Aktionstag im Stadtmuseum am 19. Juni:

Honigkuchenfabrik Hans Bührke in der Neuen Torstraße

Gesprächsrunde zur Burgdorfer Honigkuchentradition

Am Sonntag, 19. Juni, geht das vom VVV und der Stadt Burgdorf organisierte Begleitprogramm zur Ausstellung „Altes Handwerk“ im Stadtmuseum (Schmiedestr. 6) weiter. Im Mittelpunkt des neuen Aktionstages steht die Burgdorfer Honigkuchentradition. Die von ortsansässigen Meistern des Bäckerhandwerks hergestellten Spezialitäten waren über viele Jahrzehnte international begehrt. Gastgeber Erich Rode hat den ehemaligen Honigkuchen-Bäckermeister Ewald Bührke und seine Frau Hannelore zu einer Gesprächsrunde eingeladen, in deren Verlauf das Ehepaar von der bemerkenswerten Geschichte der Burgdorfer Honigkuchenherstellung und ihrem als Zeitzeugen unmittelbar miterlebten Ende berichtet. Deren fast 150-jährige Glanzzeit ist eng mit dem Namen der Familie Bührke verbunden, die diese Kunst über mehrere Generationen in Burgdorf betrieben hat. Bei dem lockeren Gedankenaustausch, der gegen 14.15 Uhr beginnt, erfahren die Museumsbesucher auch, welche besonderen Eigenschaften den Burgdorfer Honigkuchen auszeichnen.

Die Anfänge der Honigkuchenfabrikation in Burgdorf gehen schon auf das Jahr 1810 zurück. In ihrer Blütezeit, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann, war der Burgdorfer Honigkuchen ein im gesamten norddeutschen Raum beliebtes Produkt, das höchste Anerkennung genoss und sogar in den Vereinigten Staaten begeisterte Anhänger fand. Die Nachfrage nach ihm war so groß, das bis in die 1940er Jahre an drei verschiedenen Standorten eine rege Produktion stattfand. Die größte, schon um 1810 von Heinrich Niemack gegründete Produktionsstätte gehörte seit 1888 Hans Bührke und stand bis zu ihrem Abriss im Februar 1960 an der Ecke Neue Torstraße 3/Mittelstraße. Sein Bruder Dietrich Bührke betrieb bis 1947 eine Honigkuchenbäckerei in der Poststraße 4. Der Honigkuchenbäckermeister Georg Peters stellte Anfang der 1940er Jahre den von seinem Vater 1859 gegründeten Betrieb ein.

Das Stadtmuseum ist sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Gruppen, Schulklassen und Verein können mit VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 – 1862) eine Sonderführung zu vereinbaren

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