Axel Hacke im Interview: Je skurriler der Alltag, desto besser
Burgdorf: Aula am Berliner Ring | Der Schriftsteller und Kolumnist Axel Hacke kommt nach Burgdorf: Er liest am Dienstag, 16. November, 20 Uhr, in der Aula des Gymnasiums, Berliner Ring 27. Hacke beschreibt in oft selbstironischen Glossen Skurrilitäten des Alltags. Der Anzeiger veröffentlicht in der Freitagausgabe ein ganzseitiges Interview mit Hacke, geführt von Eike Brunhöber.
Ein Auszug:
Sie lassen in Kolumnen sehr viel von sich selbst durchblicken. Haben Sie manchmal das Gefühl, zu viel von sich preiszugeben?
Ja, das ist oft so. Manchmal wache ich nachts auf und denke: Mann, da verrätst du viel zu viel Privates. Aber letztlich ist es genau das, was die Leute mögen: Dass jemand nicht heroisch von sich erzählt, sondern von seinen Niederlagen.
Sie gehen dabei oft sehr selbstironisch mit sich um, machen sich über Ihre Niederlagen lustig. Nimmt der Mensch Axel Hacke das dem Autoren Axel Hacke nicht auch mal übel?
Das wäre eine Art von Schizophrenie, mit der es sich nur sehr schwer leben ließe. Natürlich wäre der Mensch Axel Hacke gern siegreicher. Aber man muss sich eingestehen, dass das im Leben nun mal nicht so ist.
Sie erzählen auch viel über Ihre Familie. Nimmt Ihre Frau Ihnen das manchmal übel?
Wissen Sie, wenn meine Frau auf mich sauer wäre, wäre das noch schlimmer, als wenn Axel Hacke auf Axel Hacke böse wäre. Aber sie ist da sehr souverän. Sie ist Autorin und Musikerin. Sie schreibt Drehbücher und weiß, dass ein Autor darauf angewiesen ist, das eigene Leben zu verarbeiten.
Wie viel Realität und wie viel Fiktion steckt denn in Ihren Texten?
Manche sind eins zu eins so erlebt, manche komplett erfunden. Das Kuriose dabei ist, dass sich wahre und erfundene Geschichten am Ende nicht auseinanderhalten lassen.



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