Chor belebt Städtepartnerschaft mit Burgdorf in der Schweiz
Burgdorf. So viel Musik kann in einer Städtepartnerschaft stecken: Die Musikpädagogin und Scena-Macherin Ilsabe Bartels-Kohl reist mit ihrem Chor nach Burgdorf in der Schweiz. In der Nacht der Kultur führen die 30 Sänger dort zweimal Mozarts Missa brevis in D-Dur auf.
Bei der Generalprobe in der St.-Paulus-Kirche ließen die Sängerinnen und Sänger erahnen, wie viel Tempo die Partnerschaft mit dem kleineren Stadtnamensvetter im eidgenössischen Emmental aufnehmen kann, wenn eine wie Ilsabe Bartels-Kohl und der rührige Kulturverein Scena die Sache in die Hand nehmen. Klang das Kyrie bereits munter, so weckte das füllige Credo erst recht Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Städtepartnerschaft, die sich zuletzt nur mehr auf schnöden Schildern am Ortseingang manifestierte. Dabei ist im Kulturaustausch beider Städte wohl mehr drin. Dies glaubt zumindest Scena-Chef Matthias Schorr, der bei dieser Konzertreise von Bartels-Kohls Chor die erste Geige spielt. Mit Ulrike Bleich (Violone) und Thomas Kozlowski (Cello) begleitet Schorr den Chor bei den beiden Auftritten am Sonnabendabend in der Stadtkirche sowie im Gottesdienst am Sonntag. Schorr will den Besuch überdies nutzen, um sich mit der Kulturszene dort zu vernetzen. Burgdorf/Emmental vergibt mit dem Krimipreis einen bedeutenden Literaturpreis und hat auch sonst ein reiches Kulturleben. Partnerschaftliches Miteinander wird bereits aufleben bei diesem Burgdorf-Besuch des Chors, der mit dem Flugzeug reist und in der Jugendherberge in Langnau Quartier nimmt. Weil Cellist Kozlowski sein sperriges Instrument schwerlich im Flieger mitnehmen kann, bekommt er von einer Schweizerin eines geliehen.
Bleiben Sie munter & Freundlicher Gruß.
Ihr Joachim Dege




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