Als Arbeitseinsatz der NABU diesesmal das Schneiteln der 17 Kopfweiden bei Schillerslage angesagt. Die schöne Baumreihe haben wir vor 15 Jahren das erste Mal geschneitelt, mittlerweile sind die Äste schon wieder so weit in den Himmel gewachsen, das sie auseinander zu brechen drohen. Diese Arbeit ist ansrengend und sehr gefährlich, vor allem für den Mann im Baum. Es besteht nicht nur die Gefahr aus dem Baum gestoßen zu werden, sondern er muß dabei noch aufpassen, dass ihm keiner unter die herabfallenden Äste läuft, was durch unachtsame Helfer immer wieder passiert. Das Holz wurde von den Helfern zum Heizen mit nach Hause genommen und das Astwerk geschreddert und als Holzhecksel verwendet. Gottseidank ist alles ohne Verletzungen verlaufen und es war wieder einmal ein gelungener Einsatz. Herzlichen Dank an alle Helfer.
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Ich hätte gerne eine Ladung Weidenruthen für einen Flechtzaun. Aber es scheint schon alles verteilt zu sein.. tja, Pech! Nach 15 Jahren dürften die Äste auch viel zu dick und fest geworden sein.
Schön, dass alles gut gegangen ist!
Ich habe mal Bücher gewälzt, und in einem Wörterbuch steht: Iterativbildung zu mhd. = ab,-beschneiden (Forstw. Landw. Weinbau) von überflüssigen Ästen befreien, entästen. Wahrscheinlich eine Abwandlung aus einem Dialekt. Sieglinde schau dir bitte mal das sechste Bild an, wie der Mann dort oben im Kopf steht, wenn nun beim Abschneiden der Ast nicht bricht sondern aufspaltet, kommt er zurück und erwischt ihn. Wer das noch nicht mitgemacht hat, kann sich das schlecht vorstellen. Gruß Günther
Schneiteln scheint, wie Günther ja auch schon andeuetet, ein sehr alter Ausdruck zu sein. Schon Johann Georg Krünitz verweist auf diesen Ausdruck in seiner "Oeconomischen Encyclopädie" der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirtschaft (erschienen 1773) auf diesen Ausdruck als "ein bei Vielen für schneideln übliches Wort." Unter dem Stichwort schneideln findet man dann einen recht umfangreichen Artikel, den ich hier mal verlinke anstatt ihn Wort für Wort zu zitieren: http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/s/ks14065.ht...
Ich habe das schon einmal erfahren dürfen, wie es ist, wenn ein Ast (Stamm schon fast) zurückkommt. Brauche ich nie, nie wieder diese Erfahrung. Geht so schnell, dass man das erst mitbekommt, wenn einem die Luft wegbleibt und Glück hatte, so getroffen worden zu sein, dass man es überlebt! (... und davon erzählen kann!) Hat man so ein Erlebnis erfahren, dann freut man sich über jeden Geburtstag, den man feiern kann! Ich jedenfalls tue das.
Aus diesem Grund haben wir das freihändige Schneiden auch aufgegeben, es einfach zu gefährlich. Im letzten Jahr hat es jemand von der Leiter gestoßen, mit laufender Kettensäge, Gott sei Dank hat er sich "nur "die Hand gebrochen was schon schlimm genug war. Deshalb war dieses auch der letzte Arbeitseinsatz dieser Art.
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