mit ihren blutigen Händen?"
Hinzu kommt ja auch noch, daß er irgendwelche Kirchengelder zweckentfremdet hat.
Also für mich ist er absolut untragbar und unhaltbar.
Aber ich habe ja nichts zu sagen, worüber ich aber auch froh bin, denn über so viele Dinge entscheiden zu müssen, egal ob in der Kirche oder im richtige Leben, ist ganz schön anstrengend. Und meine Kräfte brauche ich für andere Menschen/Dinge.
Und er muß an seine Rente/Pension, oder wie nennt man das in Kirchenkreisen, denken. 6 Jahre sind 6 Jahre, das ist schon ganz schön Schotter, reicht für einige Kisten Wein extra.
Teja, das zeugt aber doch davon, daß es immer wieder Menschen gibt, die mit Scheuklappen durch die Gegend laufen.
Und es gibt auch genügend die wollen die Wahrheit auch garnicht wissen, sonst müßten sie sich ja Gedanken machen. Und wer will das schon.
In meinem Bekanntenkreis sagte neulich jemand, ach das Schreckliche will ich nicht wissen, sonst träume ich davon und schlafe schlecht.
Was willst du dazu noch sagen?
"Die Selbstgerechten brauchen halt ihren ungestörten Schlaf, damit sie ihr Totsein bei lebendigem Leibe tagsüber überhaupt aushalten. :-)"
Teja, du hast es mal wieder mit den richtigen Worten wiedergegeben.
Vieles kann man als Einzelner ja nicht ändern, aber wenn man garnichts versucht, nicht einen kleinen Schritt bei sich selber anfängt, dann ist wohl wirklich alles verloren.
Und was ist so schlimm daran, wenn mir nachts die Gedanken im Kopf herumgehen und ich nicht schlafen kann? Klar wenn es jede Nacht so ist, dann ist das auch nicht gerade schön. Aber andere schlafen auch schlecht und die machen sich um nichts einen Kopf.
Ja, sie sind eigentlich schon tot, nur noch nicht umgefallen.;-))
Denn jeder muß ja zusehen, wie er mit dem Alltag, mit der Welt, Umwelt zurecht kommt. Und wenn er weiß was zu dieser Angst und Beklemmung führt, sollte er entsprechend handeln. Nur der Weg zur Erkenntnis, Selbsterkenntnis ist ja nicht so einfach.
Aber auch das ist ein Versuch, bin ja kein Philosoph;-))
Gut, also denken wir mal, wenn wir gewillt sind unsere Pflicht zu tun, warum dann nicht die Politiker, die doch einen Eid geschworen haben, Schaden vom Volk abzuwenden?
So viele Meilen kann ich garnicht gehen, bis das alles in meinen Kopf reingeht.
Schon traurig, daß Ehr- und Pflichtgefühl letzten Endes eine Frage des Geldes ist und bleibt.
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